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Neuigkeiten aus Nuun: Autor Benjamin Spang stellt seinen Roman „Blut gegen Blut“ und seine Crowdfundingkampagne vor!

Neuigkeiten aus Nuun: Autor Benjamin Spang stellt seinen Roman „Blut gegen Blut“ und seine Crowdfundingkampagne vor!

Heute habe ich die große Ehre, den saarländischen Autor Benjamin Spang vorzustellen. Wer mein Blog schon länger liest, dem dürfte dieser Name bekannt vorkommen, denn im Rahmen meiner Blogreihe „Faszination Dampfkraft“ durfte ich bereits zwei Beiträge veröffentlichen, einmal einen Gastbeitrag von Benjamin und eine Rezension zu seinem Buch Kurzgeschichten aus Nuun.

Mittlerweile gibt es Neuigkeiten aus Nuun, denn Benjamins Roman Blut gegen Blut ist fertig. Fertig? Naja, fast, denn zur Fertigstellung braucht der verlagsunabhängige Autor Unterstützung. Deshalb hat er eine Crowdfundin-Kampagne ins Leben gerufen, um seinen Roman lektorieren und korrigieren zu lassen und in ein ansprechendes Gewand kleiden zu können. Doch genug der Vorrede, lassen wir Benjamin doch am besten selbst zu Wort kommen:

Verlagsunabhängiger Autor aus dem Saarland: Benjamin Spang (c) Foto: Mark Lissmann

Verlagsunabhängiger Autor aus dem Saarland: Benjamin Spang
(c) Foto: Mark Lissmann

Lieber Benjamin, herzlich willkommen auf meinem Blog! Du bist Autor und Erfinder des Doppelmond-Universums. Würdest du dich und deine Arbeit kurz vorstellen?

Ich bin verlagsunabhängiger Autor, wohne im Saarland und habe schon im Jahre 2005 damit begonnen, ein eigenes Fantasyuniversum zu erschaffen. Eigentlich war es für ein Computerspielprojekt gedacht, das aber leider nicht umgesetzt wurde. Meine Arbeit wollte ich nicht in der Schublade einstauben lassen, und so habe ich begonnen, mit der Welt und den Charakteren Kurzgeschichten zu schreiben.

In meiner Fantasywelt scheint keine Sonne, stattdessen gibt es zwei Monde am Himmel. Drei Völker sind im Krieg: Vampire, Werwölfe und Menschen. Jede Partei hat ihre eigene Lebensweise, eine eigene Kultur und eigene Armeen. In meinen Kurzgeschichten stehen meistens ein oder auch mehrere Charaktere im Vordergrund, deren Schicksal ich erzähle. Über die großen Schlachten habe ich bisher nicht berichtet, das werde ich aber nachholen, sobald die Zeit reif dafür ist.

Du schreibst häufig aus einer weiblichen Perspektive, was für einen Mann ja eher ungewöhnlich ist. Wie bist du darauf gekommen, dich eher weiblichen Protagonisten zuzuwenden?

Ich glaube, das kommt von der Wurzel, aus der meine Doppelmond-Welt entsprungen ist: Der erste Underworld Film. Kate Beckinsale als Vampirin Selene. Der Film hat mich damals so beeindruckt, dass ich eine Welt mit Vampiren und Werwölfen erschaffen wollte. Vielleicht kommt es auch daher, dass ich starke, taffe Frauen einfach faszinierender finde als männliche Protagonisten. Lustigerweise habe ich nie vor einer Kurzgeschichte gesagt: „Jetzt schreibe ich eine Geschichte mit einem weiblichen Hauptcharakter!“ Es entstand immer aus dem Plot heraus, aus dem, was ich erzählen wollte. Mit der Zeit sind dann ja auch männliche Charaktere wie Krokk, Markus und Samuel dazugekommen. 🙂

"Blut gegen Blut"

„Blut gegen Blut“

Deine Leser kennen dich durch deine Doppelmond-Kurzgeschichten und dürfen sich nun auf deinen ersten Roman freuen. Inwieweit hat sich die Arbeit am Roman von der an deinen Kurzgeschichten unterschieden?

