RSS

Schlagwort-Archive: new york

Let’s get 2017 started!

Hallo ihr Lieben,

der letzte Beitrag ist nun schon wieder über zwei Monate her und das neue Jahr auch bereits eine Woche alt.Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit und seid gut nach 2017 gerutscht.

Für einen Jahresrückblick und Neujahrvorsätze ist es fast schon ein wenig spät, dennoch möchte ich ein den ersten Blogpost in diesem Jahr nicht ohne ein paar Worte dazu beginnen.

Rückblick

brooklyn-bridge2016 war ein ereignisreiches Jahr. Es hatte für mich leider denkbar schlecht mit dem plötzlichen Tod eines geliebten Menschen begonnen, was mich erst einmal ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, habe ich mich in die Arbeit gestürzt und konnte Ende Juli meinen Erstling Ersticktes Matt nach fünf arbeitsreichen Jahren veröffentlichen. Der Titel war am Veröffentlichungstag auf Platz 5 der deutschen Twittertrends und ein Amazon-Bestseller in der Kategorie Steampunk. Mittlerweile hat das Buch 30 sehr gute Rezensionen. Allen meinen Followern möchte ich an dieser Stelle noch einmal danken! Ihr habt meine erste Veröffentlichung zu einer wahren Party und damit für mich unvergesslich gemacht! DANKE!

Viel gereist bin ich auch, war in Andalusien, Irland und in New York und durfte von diesen Reisen reichlich Inspiration mitbringen. Ein weiteres Highlight war natürlich die Frankfurter Buchmesse im Oktober, auf der ich viele wunderbare Menschen wieder oder zum ersten Mal treffen durfte.

nanowrimo_2016_webbadge_winnerIm November habe ich wie üblich am NaNoWriMo teilgenommen und die 50.000 Wörter auch dieses Jahr knapp geschafft. Mein Roman „Krähenherz“, ein Prequel zu „Ersticktes Matt“ aus der Perspektive von Detective Madeline Vezér, wird 2017 erscheinen. Es macht viel Spaß diese Story zu schreiben. Vor allem die erste Begegnung zwischen Madeline und Lafayette war höchst amüsant. Ich hoffe, dass ihr beim Lesen genauso viel Freude haben werdet, wie ich beim Schreiben. Wenn ihr Lust habt, euch einen ersten Eindruck von der Story zu verschaffen, dann seid ihr herzlich eingeladen, euch meine Inspirationspinnwand auf Pinterest anzuschauen. Der erste Satz von „Krähenherz“ lautet übrigens:

Der Leichnam trieb bäuchlings im Wasser.

Und was bringt 2017?

Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, mein Leben neu zu organisieren. Ich muss definitiv lernen, mehr für mich zu tun und mich zu entspannen. Ich habe mich endlich wieder im Fitnessstudio angemeldet (Ich schreibe den Beitrag gerade übrigens mit dem einzigen Körperteil, die nicht schmerzen: meinen Fingern) und bin hochmotiviert den Sport und Entspannung fest in meinen Alltag zu integrieren und generell achtsamer zu leben. Dafür habe ich mir extra einen besonderen Kalender bestellt, den Ein guter Plan. Ich bin gespannt, wie es mir gelingt, meine Ziele für dieses Jahr umzusetzen.

Ein letzter Vorsatz noch: Ich möchte wieder mehr lesen. Beruflich mache ich das zwar jeden Tag über mehrere Stunden, aber privat und zu Unterhaltungszwecken bin ich im letzten Jahr kaum dazu gekommen, habe gerademal 17 Bücher gelesen, was für meine Verhältnisse wirklich wenig ist (mein sonstiger Jahresdurchschnitt lag bei 60).

Auch wenn sich das jetzt irgendwie viel anhört, lässt es sich eigentlich auf einen einzigen Vorsatz runterbrechen: Mehr von dem machen, was mir Spaß macht und mir guttut. Das ist es letzten Endes.

Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit euch!
Alles Liebe
eure Nina

 
2 Kommentare

Verfasst von - Januar 7, 2017 in Persönliches

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

Meine TOP 10 in New York City

Meine TOP 10 in New York City

In New York fühlt man sich geradezu erschlagen von Angeboten. Wenn man nur ein paar Tage in der Stadt ist, hat man keine Zeit, all das zu machen, was man machen möchte, all das zu sehen, was man sehen möchte.

Daher zeige ich euch heute meine TOP 10 der Dinge, die ich in Manhattan (immer wieder) gerne mache:

  1. Fahrt mit der Fähre nach Staten Island
    Vom Staten Island Ferry Terminal im Süden von Manhattan aus kann man die Fähre nach Staten Island nehmen. Die Fahrt dauert etwa 15 – 20 Minuten, führt (relativ nah) an der Freiheitsstatue vorbei und ermöglicht einen tollen Blick auf die New Yorker Skyline.
    Staten Island selbst kann man sich schenken, es sei denn man hat etwas übrig für amerikanische Vorstädte. Wir nehmen meist eine Fähre in den späten Nachmittagsstunden hin und sofort wieder zurück, weil dann das Licht für Fotos am schönsten ist. Nehmt euch jedoch eine Jacke mit, der Wind in der Upper Bay ist nicht zu unterschätzen.
    Und das Beste: Die Fahrt ist gratis.


  2. Ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge
    Das ist nun wirklich kein Geheimtipp mehr. Dennoch sollte man sich diese Aktivität nicht entgehen lassen und die 1,8km komplett gehen, da es in Richtung Brooklyn immer leerer wird (und nicht am Wochenende über die Brücke latschen, da ist es megavoll). Nimmt man die Fußgänger-Treppe auf Brooklyner Seite (ein wenig versteckt führt sie linkerhand in einen Tunnel), gelangt man recht flott zum Brooklyn Bridge Park mit tollem Blick auf die Manhattaner Skyline. Außerdem lässt sich auf dem Weg in der Washington Street noch ein tolles Foto der Manhattan Bridge machen (wer genau hinschaut, kann zwischen den Pfeilern das Empire State Building entdecken).


  3. Washington Square & Fifth Avenue
    Am Washington Square kann man sich stundenlang aufhalten und den Künstlern und Musikern (meistens Schlagzeuger) bei ihrem Treiben zusehen und -hören. Der Brunnen sorgt für Abkühlung an heißen Sommertagen und die zahlreichen Leute zu beobachten, die sich dort tummeln, ist ein Highlight in New York City.
    Hat man dann lange genug gesessen, empfiehlt sich ein Spaziergang die Fifth Avenue hinauf, die am Flatiron Building, Empire State Building und an der New York Public Library mit dem Bryant Park vorbeiführt.


  4. Bryant Park und New York Public Libary
    Einer meiner Lieblinsplätze in Manhattan. Umgeben von zahlreichen Hochhäusern findet man im Bryant Park immer ein nettes schattiges oder sonniges Plätzchen. Es gibt Tische und Stühle, einen Reading Room mit Sonnenschirmen und Lesestoff und ein Café, das zum Verweilen einlädt. Direkt am Park gelegen, befindet sich auch das Stephen A. Schwarzman Building der New York Public Library. Allein das Gebäude ist mit seinen Säulen und den beiden steinernen Löwen, Leo Astor und Leo Lenox, einen Besuch wert. Innen finden Bücherliebhaber einen wunderbaren kleinen Shop mit allerlei bibliophilen Schätzen. Außerdem können dort die originalen Stofftiere von A.A. Milnes „Winnieh the Pooh“ besucht werden.


  5. Bethesda Fountain & Terrace
    Die Bethesda Terrace mit dem berühmten Brunnen und dem Engel über den Gewässern ist ein schöner Ort zum Verweilen. Hat man nach einigen Tagen genug von all dem Stahl, Glas und Beton, bietet sich ein Besuch im Central Park, der grünen Lunge der Stadt, geradezu an. Ganz in der Nähe der Terrasse befindet sich auch die berühmte Bow Bridge.


