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#FBM17 – Kein Messebericht.

Achtung: Langer Post, in dem ich tlw. ein wenig pissig auf gewisse Vorkommnisse reagiere. Ich hab’s sachlich versucht – hat leider nicht geklappt. Sorry.
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Ihr merkt es: Bislang ist von mir noch kein Artikel zur Frankfurter Buchmesse 2017 erschienen. Ich tue mich in diesem Jahr sehr schwer damit, denn für mich war die Messe immer eine der wenigen Möglichkeiten im Jahr, bei denen man Kollegen und mittlerweile auch Freunde aus der ganzen Welt trifft, sich austauscht – auch, aber nicht nur über das Schreiben oder Bücher allgemein. Dieses Jahr habe ich die Messe ebenso wahrgenommen, doch leider ging es vielen nicht so.

Ich möchte deshalb in diesem Text nicht über meine Messeerlebnisse berichten, das werde ich zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Denn ich will die Vorkommnisse, die sich in einem gewissen Bereich an einigen Tagen dort zugetragen haben, nicht mit meinen schönen Erfahrungen mischen. Ich lasse mir meine Buchmesse nämlich nicht kaputtmachen. Aber ich will Stellung beziehen – nicht zum ersten Mal. Wer mir schon länger auf den verschiedenen Kanälen folgt, weiß, dass ich nicht unpolitisch bin, nicht unpolitisch sein kann.

Ich muss dazu sagen: Ich habe von den Ausschreitungen in Halle 4.1 nichts mitbekommen. Die meiste Zeit habe ich in Halle 3.0 verbracht, in der sich die meisten Publikumsverlage, Autoren und Leser tummeln. Wer noch nie auf dem Frankfurter Messegelände war: Es ist riesig. Selbst wenn die Tumulte in der gleichen Halle stattgefunden hätten, wäre es nicht garantiert gewesen, davon etwas mitzubekommen.

Ich muss auch ehrlich gestehen: Die Veranstaltungen und Stände dieser sogenannten „Neuen Rechten“ haben mich nicht die Bohne interessiert. Ich bin nur einmal dort vorbeigekommen, da stellte eine einigermaßen bekannte Autorin gerade ihr Buch zum Thema Mütter vor. Ich habe die Augen verdreht und schleunigst das Weite gesucht, weil ich diesen hanebüchenen Unsinn, der darin verzapft wird, nicht ertrage.

Es war ja auch nicht das erste Mal, dass diese Verlage dort einen Stand hatten, nur das erste Mal, dass bereits im Vorfeld verstärkt darüber berichtet wurde. Ich kann die Haltung der Messeleitung in diesem Punkt – im Gegensatz zu manch anderem – nachvollziehen. Diese Verlage sind nicht verboten. Meiner Ansicht nach stünde es der Messeleitung daher auch nicht zu, ein Standverbot auszusprechen. Das hätte wohl nur dazu geführt, dass die Betreffenden sich widerholt in ihrer Opferrolle suhlen, ein Verhalten, dass diese Leute bis zur Perfektion betreiben.

Es gehört zu einer Demokratie dazu, unliebsame Meinungen zuzulassen. Damit meine ich explizit keine volksverhetzenden, rassistischen oder andere Inhalte, die verfassungsfeindlich sind. Es hat aber einen Grund, warum diese Verlage und die von ihnen produzierten Bücher eben nicht verboten sind. „Unliebsame Meinungen zuzulassen“ bedeutet auch nicht, diese zu akzeptieren, ja nicht einmal zu tolerieren. Widerspruch ist hier Pflicht, vor allem, wenn vonseiten der Rechten versucht wird, die Grenzen dessen, was gesagt werden darf, immer weiter in eine Richtung zu verschieben, die Ausgrenzung und sogar Gewaltbereitschaft fördert.