Als ich angefangen habe mit den Kurzgeschichten, konnte ich es mir gar nicht vorstellen, auch einen Roman zu schreiben. Ich wusste, dass das hart wird. Dann hat mich der Ehrgeiz gepackt, ich habe einige Bücher über das Thema gelesen und dann angefangen, den Plot auszuarbeiten.

Kurzgeschichten waren eher ein langer Sprint. Ein Roman ist dagegen ein Marathon. Zwei Jahre habe ich an „Blut gegen Blut“ gearbeitet. Du selbst musstest zwischendurch als Testleserin herhalten. Da hatte das Manuskript 60.000 Wörter. Mit dem Feedback der Testleser ging die Arbeit weiter und der Roman ist auf 100.000 Wörter angewachsen. Es hat wirklich lange gedauert, aber ich denke am Ende hat es sich gelohnt. Naja, fertig ist er noch nicht: Das Lektorat steht noch aus.

Wo findest du Material für deine Geschichten? Und wie entscheidest du, was sich eher als Kurzgeschichte und was als Roman verarbeiten lässt?

Ich habe irgendwann damit angefangen, aktiv Ideen für Doppelmond-Geschichten zu finden und diese zu notieren. Das sind immer 2 bis 3 Sätze, alle gesammelt in einem kleinen Notizbuch und dafür gedacht, als Kurzgeschichte zu erscheinen.

Wenn es um einen Roman geht, fasse ich erst den Entschluss, solch ein größeres Werk zu verfassen und mache mich dann auf die Ideensuche. Andersrum funktioniert das bei mir nicht.

Aktuell habe ich noch eine Reihe von Kurzromanen in Planung, die ebenfalls in meiner Doppelmond-Welt spielen werden. Ob es überhaupt eine Reihe wird, entscheidet aber die Menge an Stoff, die ich erst noch ausarbeiten muss.

Betreibst du viel Recherche für deine Geschichten oder überlässt du das meiste deiner Fantasie?

Recherche ist wichtig, auch in einer Fantasywelt. Zum Beispiel habe ich für den Roman viel über das Schweißen lernen müssen. Solche Dinge kann man sich als Autor nicht einfach ausdenken, das muss glaubhaft geschrieben sein.

Youtube-Videos, Wikipedia-Artikel und einige Websites habe ich dafür unter die Lupe genommen.

Da meine Protagonistin neben ihren Fähigkeiten als Schweißerin auch noch auf einem Bauernhof lebt, musste ich mir auch aneignen, was auf einem Bauernhof überhaupt passiert.

Ebenso die ernsten Themen in meinem Buch. Alkoholismus eines Familienangehörigen oder selbstverletzendes Verhalten: Mit so etwas beschäftigt man sich normalerweise ja nicht. Das Wissen musste ich mir erst aneignen.

452 Schreibstunden im Jahr 2014

452 Schreibstunden im Jahr 2014

Neben deiner schriftstellerischen Tätigkeit hast du noch einen Vollzeitjob. Wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?

Ich habe mich irgendwann einfach dazu entschieden, das alles unter einen Hut zu kriegen und dafür aufgehört, andere Dinge zu tun. Viele jammern immer, sie hätten nicht genug Zeit, sitzen dann aber z. B. Abends vor dem Fernseher und gucken Dschungelcamp.
Ich hatte irgendwann auch gar kein Interesse mehr, stundenlang vorm TV oder der XBOX zu hängen und habe damit begonnen, zu schreiben und zu planen. Ich habe aufgehört, morgens bis 7 Uhr zu schlafen und damit begonnen, schon um 5 Uhr an meinem Manuskript zu arbeiten.
Das benötigt immer wieder Disziplin und auch eine gewisse Eingewöhnungsphase.

In wenigen Worten: Worum geht es in deinem bald erscheinenden Roman?

Amalie Reichenlicht ist eine junge Frau, die in einer Werkstatt arbeitet. Sie erledigt Schweißerarbeiten, repariert Lastkraftwagen und klettert auf Zeppeline, um diese zu säubern. Eines Tages gibt es eine dramatische Veränderung ihrer Familienverhältnisse. Der verzweifelte Versuch, ihre Mutter vor einem großen Fehler zu bewahren, zwingt sie zu einer abenteuerlichen Reise, auf der sie feststellen muss, dass die dunklen Völker Jagd auf sie machen. Was wollen sie ausgerechnet von ihr? Und auch die Doppelmond-Agentin, auf deren Zeppelin sie mitreisen darf, scheint eigene Ziele zu verfolgen.