  6. Mit dem Aerial Tramway nach Roosevelt Island
    Mit der Metro Card, auf die man bei den New Yorker Entfernungen ja sowieso angewiesen ist, kann man die Seilbahn über den East River gratis nutzen. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten, zeigt einem aber tolle Einblicke in NYCs Straßenschluchten und macht Spaß! Auf Roosevelt Island gibt es bisher nicht viel zu sehen, da ein Großteil aktuell noch eine riesige Baustelle ist. Es gibt an der  Südspitze jedoch den neu angelegten Four Freedoms Park (sehr betonlastig) und die Ruinen eines alten Krankenhauses (abgesperrt). Dennoch lohnt sich ein Spaziergang nach Süden. Wann sonst steht man schon mal mitten im East River?


  7. Über den Dächern von NYC
    Nicht ganz günstig (zurzeit etwa $32/Person), doch es lohnt sich trotzdem: Wer New York von oben betrachten möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Die beiden bekanntesten sind wohl das Observation Deck auf dem Empire State Building und das Top of the Rocks des Rockefeller Centers. Ich habe beide besucht und rate euch: Wenn ihr euch für eines der beiden entscheiden müsst/wollt, dann nehmt das Rockefeller Center. Von hier aus kann man zwar das Flatiron Building nicht sehen (sieht zwischen den ganzen Hochhäusern recht schnuckelig aus) und das Chrysler Building wird leider teilweise von dem recht hässlichen Met Life Building verdeckt, dafür liegt direkt gegenüber das Empire State Building (das man verständlicherweise nicht sehen kann, wenn man oben drauf steht) und man kann den ganzen Central Park überblicken.
    Die beste Zeit, hinaufzufahren, ist bei beiden Gebäuden etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang. So hat man die Möglichkeit, NYC bei Tageslicht, in der Dämmerung und bei Nacht aufzunehmen. Beim Top of the Rocks muss man jedoch – anders als beim Empire State Building – eine Zeit auswählen, zu der man hinauffahren möchte. Es empfiehlt sich also, entweder zuvor online zu buchen oder sich das Ticket am Schalter bereits einige Stunden vorher zu holen, sonst wird es mit dem Ticketkontigent knapp.
    Und auch hier gilt: unbedingt warm anziehen bzw. warme Sachen mitnehmen. Egal, wie warm es unten in der City ist: 260 Meter über dem Boden pfeift ein frisches Windchen und die Luft ist gleich einige Grad kühler.


  8. Fulton Market & der South Street Seaport
    Eine nette Gegend mit zahlreichen Cafés und Restaurants, Kopfsteinpflaster und Lagerhäusern. Kein Zweifel, das man sich hier in Wassernähe befindet. Das berühmte Pier 17 ist aktuell eine einzige Baustelle, Pier 16 bietet aber auch einen hübschen Blick auf die Stadt, v.a. wenn dort ein Segelschiff vor Anker liegt.


  9. Trinity Church
    Zwischen den um sie herum aufragenden Hochhäusern wirkt der Kirchturm geradezu winzig – ungeachtet der Tatsache, dass das 1846 errichtete Gebäude einmal das höchste der Stadt war.
    Besonders der Friedhof ist einen Besuch wert. Dort finden sich Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert, häufig mit Angaben zu den Verstorbenen, die über Geburtsdatum und Todestag hinausgehen. Wer sich für Geschichte allgemein und die New Yorker Historie im Besonderen begeistert, ist hier definitiv an der richtigen Stelle.


  10. Strolling around
    Das Beste, was man in New York tun kann: sich einfach auch mal treiben lassen,  ohne bestimmtes Ziel durch die Straßen schlendern und nicht eine Sehenswürdigkeit nach der anderen per Subway abklappern. Egal, ob in Chinatown, Little Italy, The Village,  eine der großen Avenuen oder der kleineren Seitenstraßen: Hier gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken und man bekommt ein viel besseres Gefühl für die besondere Atmosphäre dieser Stadt.

