RSS

Schlagwort-Archive: Ingrid Schmitz

Create & Inspire: Ingrid Schmitz

Create & Inspire: Ingrid Schmitz

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute stellt sich Ingrid Schmitz meinen Fragen:

Ingrid Schmitz, Krimiautorin

Ingrid Schmitz wurde 1955 geboren, arbeitete bei einer kanadischen Reederei und später im sowjetischen Außenhandel. 2000 entdeckte sie ihre kreative Seite und erlernte das Handwerk des Schreibens. Seit 2000 ist sie hauptberufliche Krimiautorin von Romanen, Kurzgeschichten und Anthologien.

Ingrid Schmitz

Beschreibe dich in drei Worten.
Neugierig. Ausdauernd. Schreibsüchtig.

Woran arbeitest du gerade?
Zurzeit habe ich zwei Projekte. Mein Roman „Mord im Krimihotel“ (KBV) wurde vor kurzem veröffentlicht. Nun läuft das Marketing an und die Buchpremiere im September im Krimihotel wird vorbereitet. Außerdem schreibe ich an einem neuen Serienroman mit meiner privaten Ermittlerin Mia Magaloff, der wieder auf der Insel Spiekeroog spielen wird. ET Sommer 2018.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Ein kreatives Leben bedeutet für mich immer die Augen und Ohren offen zu halten, damit neue Ideen entstehen und reifen können, aufgeschlossen und neugierig zu sein, auch einmal quer zu denken und Neues zu lernen. Außerdem bin ich gerne „Frau der ersten Stunde“ und probiere sehr viel aus.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Ja, erst vor kurzem. Bei der Entstehung meines letzten Romans „Mord im Krimihotel“ war ich vom Thema und von der Idee so beseelt, dass ich mich an den Laptop gesetzt habe und die Geschichte an einem Tag durchgeschrieben hätte, wenn es mir physisch möglich gewesen wäre. Ich hatte alles deutlich vor Augen, habe die Realität mit der Fiktion vermischt und schrieb den Roman innerhalb von drei Monaten. Das ist mir noch nie passiert. Es war tatsächlich so, als habe mir jemand die Story diktiert. Keine Sorge, ich war im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte. Ich denke mal, es rührte daher, dass ich einen Roman über eine Krimiautorin geschrieben habe, die zu einem Wochenend-Arrangement ins (real existierende) Krimihotel eingeladen wurde. Dort ist sie die „Autorin zum Anfassen“ und mit ihren Gästen an drei Tagen zusammen. Sie frühstückt, wandert und isst zu Abend mit ihnen und gibt zwischendurch immer wieder Lesungen zu ihren Büchern. Soweit entspricht es der Realität, denn auch ich war bereits mehrmals in der Eifel in Hillesheim und habe dieses Wochenende gegeben. Doch beim letzten Mal kam es mir in den Sinn, was wohl wäre, wenn die Gäste nicht so nett wären, wie meine. Was wäre, wenn sich darunter ein Mörder befindet und auch einige andere Gäste perfide Absichten hätten?

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… treibe ich Sport. Kann aber auch dabei meine Kreativität nicht einfach so abstellen. Selbst meine Träume inspirieren mich manchmal.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Es treibt mich um: Die Liebe zur Schriftstellerei. Das Geschichtenerzählen. Die Fantasie.
Ich möchte auf gesellschaftliche Themen aufmerksam machen und durch Ironie und Überspitzung zum Nachdenken anregen und natürlich unterhalten und die Leser zum Lachen bringen.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Ich würde sagen, dass er es üben soll, sich etwas auszudenken. Er soll die Zeitung lesen und sich zu einzelnen Kurzmeldungen fragen: Was wäre wenn? Was ist danach passiert? Warum hat sie das gemacht? Was wäre das genaue Gegenteil? Wie hätte ich reagiert?
Oder alltäglich: Wie kann ich mir die Arbeit erleichtern? Wie kann ich etwas verschönern? Was oder wie würde ich gerne sein? Was kann ich tun, um … u.s.w.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

  • Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft – ist mein Lebenselixier. Das Leben geht immer weiter – bis zum Tod. 😉
  • Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium, aus dem ich die Erkenntnis gewinne.
  • Stille oder Trubel? – Stille, der Trubel entsteht in meinen Geschichten.
  • Morgen oder Abend? – Morgen, denn dann laufen meine Systeme auf Hochtouren.
  • Utopie oder Dystopie? – Utopie, weil ich ein positiv denkender Mensch bin.
  • Zeit oder Geld? – Zeit, wenn Geld keine Rolle mehr spielt.
  • Chaos oder Ordnung? – Ordnung im Chaos.
  • Routine oder Abenteuer? – Abenteuer. Routine ist tödlich für die Kreativität.
  • Luxus oder Minimalismus? – Minimalismus, der Luxus entsteht im Kopf.
  • Fiktion oder Realität? – Realität, um fiktiv schreiben zu können.

Hier findet ihr Ingrid:

Website: www.krimischmitz.de
Facebook: https://www.facebook.com/krimischmitz
Twitter: https://twitter.com/krimischmitz
Google+:  https://plus.google.com/u/0/+KrimiautorinIngridSchmitz

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Ingrid! 🙂

~~~
*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

Advertisements
 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - September 23, 2017 in Create & Inspire

 

Schlagwörter: , , , , ,