Derzeit kann man dich und dein Projekt auf der Crowdfundingplattform Startnext finden und unterstützen. Du willst dadurch u.a. ein Lektorat für deinen Roman finanzieren. Wie bist du auf die Idee gekommen, diese noch relativ neue Möglichkeit der Finanzierung zu nutzen?

Ich weiß noch, dass irgendwann Sandra Baumgärtner, eine Autorin, die gar nicht so weit weg von mir wohnt, ihr Kinderbuch „Vampi“ über Startnext finanzieren wollte. Ich habe mir das angeschaut, fand die Idee klasse und habe das Projekt auch unterstützt. Im Zuge dessen kam mir die Idee, das auch für meinen Roman zu probieren. Ich habe angefangen zu recherchieren und gesehen, wie andere Romanautoren das geschafft haben.

Im September letzten Jahres habe ich dann mit der Planung und Vorbereitung der Kampagne begonnen.

Stadtbibliothek_Saarbruecken

In der Stadtbibliothek Saarbrücken

Eine eigene Crowdfundigkampagne erfordert nicht nur viel marketingtechnisches Wissen, sondern auch eine Menge Zeit und Arbeit. Mit deiner jetzigen Erfahrung: Würdest du weitere Crowdfundingprojekte starten? Und würdest du anderen Autoren dazu raten, es ebenfalls zu versuchen?

Das kann ich pauschal so nicht sagen, da nicht jeder Autor gleich tickt. Verlagsunabhängige Autoren, sogenannte Selfpublisher, wie ich einer bin, unterscheiden sich auch sehr in der Auffassung ihrer Arbeit. Manche stecken mehr Zeit, Energie und Geld in ihre Schreibprojekte als andere. Wenn du als Autor liebst, was du tust und ein qualitativ hochwertiges Projekt verkaufen möchtest: Versuch es! Investiere die Zeit in Recherche, Planung, usw. und finde heraus, ob es dir gelingen könnte.

Würde ich weitere Crowdfunding-Projekte starten? Ja, definitiv.

Bevor ich Crowdfunding in Erwägung ziehe, würde ich jedoch prüfen, ob die Voraussetzungen dafür gut sind. Ich würde z. B. kein Crowdfunding wagen, wenn ich nicht ein gutes Netzwerk im Rücken hätte. Das ist ganz wichtig: Menschen, die dich und deine Mission unterstützen und weitertragen.

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Inhalt der „Limited Editon“, die auf startnext erworben werden kann

Letzte Frage: Was möchtest du potentiellen Unterstützern deiner Kampagne und zukünftigen Lesern mit auf den Weg geben? Warum sollten sie ausgerechnet dein Projekt unterstützen?

Ja, warum gerade mich unterstützen? Auf diese Frage bin ich vorbereitet! 🙂

Weil ich das alles schon mein halbes Leben lang mache. Das ist nicht nur so gesagt, ich bin jetzt dreißig Jahre alt und mit fünfzehn habe ich tatsächlich damit begonnen, kontinuierlich eigene Projekte auf die Welt loszulassen, sei es ein eigenes Computerspiel oder eben eigene Texte. Und ich bin immer mit dem Herzen dabei.

Jetzt versuche ich meinen Debütroman mit Hilfe dieser tollen Möglichkeit „Crowdfunding“ auf die Welt loszulassen. Die letzten zwei Jahre habe ich an dem Text gearbeitet und ihr da draußen könnt mir helfen, diese zwei Jahre zu einem Happy End zu führen!

Dafür biete ich tolle Extras wie z.B. eine Making-Of-DVD, auf der man, ähnlich wie bei Filmen, hinter die Kulissen des Romans blicken kann.

Schaut doch einfach mal vorbei, liebe Leser. Vielleicht habt auch ihr Lust, mich zu unterstützen! 🙂

bgb_titel

Vielen Dank für das Interview, lieber Benjamin, und ganz viel Erfolg bei deiner Crowdfundingkampagne!

Wenn ihr nun neugierig geworden seid, dann schaut euch Benjamins Homepage oder seinen wunderbaren Blog an, folgt ihm auf Facebook oder Twitter und unterstützt ihn auf startnext!