Wichtig: Bequeme Kleidung und v.a. bequeme Schuhe. 10 – 20km Laufstrecke pro Tag sind keine Seltenheit, wenn man nicht alles mit der U-Bahn machen möchte. Und selbst dann legt man noch eine ordentliche Strecke zurück.

Was sagt ihr? Wart ihr schon einmal in New York? Wollt ihr unbedingt einmal hin? Und was sind eure Must-Sees in der Stadt, die niemals schläft?

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - Oktober 6, 2016 in Persönliches

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

New York – again.

New York – again.

Hallo ihr Lieben,

und schon wieder ist ein Monat vergangen, seit ich meinen letzten Blogpost veröffentlicht habe. Das hat jedoch einen Grund: Ich hatte in den letzten Wochen im Lektorat sehr viel zu tun und musste mich gleichzeitig auf eine Reise vorbereiten – eine Reise in meine Lieblingsstadt New York, sozusagen als Belohnung für die Veröffentlichung meines Romans und natürlich zur Recherche für den zweiten Teil.

Nun sitze ich mit einer Dose Bier irgendwo in Brooklyn auf meinem Bett und tippe diesen Beitrag. Seit etwas mehr als 36 Stunden bin ich zurück in der Metropole und es ist unglaublich, was diese Stadt mit mir macht.

Ich bin gestern mit einem dämlichen Dauergrinsen durch die Straßen gelaufen, die Leute müssen mich für verrückt gehalten haben – oder sie dachten, ich wäre auf einem Drogentrip. Vor genau zwei Jahren habe ich hier einen Monat verbracht und aktuell fühle ich mich, als wäre ich in meine eigene Vergangenheit gereist. Kennt ihr das, wenn ihr einen Ort besucht, an dem ihr schon einmal wart und ihr euch plötzlich wieder genauso fühlt wie damals?

Meine Begeisterung für diese Stadt hat nicht im Geringsten nachgelassen – im Gegenteil. Es ist seltsam: Ich hasse Menschenmengen, Hupkonzerte, Traffic, Sirenen, Gespräche mit Fremden – ganz besonders Gespräche mit Fremden! Aber hier in New York liebe ich all das. Eine U-Bahn-Fahrt wird hier zur ethnologischen Feldstudie, weil so viele unterschiedliche Nationen zusammenkommen und friedlich(!) koexistieren. Und am Washington Square sitzt man plötzlich neben einem Zeichner, der an Filmen wie „Epic – Verborgenes Königreich“ oder „The Peanuts Movie“ mitgewirkt hat und einem Tipps zu Steampunkspots in der Stadt gibt.

Auch wenn ich mir nicht vorstellen könnte, hierherzuziehen, ist New York meine Stadt. Ich liebe es, durch die Straßen zu streifen, die Leute zu beobachten, mich von den vielen Eindrücken inspirieren zu lassen. Es klingt seltsam und ich weiß nicht, wieso oder warum oder wie, aber New York macht aus mir einen besseren, glücklicheren Menschen. Vielleicht, weil ich mich meiner Story hier näher fühle. Oder – wer weiß – vielleicht war ich in einem früheren Leben ein zufriedener New Yorker Bürger 😉

So oder so werde euch in den kommenden Tagen mit ein paar Berichten und Fotos aus der Stadt und möglicherweise auch mit einigen Infos zum zweiten Teil der Floodlands-Reihe versorgen.

CU soon, guys! 🙂

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - September 16, 2016 in Floodlands, Schreiben

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

„Ersticktes Matt“ ist da!

cover_finalmitRahmen

eBook 3,99€

Hallo ihr Lieben,

ich kann es selbst noch nicht so recht fassen: Nun ist Ersticktes Matt veröffentlicht, der Moment auf den ich fünf Jahre hingearbeitet habe! Ich bin wahnsinnig stolz, euch meinen Erstling endlich präsentieren zu dürfen. Die Geschichte liegt mir sehr am Herzen, die Figuren, das Setting … Umso aufregender ist es jetzt für mich, sie frei- und an euch weiterzugeben.