Wie gesagt: Ich kann die Entscheidung der Buchmesse, diesen Verlagen einen Standplatz zur Verfügung zu stellen, nachvollziehen. Nur weil wir etwas aus unserem Leben verbannen, heißt es nicht, dass es nicht mehr exististiert. Diese Leute werden weiter schreiben, weiter veröffentlichen, weitere Leute anziehen. Von daher fand ich ihre Auftritte auf der Messe, die ich über die sozialen Netzwerke und tlw. über ihre eigenen Videos verfolgt habe, sehr entlarvend. Es ist mir lieber, ich habe eine Ahnung davon, wie diese Leute ticken, als dass sie irgendwo im Verborgenen agieren.

Leider hat sich bei diversen Vorfällen gezeigt, dass Personal und Messeleitung eindeutig überfordert waren. Ich wage die Vermutung, dass sie nicht mit solchen Auseinandersetzungen gerechnet hatten, eben weil diese Verlage nicht zum ersten Mal dort ausstellten. Das war gewiss naiv und soll nun keine Entschuldigung für das Versagen in den betreffenden Fällen sein, ebenso wenig wie für das wenig bissige Statement, das am Samstag herausgegeben wurde.

Aber ich war nicht vor Ort. Ich habe zahlreiche Meldungen gelesen, darunter auch vieles, was sich hinterher als falsch herausgestellt hat – sowohl vonseiten der Rechten als auch von ihren Gegnern. Aus diesem Grund habe ich verhältnismäßig wenig geteilt. Ich halte nichts davon, in Rage geschriebene Postings zu einem so wichtigen Thema zu verfassen. Am Samstag ploppten in meiner Twitter-Timeline leider tlw. sehr hysterisch wirkende Tweets auf, größtenteils von Leuten, die nicht mal vor Ort waren. Das halte ich für wenig hilfreich und – ganz im Gegenteil – sogar für schädlich. Sehr unglücklich fand ich in diesem Zusammenhang die Boykottaufrufe, im nächsten Jahr nicht mehr zur Messe zu fahren, sofern den rechten Verlagen das Ausstellen nicht untersagt wird. Entschuldigung, aber was ist das denn bitte für ein Verständnis von Widerstand? Vielleicht wischt man damit der Buchmesse eins aus, weil man enttäuscht von der Organisation ist. Okay – geschenkt.

Aber: Den Rechten ist es VÖLLIG egal, ob ihr die Buchmesse boykottiert. Sie werden das höchstens als Sieg werten, weil wir ihnen damit die Messe überlassen. Indirekt gestehen wir damit ein, dass sie gewonnen haben. Und das ist für mich völlig inakzeptabel. Ich denke: Jetzt erst recht. In diesem Jahr war ich darauf nicht vorbereitet, weil ich mich im Vorfeld nicht für die Veranstaltungen dieser Verlage interessiert habe. Im Leben wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass die Situation auf einer Buchmesse derart eskalieren könnte. Im nächsten Jahr weiß ich es besser. Ich werde eindeutig politischer auftreten, sei es durch T-Shirts, Buttons, Plakate usw. Jeder, der mich dort sieht, soll wissen, wo ich stehe und dass ich mich nicht von irgendwelchen rechten Idioten einschüchtern lasse.

Zuhause bleiben und ab und an mal einen kritischen Blogpost schreiben oder Tweet absetzen, ist für mich Wohlfühlwiderstand, der letztendlich nur wenig bewirkt, weil wir uns alle in unseren Filterblasen bewegen – wir genauso wie die Rechtspopulisten und Rechtsextremen.

Ich bin auch nicht dafür, mit denen zu reden, ich glaube nicht, dass das noch irgendetwas bringt. Aber wir können (und müssen!) Position beziehen und Flagge zeigen. Sowohl online als auch offline.

Nach der Bundestagswahl am 24. September 2017 habe ich getwittert:

Ich werde dieses menschenverachtende Gesellschaftsbild erstens nicht akzeptieren & ihm zweitens alles entgegensetzen, was ich habe.