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Ein Kommentar

Verfasst von - März 18, 2015 in Begegnungen

 

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Rezension: Kurzgeschichten aus Nuun

 

Rezension

Benjamin Spang: Kurzgeschichten aus Nuun.

5 von 5 Sternen

ca. 84 Seiten; 1,99€

 

Eigentlich schreibe ich keine Rezensionen über die Bücher von Kollegen, doch bei diesem Kurzgeschichtenband von Benjamin Spang mache ich im Rahmen meiner Blogreihe »Faszination Dampfkraft« eine Ausnahme.

Spang hat mit seinem Doppelmond-Universum eine faszinierende Steampunk-Fantasywelt geschaffen, in der des Nachts zwei Monde am Himmel stehen und sich Menschen, Vampire und Werwölfe bekriegen.

In vier Kurzgeschichten unterschiedlicher Länge folgen wir Helena, einer menschlichen Krankenschwester, Lisunki, der Werwölfin und Eliska, einem Vampirmädchen auf ihren Wegen. Das ist auch der eigentliche Clou der Storyzusammenstellung: Die Perspektive eines jeden Volkes wird geschildert. Das ist wahnsinnig spannend, denn dem Leser wird die Gut-Böse-Zuordnung verweigert und er fiebert mit jedem der drei Völker mit, denn sie alle sind auf ihre eigene Art und Weise sympathisch. Besonders gelungen empfinde ich auch die unterschiedliche Charakterisierung der einzelnen Völker: die technisch-versierten Menschen, die naturverbundenen Werwölfe und die gut-organisierten Vampire – jede Rasse hat ihre Eigenarten.

Die Geschichten selbst sind flott und spannend geschrieben, Langeweile kommt nicht auf. Ich würde sie nicht als übermäßig brutal bezeichnen, sanfte Gemüter sollten es sich jedoch zweimal überlegen, ob sie diverse Kampfszenen mit spritzendem Blut ertragen können. Ich empfand die dargestellte Art von Gewalt als durchaus passend für die Szenerie und die Art und Weise wie die Welt und ihre Völker angelegt sind.

Insgesamt hätte ich mir gewünscht, dass von dieser sehr interessanten Weltenmischung aus Action, Steampunk und Fantasy ein wenig mehr gezeigt wird: mehr Beschreibungen, sowohl von der Umgebung, als auch von den Bewohnern. Es sind wahnsinnig gute Ansätze vorhanden, von denen der Leser eigentlich nur eines will: mehr erfahren. Von daher ist dieser kleine Kritikpunkt kein Grund für einen Sternabzug, denn es ist absolut positiv zu bewerten, wenn ein Autor es schafft, dass der Leser mehr von seiner Welt erfahren möchte.

Kurzgeschichten sind auch nicht unbedingt der beste Ort für lange Beschreibungen. Von daher freue ich mich schon sehr auf den Roman aus dem Doppelmond-Universum. Klare Leseempfehlung für alle, die keine glitzernden Vampire und handzahmen Werwölfe wollen!

 
 

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Faszination Dampfkraft: Autor Benjamin Spang

Ich freue mich sehr, dass der Steampunk-Fantasy Autor Benjamin Spang mir einen Artikel für „Faszination Dampfkraft“ zur Verfügung gestellt hat. Taucht ein in sein Doppelmond-Universum und in die Stadt Hellmark! Morgen stelle ich euch seine Kurzgeschichtensammlung Kurzgeschichten aus Nuun vor. Und nun viel Freude beim Lesen!

***

Unter dunklen, von riesigen Schornsteinen geborenen Wolken lag die Stadt, in der sich die Menschheit während des tobenden Krieges am sichersten fühlte. Dicke Mauern und suchende Scheinwerfer mit gleißendem Licht machten es den Dämonen, Bestien und Blutsaugern unmöglich, ins Innere zu gelangen. Scharfschützen hielten auf Wachtürmen Stellung. Durch ihre Fernrohre musterten sie jeden Grashalm, während zeitgleich mobile Wachposten in gepanzerten Fahrzeugen um die äußerste Stadtmauer fuhren.