Ich freue mich über jede Art der Rückmeldung, sei es als Mail, Kommentar oder Rezension und ich hoffe, dass ich euch mit der Geschichte ein paar unterhaltsame Stunden schenken kann.

Und solltet ihr in die Floodlands abtauchen, grüßt mir Remy, Madeline, Fox und all die anderen! 🙂

 

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Back in Good Old Germany

New York SpruchDeutschland hat mich wieder. Unglaublich, aber wahr: So schnell sind vier Wochen vergangen.

Der Abschied von New York, von Manhattan im Speziellen, fiel mir sehr schwer. Die Stadt hat sich in unseren letzten Stunden aber auch von ihrer besten Seite gezeigt. Am Samstagabend haben wir noch einmal die Staten Island Fähre genommen und hatten einen wunderbaren Blick auf die beleuchtete Skyline. Das in diesem Jahr fertiggestellte One World Trade Centre macht schon was her. Auch das 9/11 Memorial haben wir bei Nacht besucht, dann sind die Bassins und Wasserfälle beleuchtet und bieten noch einmal eine wunderbare Atmosphäre, die ganz anders ist als tagsüber.

Unsere letzten Stunden am Sonntagnachmittag verbrachten wir auf der Bethesda Terrace im Central Park, wo wir uns an den warmen Herbstsonnenstrahlen erfreuten. Auf einen goldenen Oktober dürfen wir uns hier ja leider nicht freuen.

Nun also wieder daheim. Auch schön. Ganz anders als in den Straßen von Manhattan natürlich. Nach einem Monat hatte ich mich sehr an den dortigen Lebensstil gewöhnt. Da wir nicht im Hotel, sondern in einem Apartment in Harlem an der Upper West Side wohnten, hatten wir viel Kontakt zu Einheimischen und Zugezogenen. Wie Touristen fühlten wir uns nachher nicht mehr.

Auch wenn ich so sehr von New York schwärme – die Stadt hat nicht nur gute Seiten. Sie verlangt einem sehr viel ab. Ohne den Central Park, das grüne Herz der Stadt, würden viele Menschen dort vermutlich durchdrehen. Ich habe erst gemerkt, wie viel Energie mir die Natur (auch die von Menschenhand angelegte) gibt, als ich nach mehreren Tagen in den Straßenschluchten aus Beton Glas und Zement zum Innehalten in den Park ging und mich für eine Stunde dort niederließ. Erst, wenn es still wird, bemerkt man die Lautstärke der Stadt. Verkehrslärm, Polizei- und Feuerwehrsirenen, Menschen, Menschen, Menschen. Die Stadt ist laut, voll und schnell. Manchmal ist es schwer, da mitzuhalten.

Was mich überrascht hat, war, wie sicher ich mich die ganze Zeit über gefühlt habe. Auch, wenn ich abends im Dunkeln allein in Harlem oder mit der U-Bahn unterwegs war, habe ich mich nicht anders gefühlt als im beschaulichen Münster. In den letzten Jahrzehnten wurde in New York ordentlich aufgeräumt, einschlägige Ecken sollte man nach Anbruch der Nacht natürlich dennoch meiden. Leider mussten wir auch die diese Schattenseiten erfahren. In der Nacht zum 21. September wurde, nur wenige Schritte von unserer Haustür entfernt, ein junger Mann erschossen. Ich frage mich noch immer, wieso ich davon nichts mitbekommen habe – allein die Sirenen von Polizei und Krankenwagen hätten mich wecken müssen – von den Schüssen ganz zu schweigen. Auf dem Weg zur U-Bahn kamen wir jeden Tag am Tatort vorbei, wo die Angehörigen Kerzen aufgestellt hatten. Unsicherer habe ich mich durch dieses Ereignis nicht gefühlt, lediglich betroffen. Es ist schon eine andere Nummer, wenn es vor der eigenen Haustür passiert, als wenn man darüber schreibt oder liest …

