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Create & Inspire: Stefan Barth

Create & Inspire: Stefan Barth

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Stefan Barth, Drehbuchautor & Autor

Kurzvita:
Im Ruhrpott geboren, Film/Fernsehen studiert, mit Glück und Naivität hauptberuflicher Drehbuchautor geworden. Geschichten, echt oder fiktional, sind das Leben.

Stefan BarthBeschreibe dich in drei Worten.
Autor, Kumpel, Vater.

Woran arbeitest du gerade?
Kurzgeschichten-Sammlung, vierter Roman, diverse Drehbücher

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Sich vom Leben und der Kreativität anderer zu eigener Kreativität inspirieren zu lassen und im besten Falle davon leben zu können.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Diesen Flow habe ich öfter und nenne ihn selbst „in the zone“. Passiert mir meistens beim Schreiben, wenn ich die schmerzvolle Plotarbeit überwunden habe und die Figuren und Geschichte sich auf einmal wie von selbst schreiben. Ich glaube, dass ich diesen Zustand erreiche, wenn ich die Blockaden der Geschichte und meinen eigenen inneren Schweinehund überwunden habe.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… dann füttere ich meine eigene Kreativität mit der kreativen Arbeit anderer, seien es Bücher, Filme, Serien, Comics, Fotos, Gemälde oder was auch immer. Und mit dem was um mich herum geschieht: dem Alltag und den Menschen, die ihn bevölkern.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Ich glaube nicht, dass ich etwas ausdrücken will, zumindest nicht bewusst. Ich will nur Geschichten erzählen, die mir Spaß machen und etwas bedeuten, in der Hoffnung, dass sie den Lesern/Zuschauern auch Spaß machen oder etwas bedeuten.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Mein erster Rat wäre es, diesen beschissenen Satz nie wieder in den Mund zu nehmen. Dann zu forschen, welche kreative Arbeit anderer einen anspricht und versuchen sie selbst in Angriff zu nehmen. Und mit der Gewissheit zu leben, dass man zunächst mal scheitern wird. Dann, um mal Rocky zu zitieren, steht man wieder auf und macht weiter. Entweder das oder man gibt auf, was auch keine Schande ist.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Vergangenheit.
Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium
Stille oder Trubel? – Stille
Morgen oder Abend? – beides
Utopie oder Dystopie? – Dystopie
Zeit oder Geld? – Zeit
Chaos oder Ordnung? – beides
Routine oder Abenteuer? – beides
Luxus oder Minimalismus? – Minimalismus
Fiktion oder Realität? – fiktionale Realität

Hier findet ihr Stefan:

Website: http://stefan-barth.works
Twitter: @Braetzman

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Stefan! 🙂

~~~
*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

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Verfasst von - Oktober 28, 2017 in Create & Inspire

 

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