Das war für mich kein leerer Spruch. Ich bin bereit, für eine offene Welt, für Freiheit und ein freundliches Miteinander einzustehen – koste es, was es wolle. Ich halte allerdings nichts davon, unliebsame Veranstaltungen niederzubrüllen, damit heizt man sie nur an, fördert die Berichterstattung. Ich wünsche mir hingegen, Gleichgesinnte zu finden, die sich eindeutig positionieren, die den Rechten Grenzen aufzeigen, die keine Angst haben, ich wünsche mir einen eindeutigen Widerstand, auch und gerade in der Bücherszene. Ich weiß noch nicht genau, wie der aussehen soll und kann, aber ich habe ja nun ein paar Monate Zeit, mir darüber Gedanken zu machen.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich keine Lösungen für den Umgang mit Rechts. Reden halte ich für verschwendete Lebenszeit und unnötige Aufmerksamkeit. Ich glaube, die Leute, die diese Reden gutheißen, sind so weit von meiner eigenen Lebensrealität entfernt, dass wir keine gemeinsame Basis finden würden. Und ich habe auch kein Interesse mehr an einem Austausch, v. a. nicht, wenn ich mir die Videos der Messeveranstaltung der „Identitären“ anschaue, die im Netz kursieren. Hohle Phrasen, Gezeter und Gebrüll von lächerlichen Figuren, die ich nicht ansatzweise ernst nehmen kann. „Wo wart ihr an Silvester?“-Schreie, „Schande!“-Skandierungen und „Übernahme der Buchmesse“-Titeleien. Ernsthaft? Ihr wirkt wie eine aggressive, hirnlose Masse, die irgendwelche Parolen brüllt – ohne zu verstehen, was überhaupt dahintersteckt. Wenn eure Heimat das einzige ist, auf das ihr stolz sein könnt und das ihr (gegen was oder wen auch immer) „verteidigen“ wollt, tut ihr mir aufrichtig leid.

Und noch ein Hinweis, weil darüber mal wieder völlig undifferenziert berichtet wurde: Nur weil man gegen menschenverachtende Parolen von Rechts demonstriert, ist man nicht automatisch links. Von Zusammentreffen von links und rechts kann also eigentlich nicht wirklich die Rede sein. Jeder, der für eine freie und offene Gesellschaft eintritt, sollte jenen entgegentreten, die diese einschränken oder gar abschaffen wollen – ganz egal, in welches politische Spektrum er sich einsortiert.

Und da ich jetzt die berüchtigte Kritik an „beiden Seiten“ geübt habe, weil ich das Vorgehen einiger, die wahrscheinlich hehre Ziele verfolgen, auch nicht gutheißen kann: Ich wünsche mir, dass in solchen Situtionen seitens Polizei und Messeleitung härter durchgegriffen wird. Wenn Gegendemonstranten gewalttätig werden, haben sie das Gelände zu verlassen, ebenso wie aggressive Teilnehmer der Veranstaltung. Wenn der Messechef eine Veranstaltung für beendet erklärt, dann ist diese zu beenden, fertig. Dieses rotzfreche Weiterführen und sich dafür feiern lassen, ist absolut respektlos, nicht akzeptabel und zeigt eindeutig, wessen Geistes Kind diese Leute sind.

Die Frankfurter Buchmesse muss die Auftritte der Rechten im Rahmen der Meinungsfreiheit und des Grundgesetzes vielleicht tolerieren, wir jedoch nicht. Um eindeutige Positionierung und Stellungnahmen kommen wir schon lange, spätestens aber seit jetzt, wo es unsere eigene Branche betrifft, nicht mehr herum – wenn uns unsere Zukunft nicht völlig egal ist.

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Verfasst von - Oktober 20, 2017 in Begegnungen

 

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Ein kleines Update …

So many books, so little time.
– Frank Zappa

Yes, indeed. Nicht nur zum Lesen, auch zum Schreiben bleibt im Alltag irgendwie immer zu wenig Zeit übrig für die ganzen Projekte, die man verwirklichen möchte. Aktuell plotte ich den zweiten Teil meiner Floodlands-Reihe, den ich im November im NaNoWriMo veröffentlichen möchte, schreibe an den letzten Kapiteln von „Krähenherz“, feile am Schreibratgeber und möchte bis Halloween noch eine Kurzgeschichte mit Halloweenthematik schreiben, die so ca. 10.000 Wörter umfassen soll. Meine Tage dürften aktuell gerne 48 Stunden haben … 🙂 Aber das kennt wohl jeder Autor.