Nun also wieder zurück im beschaulichen Münster in Good Old Germany. Wenn ich von einer Reise zurückkomme, habe ich immer das Gefühl, gar nicht weg gewesen zu sein. Alle rückt in so weite Ferne, was schade ist, dann ich würde dieses Reisefeeling gerne noch ein wenig im Alltag spüren. Ich habe aber viele schöne Andenken mitgenommen, u. a. drei Bücher, die mich an die tolle Zeit erinnern werden:

Zu den letzten beiden wird es natürlich auch jeweils eine Rezension geben, sobald ich sie durchgearbeitet habe. Beim Herumschmökern erschienen sie mir jedoch sehr vielversprechend.

Langeweile kommt auch hier nicht auf, ich habe noch viel am Roman herumzudoktern. Ich habe jedoch das Gefühl, allein durch den Aufenthalt in New York habe ich einen klareren Blick auf die Geschichte bekommen. Es ist toll, sich vorzustellen, dass man seinen Figuren sozusagen auf der Straße begegnen könnte oder sich auszumalen, wo ihre täglichen Wege lang laufen und diese selbst zu gehen, auf ihren Spuren sozusagen.

Nun begebe ich mich also wieder auf die Spuren meiner Geschichte, nicht mehr vor Ort, sondern vom heimischen Schreibtisch aus. Aber das ist ja auch nicht das Schlechteste.

Ab sofort werde ich auch wieder regelmäßiger bloggen, denn es hat sich einiges angestaut, über das ich schreiben möchte. Jetzt müssten meine Tage nur ca. 48 Stunden haben, dann würde ich auch all das schaffen, was ich mir vornehme 😉

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 
6 Kommentare

Verfasst von - Oktober 6, 2014 in Autorenleben

 

Schlagwörter: , , , , ,

Hallo aus NYC!

Hallo aus NYC!

Hallo ihr Lieben,

nun komme ich endlich dazu, mal ein paar Zeilen im Blog zu schreiben – New York vereinnahmt mich völlig. Eine Wahnsinnsstadt, die ihresgleichen sucht. Zum zweiten Mal bin ich hier und wieder zieht sie mich in ihren Bann. Ich kenne keine zweite wie sie – und habe ja doch schon einiges gesehen.

Auch wenn ich hier nicht leben möchte, so ertappe ich mich dann und wann doch bei dem neidvollen Blick auf die Einwohner, denen die Stadt so viel bietet. Besonders toll sind die Angebote der New York Public Library, deren Mitglied ich nun auch bin. Kostenlose Kurse, Lesungen, ein Fundus an unendlichen Büchern, geniales Recherchematerial – ich könnte mich ewig im und um das Gebäude herum aufhalten. Der Bryant Park direkt hinter der Bibliothek bietet einen kostenlosen Reading Room an, in dem es Gäste sich mit ausliegenden Büchern und Tageszeitungen bequem machen können. Zwischen 5th und 6th Avenue gelegen, wird der Park zu einer Oase der Ruhe und dennoch nicht langweilig, den was zu sehen gibt es immer. Definitiv einer meiner Lieblingsorte in der Stadt. Dort finden seit Neuestem auch Free Writing Classes statt, ein sogenanntes „Write In“ des Gotham Writer’s Workshop. Zahlreiche Autoren hatten sich dort versammelt, um gemeinsam zu verschiedenen Themen zu schreiben. Immer zwischen fünf und fünfzehn Minuten, anschließend wurden die Texte diskutiert und vorgelesen. Eine tolle Atmosphäre, die sich durch das Foto kaum übertragen lässt.

