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Schlagwort-Archive: Kreativität

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Hallo ihr Lieben,

wieder war es lange still hier auf dem Blog. Irgendwie hatte ich nicht die Muße, Artikel zu schreiben, sondern habe meine Schreibzeit lieber in meine Projekte gesteckt. Nun möchte ich euch ein kurzes Update gaben, was ich in den letzten Wochen (oder Monaten! o.O) so getrieben habe:

  • IMG_20170711_165033_439Projekte: Aktuell schreibe ich an zwei Manuskripten. Einmal natürlich immer noch die Rohfassung von „Krähenherz“, was aber aktuell ehrlich gesagt nicht so ganz gut läuft, da es mir momentan eher zu liegen scheint, Sachtexte zu schreiben. Womit wir auch direkt beim zweiten WIP sind. Im Großteil meiner Schreibzeit widme ich mich einem Schreibratgeber, der die Schreibtipps enthält, die mir aus der eigenen Schreiberfahrung und meiner Arbeit als Lektorin heraus am hilfreichsten erscheinen und noch in diesem Jahr erscheinen soll. Eigentlich hatte ich mir 25.000 Wörter als Ziel gesetzt, aber diese habe ich bald erreicht – bin aber noch längst nicht durch. So viele spannenden Themen, die es umzusetzen gilt.
  • Beruflich: Im Moment überarbeite ich auch meine Lektoratsseite. Ich möchte gestaffelte Lektoratspreise anbieten, damit für jeden etwas dabei ist, vom sehr sanften Lektorat bis hin zu mehreren Durchgängen. Etwa ab Herbst möchte ich mit Online-Schreibkurse zu verschiedenen Themen beginnen. Aber das ist noch Zukunftsmusik, aktuell treffe ich die Vorbereitungen dafür.
  • Privates: Privat hat sich bei mir nicht allzu viel geändert, außer dass ich mich sehr viel mit den Themen Achtsamkeit und Minimalismus auseinandersetze. Zu dem Thema habe ich letztens die tolle Doku Minimalism gesehen, in der mehrere Leute von ihren Erfahrungen berichten. Sehr unterhaltsam und gut gemacht!
    Mein persönliches Ziel für dieses Jahr ist es auf jeden Fall, einmal die Wohnung gründlich auszumisten und wirklich nur noch die Dinge zu behalten, die ich brauche oder die mir ein gutes Gefühl verschaffen. Ich verabschiede mich immer weiter von der Konsumgesellschaft, die letzten Klamotten/Dekoartikel/Krimskrams/usw. habe ich mir vor Monaten gekauft – und ich vermisse es kein Stück. Bücher lassen wir mal außen vor – die kaufe ich immer noch viel zu gern. Aber auch da werde ich rigoros ausmisten, v..a. bei den Romanen. Die meisten Bücher lese ich sowieso nicht mehr als einmal.
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    Buchempfehlung: „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ von Frank Berzbach

    Außerdem habe ich tatsächliche eine Sportart gefunden, die mir unglaublich viel Spaß macht – eigentlich sind es sogar zwei. Hätte ich ja nie für möglich gehalten, dass ich mich mal darauf freuen würde, Sport zu machen, aber es ist tatsächlich so. Ich bin seit einigen Wochen großer Fan von STRONG by Zumba, einem High Intensity Intervall Training, das mich nun einmal die Woche ordentlich ins Schwitzen bringt. Es ist super – ich liebe es, obwohl es verdammt nochmal sauanstrengend ist. Aber es macht auch wahnsinnig viel Spaß. Ansonsten gehe ich auch noch einmal die Woche zum Zumba, das ist wesentlich entspannter, macht weniger Muskelkater, dafür aber auch verdammt gute Laune.

  • Social Media: Neben meinen eigenen Social-Media-Kanälen betreue ich jeden Donnerstag den Vereinsaccount der BartBroAuthors auf Twitter. Ein eigenes Format habe ich dort ebenfalls. Unter #KrimiMitNina poste ich dort regelmäßig kriminalistische Literatur- und Schreibtipps, aber auch Funfacts und ein Krimiquiz. (Anfang August geht auch die BartBroAuthors-Webseite online. Ich durfte schon einen Blick drauf werfen: Sie ist sehr schick geworden! Ich werde sie euch hier natürlich verlinken, sobald es so weit ist.)

Das war es erstmal von mir. Ich gelobe, mich hier wieder öfter blicken zu lassen, denn ich habe wieder richtig Lust zu bloggen. Vielleicht werde ich das Konzept ein wenig umstellen und neben den Schreibratgeber-Rezensionen auch andere Artikel zum Thema Schreiben veröffentlichen. Mal sehen.

Bis dahin!
Eure Nina

 
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Verfasst von - Juli 19, 2017 in Über mich

 

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Rezension: Das Sketchnote Handbuch

IMG_20140528_184510Rezension

Mike Rohde: Das Sketchnote Handbuch. Der illustrierte Leitfaden zum Erstellen visueller Notizen.