Und sonst? Habe ich endlich meine Unterkunft für die Buchmesse gebucht, ich bin also vom 11. bis 15. Oktober wieder in den Heiligen Hallen anzutreffen (schon nächste Woche! Ahhhhhhh!) und freue mich schon sehr darauf, hoffentlich den ein oder anderen von euch dort zu sehen!

Der Blog kommt daher aktuell leider ein wenig zu kurz. Ich freue mich aber sehr, dass meine Interviewreihe Create & Inspire bei euch so gut ankommt. Ich habe nun eine Auflistung erstellt, von der aus ihr schnellen Zugriff auf die einzelnen Interview bekommt. Diese findet ihr hier.

Ich verschwinde dann mal wieder in meine Manuskripte! 🙂
Bis später!

 
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Verfasst von - Oktober 5, 2017 in Schreiben

 

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Let’s get 2017 started!

Hallo ihr Lieben,

der letzte Beitrag ist nun schon wieder über zwei Monate her und das neue Jahr auch bereits eine Woche alt.Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit und seid gut nach 2017 gerutscht.

Für einen Jahresrückblick und Neujahrvorsätze ist es fast schon ein wenig spät, dennoch möchte ich ein den ersten Blogpost in diesem Jahr nicht ohne ein paar Worte dazu beginnen.

Rückblick

brooklyn-bridge2016 war ein ereignisreiches Jahr. Es hatte für mich leider denkbar schlecht mit dem plötzlichen Tod eines geliebten Menschen begonnen, was mich erst einmal ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, habe ich mich in die Arbeit gestürzt und konnte Ende Juli meinen Erstling Ersticktes Matt nach fünf arbeitsreichen Jahren veröffentlichen. Der Titel war am Veröffentlichungstag auf Platz 5 der deutschen Twittertrends und ein Amazon-Bestseller in der Kategorie Steampunk. Mittlerweile hat das Buch 30 sehr gute Rezensionen. Allen meinen Followern möchte ich an dieser Stelle noch einmal danken! Ihr habt meine erste Veröffentlichung zu einer wahren Party und damit für mich unvergesslich gemacht! DANKE!

Viel gereist bin ich auch, war in Andalusien, Irland und in New York und durfte von diesen Reisen reichlich Inspiration mitbringen. Ein weiteres Highlight war natürlich die Frankfurter Buchmesse im Oktober, auf der ich viele wunderbare Menschen wieder oder zum ersten Mal treffen durfte.

nanowrimo_2016_webbadge_winnerIm November habe ich wie üblich am NaNoWriMo teilgenommen und die 50.000 Wörter auch dieses Jahr knapp geschafft. Mein Roman „Krähenherz“, ein Prequel zu „Ersticktes Matt“ aus der Perspektive von Detective Madeline Vezér, wird 2017 erscheinen. Es macht viel Spaß diese Story zu schreiben. Vor allem die erste Begegnung zwischen Madeline und Lafayette war höchst amüsant. Ich hoffe, dass ihr beim Lesen genauso viel Freude haben werdet, wie ich beim Schreiben. Wenn ihr Lust habt, euch einen ersten Eindruck von der Story zu verschaffen, dann seid ihr herzlich eingeladen, euch meine Inspirationspinnwand auf Pinterest anzuschauen. Der erste Satz von „Krähenherz“ lautet übrigens:

Der Leichnam trieb bäuchlings im Wasser.

Und was bringt 2017?

Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, mein Leben neu zu organisieren. Ich muss definitiv lernen, mehr für mich zu tun und mich zu entspannen. Ich habe mich endlich wieder im Fitnessstudio angemeldet (Ich schreibe den Beitrag gerade übrigens mit dem einzigen Körperteil, die nicht schmerzen: meinen Fingern) und bin hochmotiviert den Sport und Entspannung fest in meinen Alltag zu integrieren und generell achtsamer zu leben. Dafür habe ich mir extra einen besonderen Kalender bestellt, den Ein guter Plan. Ich bin gespannt, wie es mir gelingt, meine Ziele für dieses Jahr umzusetzen.