WriteInBryantPark.jpg

Write In im Bryant Park

Ein Paradies für Autoren ist auch die Schreibratgeberabteilung in einer der großen Buchhandlungen von Barnes & Noble. Während man sich in unseren deutschen Buchhandlungen über ein halbes Regalbrett freuen darf, finden sich dort zwei volle Regale. Ich habe gestern den halben Nachmittag davor verbracht und konnte mich nur schweren Herzens für eines der Bücher entscheiden – am liebsten hätte ich mitgenommen, so viel ich tragen kann. Aber da machen sowohl mein Geldbeutel als auch die Fluggesellschaft nicht mit. 😉

Bryant Park mit Einkauf von Barnes & Noble

Im Bryant Park mit Einkauf von Barnes & Noble

Neben der Recherche steht natürlich auch Sightseeing auf dem Plan. Die Bethesda Terrace im Central Park ist wundervoll oder die Statue von Alice im Wunderland. Ein Highlight ist natürlich die Freiheitsstatue, die man sich am besten von der Staten Island Ferry aus ansieht. Auch der Blick vom Top of the Rocks beim Rockefeller Centre lohnt sich bei Sonnenuntergang ungemein (auch wenn es dort recht windig ist – und ziemlich hoch!).

Bethesda Fountain im Central Park

Bethesda Fountain im Central Park

Alice im Wunderland

Alice im Wunderland

Blick vom Top of the Rocks nach Süden

Blick vom Top of the Rocks nach Süden

Für die Arbeit am Roman ist der Aufenthalt hier das Beste, was ich machen kann. So viele Eindrücke, die alle fünf Sinne einnehmen, und so viele Recherchequellen habe ich zu Hause nicht. Ich überarbeite und schreibe um, was das Zeug hält – damit ihr das bestmögliche Buch lesen könnt, das ich zu schreiben imstande bin.

Abendliche Textkorrekturen

Abendliche Textkorrekturen

Doch natürlich ist auch hier nicht alles rosig. In der Rushhour versuche ich U-Bahn-Fahrten möglichst zu vermeiden – mir ist es dann viel zu voll. Heute hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass die Stadt mich überfordert, und ich bin froh, nun im stillen Apartment vor dem Notebook zu sitzen und meine Ruhe zu haben. Ich weiß aber, dass ich mich morgen wieder ins Getümmel stürze und meinen Spaß daran haben werde. New York ist und bleibt eben doch meine Stadt der Städte.

BrooklynBridge.jpg

Brooklyn Bridge

 
3 Kommentare

Verfasst von - September 20, 2014 in Autorenleben

 

Schlagwörter: , , , , ,

Nina C. Hasse: Der Traum vom Fliegen

© Matthew Benoit - Fotolia.com

© Matthew Benoit – Fotolia.com

♥ Der Traum vom Fliegen ♥

Inhalt

Eigentlich wollen Remy Lafayette und Detective Madeline Vezér einen vergnüglichen Nachmittag in Barry Bartleby’s Kabinett der Wunderlichkeiten und Kuriositäten erleben, doch dann geschieht ein Unglück: Eine Artistin stürzt während ihres Auftritts ab und stirbt. Ein Unfall – oder nicht?
Bei ihren Ermittlungen in der Zirkustruppe stoßen die beiden auf zahlreiche Ungereimtheiten und einen Gegner, der ihre Nachforschungen mit allen Mitteln verhindern will …

Die Autorin

Nina C. Hasse wurde 1986 in Paderborn geboren. Sie studierte Germanistik und Religionswissenschaft sowie Belletristik und Kinder- und Jugendliteratur. Neben dem Schreiben entdeckte sie ihre Leidenschaft für Historie und alternative Geschichtsschreibung schon früh und schlussendlich verlor sie ihr Herz an die Steampunkbewegung. Fast ebenso sehr mag sie Katzen, Doctor Who, Chips und Schokolade. Wenn sie nicht gerade auf Reisen ist, lebt und schreibt sie in Münster.

Hier geht’s zur Leseprobe!

Diese Kurzgeschichte findet ihr in der Anthologie Das Tattoo, die am 13. Februar 2014 erschienen ist.

 

Schlagwörter: , , , , , , ,