PlakatLießen einen die Soldaten durch, passierte man das riesige, aus dickem Stahl und mit dem Zeichen des Allvaters versehene Stadttor. Gleich dahinter konnte man nicht anders, als staunend den Kopf zu heben.
Die Stadt, die nie schlief, bestand zum größten Teil aus hochgewachsenen, verwinkelten und mit Anbauten verunstalteten Hochhäusern, die so dicht nebeneinander standen, dass nur schmale Menschen diese Gassen nutzen konnten. Und das auch nur, wenn ihnen niemand entgegen kam.
Dunkle Rohre schossen an den hellbraunen Fassaden in die Höhe. Sie verschwanden entweder an einer beliebigen Stelle in der Wand oder aber reichten bis auf eines der Flachdächer in einen Wasserkessel.
Auch hier oben kroch einem der allgegenwärtige Verbrennungsgeruch in den Rachen, der vom Wind über die Dächer getragen und im Norden in die Luft geblasen wurde. Dort konnten die Arbeiter wählen, in welcher der zahlreichen Gießereien, Schmieden oder Maschinenfabriken sie sich ihre Gesundheit ruinieren wollten.
Das Donnern der riesigen Stahlhämmer, die rhythmisch auf erhitztes Metall trafen, hörte man zu jeder Tages- und Nachtzeit in allen Gassen und Zimmern Hellmarks.
Gleich neben diesem stetig pumpenden Herzen der Stadt lag der Zeppelin-Hafen, auf dem täglich mehrere hundert Luftschiffe landeten. Majestätisch und mit einer für die Stadt untypischen Gelassenheit glitten die länglichen Ballons durch die Luft. Im Hafen angedockt, wurden sie beladen, entladen oder repariert, um gleich darauf ihre Reise fortzusetzen.
Wem der Luftweg zu teuer war, um die Stadt zu verlassen, fuhr mit der Dampfbahn. Der klobige Dampfhammer ratterte ungestüm und mit lautem Getöse über die Gleise. Durch seine Schornsteine blies er dicken, weißen Rauch, der noch minutenlang in der Luft hing, selbst wenn der Zug schon verschwunden war.

Nachts, wenn die beiden Monde den Himmel mit seiner Schwärze alleine ließen, leuchteten die Fenster der braunen Kolosse so zahlreich, dass es fast wirkte, als hätte jemand die Sterne vom Himmel genommen, sie in Form geschnitten und nebeneinander gesetzt.
GasseIn dunklen Gassen, wo ihr Licht oder das der zahlreichen Gaslampen, sich nicht ausbreiten konnte, wurden Geschäfte abseits der Marktplätze gemacht. Für wenige Goldmünzen, den sogenannten „Solid“, konnte man sich dort mit illegalen Stoffen eindecken.
Du willst deinen Schmerz betäuben und deine Sinne ausschalten? Zieh dir Jawa-Staub durch die Nase! Willst du hingegen wachsam sein und nie mehr schlafen? Ein kleiner Beutel „Rost“ wird dich auf Trab halten!
Nicht immer konnten die Advokaten, die Wächter der Stadt, die Drogenhändler erwischen, denn sie waren flink, sprangen über Mauern, kletterten an Fassaden empor oder versteckten sich in alten Lüftungsschächten.

Die Menschheit fühlte sich in Hellmark geborgen. Die Reinhaltung ihres Blutes und das Menschbleiben waren ihnen wichtiger als Ruhe und Sauberkeit. Nicht, dass sie keine andere Wahl hätten: Es gab auch andere Städte im Lande Nuun, mit mehr Platz und sauberer Luft zum Atmen. Dort wohnte man allerdings ungeschützt vor den Stadtmauern in einer Hütte oder die Stadt selbst lag nahe am Gebiet der Vampire oder Werwölfe.

Vom Krieg dieser Völker und dem Schicksal einzelner Personen handeln meine düsteren Doppelmond-Geschichten, zu denen ich euch auf diesem Wege recht herzlich einlade!

Liebe Grüße
Benjamin SpangBenjamin_Spang

Hier erfährt ihr mehr über das Doppelmond-Universum:
Website: www.doppelmondsaga.de

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Bilder:

Gasse:
Bild „Gasse“ erstellt von Simon Kramhöller
Plakat:
Zeichnung von Simon Kramhöller, Collage von Benjamin Spang

 

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