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Create & Inspire: Tom Diander

Create & Inspire: Tom Diander

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Tom Diander, Autor

Kurzvita: Hi, ich bin Tom und das Bild von mir habe ich ganz alleine gephotoshopt.
-Tom Diander-Photography by ©Eve Alexder_
Beschreibe dich in drei Worten.
Neugierig, Kaffeesüchtig

Woran arbeitest du gerade?
Ich verzweifle aktuell an meinem Debütroman und bin guter Hoffnung ihn noch dieses Jahr verbrennen zu dürfen. 😆

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Niemals aufhören sich zu begeistern, Probleme nicht wegschieben, sondern konzentriert angehen. Neue Wege ausprobieren, auch die Sackgasse aushalten und niemals nie, nur versuchen etwas darzustellen, was man nicht ist. Mir sind leider nicht wenige Kollegen/innen bekannt, die im Szene Café mit Schal und E-Zigarette ihre Schriftstelleroptik feiern und wirklich glauben, dass diese Fassade zu einem kreativen Künstlerleben dazugehört.
Für mich persönlich bedeutet es, meine Ängste, Sehnsüchte, dem Wahnsinn in meinem Kopf, eine Form zu geben. Manchmal kommt dabei eine Geschichte heraus, manchmal ein Song, oder eine Zeichnung. Kreativ zu sein, ist die Bereitschaft sich auseinanderzusetzen. Lösungen zu finden. Es geht immer um Leidenschaft.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Sportler sprechen von der “Zone”, improvisierende Musiker von der “pocket” und bei Läufern heißt es “Runner´s High”. Bei mir ist es der “Tunnel”. Ich befinde mich dann in einem Zustand höchster Konzentration, wo jede Handlung blitzschnell in die nächste fließt. Im Grunde der beste Bewusstseinszustand, um zu arbeiten.
Damit das funktioniert, muss ich mir Zeit nehmen und für ausreichend Ruhe sorgen. Um mich voll und ganz auf meine Aufgabe fokussieren zu können, bedarf es ein stumm geschaltetes Smartphone und das Internet darf mich auch nicht ablenken. Musikberieselung ist ebenfalls tödlich für mich. Alles, was mich irgendwie ablenken könnte, räume ich aus dem Weg.
Wichtig ist auch eine genaue Zielsetzung. Ich muss wissen, was ich tun will und warum? Außerdem hilft immer auch eine Portion Druck, um in den “Flow” zu kommen. Wenn ich unter Druck gerate, benötige ich keine Extraportion Konzentration, sie ist einfach da. Daher sind Deadlines durchaus hilfreich.
Am wichtigsten ist jedoch, dass ich emotional beteiligt bin. Wenn mir etwas besonders wichtig ist, ich mit Leidenschaft an etwas arbeite, gelingt es mir deutlich müheloser in den “Tunnel” fliegen.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… habe ich mehr Ablenkung als mir manchmal lieb ist. Ich bin Gamer und kann stundenlang in Rollenspielwelten abtauchen. Zurzeit bin ich ein großmäuliger Zauberer in “The Elder Scrolls Online”. Ansonsten suchte ich mich durch allerhand Serien und natürlich stalke ich euch alle auf Twitter. 😇

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Nichts. Ich habe kein “Wort”, das ich verkünden möchte. Ich tue, was ich tue, weil ich es muss. Weil es keine Alternative gibt und es mir das Gefühl von Freiheit schenkt.
Ich bin Geschichtenerzähler. Dabei geht es mir vor allem um Sprache und Stil. Kriminalgeschichten gibt es wie Sand am Strand, aber wie meine liest sich keine, denn die Kunst ist es, eine Story gut zu erzählen. Gelingt mir auch nicht immer aber meine Werke musst du auch nicht zwischen Dürrenmatt und Auster stellen, sondern schön im Bad, zwischen Deoroller und Klopapier. Da passe ich wunderbar hin. Dein Nachtschränkchen wäre auch ganz nett.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Lass Twitter, wo es ist, vergiss Facebook und Instagram, klemm dir YouTube Videos und du musst auch nicht alle fünf Minuten deine Mails checken. Gönn dir Langeweile! Weil ungerichtetes Denken, eine wichtige Quelle der Inspiration und Kreativität ist. Wann immer du dich mit etwas beschäftigst, hat dein Geist etwas zu tun, selbst wenn es nur Blödsinn ist. Dein Gehirn hat somit keine Zeit im Unbewußten neue Verbindungen zu knüpfen, daher war es das dann auch mit tollen Ideen und visionären Geistesblitzen. Ruhe dich aus, mach dich leer und du wirst für Kreatives offen sein. Entspanne dich beim Warten an der Supermarktkasse, lasse deine Gedanken umherwandern. Ich kenne keine unkreativen Menschen.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft, das Vergangene ist eh gelaufen.
Erkenntnis oder Mysterium? – Das Mysterium, denn “die Wahrheit ist irgendwo da draußen.”
Stille oder Trubel? – Ich liebe die Stille.
Morgen oder Abend? – Zum Abend werde ich erst richtig munter.
Utopie oder Dystopie? – Die Utopie. Weil ich nie aufhören möchte zu träumen.
Zeit oder Geld? – Die wichtigste Ressource in meinem Leben ist Zeit.
Chaos oder Ordnung? – Ich schaffe es immer noch, meine Socken zwei Meter neben den Wäscheeimer zu pfeffern. Von daher: “Chaos regiert”.
Routine oder Abenteuer? – Seit ich mir im Verfassen von Texten eine gewisse Routine angeeignet habe, gehen die Abenteuer deutlich flüssiger von der Hand.
Luxus oder Minimalismus? – „Reduce to the Max.”
Fiktion oder Realität? – Was wäre die Welt ohne schöne Geschichten.

Hier findet ihr Tom:

Seit meine Webseite von einem Spaßvogel gehackt wurde, habe ich den Webauftritt gelöscht und du landest unter www.tomdiander.com auf meinen Medium Blog. Dort findest du Kurzgeschichten und einige Artikel von mir. Spätestens, wenn mein Roman veröffentlicht ist, wird eine neue Webseite unter gleicher Adresse an den Start gehen.

Auf Facebook wirst du mich nicht finden, weil ich keine Freunde habe, aber auf Twitter bin ich zu Hause. https://twitter.com/TomDiander

Mittlerweile bin ich in der Suchmaschine deines Vertrauens ganz gut zu finden. Einfach “Tom Diander” eingeben und du wirst es bereuen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
Lieben Gruß
Tom

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Tom! 🙂

~~~
*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

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