5 von 5 Sternen

224 Seiten; 24,99€

Dieses Buch ist eine Offenbarung. Klingt übertrieben? Ist es nicht. Nun mag man sich fragen: ›Visuelle Notizen? Was ist denn das für ein Schmarrn. Wörter tun’s doch auch. Visuelle Notizen brauche ich nicht.‹ Doch, glaubt mir, ihr braucht sie. Ihr wisst es nur noch nicht. Ich erkläre euch auch noch, warum, aber zunächst möchte ich ein paar Fakten schaffen.

Die Bezeichnung ›Sketchnotes‹ ist eine Erfindung von Mike Rohe und setzt sich aus den Wörtern Sketch (zu Deutsch: Skizze) und Note (Notiz) zusammen. Skizzierte Notizen also. Wer saß nicht schon mal in einer Vorlesung, einem Vortrag, einem Meeting und schaffte es partout nicht, all die wichtigen Dinge mitzuschreiben, die der Vortragende da so von sich gibt. Und wer hat nicht schon einmal versucht, eine komplette Powerpoint-Präsentation abzuschreiben? Und selbst, wenn man Schnellschreiber ist: Wer hat danach nochmals einen einzigen Blick auf die vollgeschriebenen Zeilen geworfen?

Hier setzt das Sketchnotes-Prinzip an. Ihr lernt, visuelle Notizen anzufertigen, kleine Skizzen, die euch an den Vortrag und das Gesagte erinnern. Ganz ohne Stress. Und das Beste daran: Es macht unwahrscheinlich viel Spaß. So wird selbst das langweiligste Referat zur Freude. So was geht? Ja. Ihr lernt es mit diesem Handbuch.

Das Buch ist in sieben Kapitel eingeteilt:

1. Was sind Sketchnotes?

2. Warum Sketchnotes?

3. Zuhören!

4. Der Sketchnotes-Prozess

5. Sketchnote-Typen

6. Ansätze, Hierarchien & Personalisierung von Sketchnotes

7. Sketchnote-Fähigkeiten & -Techniken

Auf zweihundert Seiten erläutert Rohde seine Techniken und gibt Einblick in die Arbeit zahlreicher anderer Sketchnoter. Was sich hier nun dröge nach Lerntechnik anhört, ist mehr als unterhaltsam. Denn das ganze Buch ist eine einzige Sketchnote. Bilder werden mit Notizen und Typographie verbunden, so dass ihr euch nicht mühsam alles beibringen müsst, sondern einmaliges Lesen und Betrachten des Buches alles Notwendige vermittelt. Das heißt nicht, dass es danach überflüssig geworden ist. Ich bin sicher, ihr werdet es oft und gern wieder zur Hand nehmen, denn allein die Aufmachung mit den vielen Zeichnungen und Anregungen ist ein echtes Highlight.

Ihr könnt nicht zeichnen? Kein Problem – das müsst ihr auch nicht. Jeder, der in der Lage ist, einen Stift richtig rum zu halten, ist auch in der Lage eine Sketchnote anzufertigen. Sketchnotes sind nicht gleichzusetzen mit Kunst, sondern lediglich Bilder, die ihr mit dem Gehörten verknüpft. Wenn alle anderen in dem von euch gezeichneten Hund einen Elefanten erkennen: Sei’s drum. Ihr wisst, dass es ein Hund ist. Und dieser Hund wird euch an viele Dinge erinnern, die ihr bei dem Vortrag gehört habt.

Ihr lernt durch das Aufzeichnen mehr, als durch das stumpfe Mit- bzw. Abschreiben von Wörtern. Warum ist das so? Der Schlüsselbegriff ist aktives Zuhören. Indem ihr euch während des Vortrags Gedanken darüber macht, wie ihr gewisse Dinge darstellen wollt, welche Darstellungen Sinn ergeben und wie ihr sie am besten anordnet, erstellt euer Gehirn durch die Kopplung von verbalen und visuellen Konzepten eine visuelle Landkarte, anhand derer es sich an zahlreiche Details erinnern kann.

Erst war ich skeptisch, ob ich so etwas wie Sketchnotes brauche, denn ich bin nur sehr selten bei Vorträgen und meine Studienzeit liegt schon ein paar Jahre zurück. Wenn ich doch nur damals schon von Sketchnotes gewusst hätte! Sie hätten mir viele Dinge erleichtert und in unleserlicher Handschrift vollgekritzelte Collegeblöcke erspart!

Ich arbeite als Lektorin und Autorin zumeist allein am Schreibtisch und nutze Sketchnotes mittlerweile in vielfältiger Art und Weise. Ich plane meine Geschichten damit, nutze sie zum Brainstormen und verdeutliche mit ihnen schreibwissenschaftliche Konzepte sowie die Basics des Storytelling (z. B, die Heldenreise, Three-Act-Structure etc.) und Kreativitätstechniken. Sketchnotes funktionieren also nicht nur beim Zuhören, sondern immer dann, wenn man viel Stoff gut strukturiert darstellen will.

Meine Empfehlung an euch: Lest dieses Buch und macht euch mit Sketchnotes vertraut – ich bin sicher, ihr werdet sie bald genauso sehr lieben wie ich.

 
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Verfasst von - Juli 2, 2014 in Rezensionen

 

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