Ein letzter Vorsatz noch: Ich möchte wieder mehr lesen. Beruflich mache ich das zwar jeden Tag über mehrere Stunden, aber privat und zu Unterhaltungszwecken bin ich im letzten Jahr kaum dazu gekommen, habe gerademal 17 Bücher gelesen, was für meine Verhältnisse wirklich wenig ist (mein sonstiger Jahresdurchschnitt lag bei 60).

Auch wenn sich das jetzt irgendwie viel anhört, lässt es sich eigentlich auf einen einzigen Vorsatz runterbrechen: Mehr von dem machen, was mir Spaß macht und mir guttut. Das ist es letzten Endes.

Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit euch!
Alles Liebe
eure Nina

 
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Verfasst von - Januar 7, 2017 in Persönliches

 

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Ersticktes Matt im Kindle Storyteller Deal

ebookMit „Ersticktes Matt“ habe ich am Kindle Storyteller Award teilgenommen und vor einigen Wochen hatte Amazon angefragt, ob ich mit dem E-Book an einem Kindle Deal teilnehmen möchte. Ich habe lange überlegt und mit mir gerungen, weil ich grundsätzlich gegen Preisaktionen bin. Vor einigen Monaten habe ich den oben verlinkten Blogartikel geschrieben, hinter dem ich nach wie vor stehe.

Nun gehörte „Ersticktes Matt“ (laut Amazon) zu den 50 beliebtesten E-Books, die am Storyteller Award teilgenommen haben – das ist natürlich schon mal ein Kompliment. Und prominent auf der Startseite beworben zu werden, ist ein Argument, ein solches Angebot nicht auszuschlagen – und das auch noch pünktlich zur Buchmesse.

Ich bin absolut für Ehrlichkeit und kein Fan davon, Dinge unter den Tisch fallen zu lassen. Ja, ich habe zugestimmt und nun gibt es „Ersticktes Matt“ bis zum 3.11.2016 im Kindle Deal für 1,99€. Und ja, damit habe ich gegen Punkt 1 meiner fünf Gründe gegen Preisaktionen verstoßen. Ich habe beim Schreiben dieses Artikels die Kindle Deals überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt und nicht eine Sekunde habe ich daran geglaubt, dass mir mal einer angeboten werden könnte. Abgesehen von einem pushenden Effekt für das Buch (ich vermute, dass das stimmt, ich habe da keine Erfahrungswerte), interessiert mich v.a. was ein solcher Deal tatsächlich bringt, ob es sich dabei um ein Marketinginstrument handelt, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Um das herauszufinden, muss ich aber mitmachen. Ich werde daher meinen oben genannten Blogartikel editieren (gekennzeichnet) und aktualisieren. Auch ich bin lernfähig und bereit, meine Meinung zu revidieren, wenn sich die Gegebenheiten ändern.

Da dieser Blog zumeist von anderen Autoren gelesen wird, möchte ich die günstige Gelegenheit nutzen, euch an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Ist ein Kindle Deal empfehlenswert? Bringt er etwas – auch wenn man in einem Nischengenre schreibt? Ich bin selbst überaus gespannt und freue mich schon darauf, euch davon zu berichten.

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EDIT 15.11.16: Der KindleDeal ist nun vorbei. Mein Fazit: Ich habe pro Tag etwa 8 – 10 Bücher verkauft, was schon mal eine Menge ist. Allerdings gab es technische Probleme, die in den ersten fünf Tagen nach der Preisumstellung dafür sorgten, dass sämtliche Rezensionen (25 Stück) verschwunden waren und es so aussah als wäre mein Buch noch nicht einmal bewertet worden, was ziemlich ärgerlich war und mit Sicherheit auch dafür sorgte, dass weniger Leute sich für das Buch interessierten. Die Rezensionen kamen erst nach mehrmaligen Anfragen beim Amazon Kundendienst wieder. Die von Amazon angekündigte Werbung beschränkte sich auf die KindleStorytellerDeal-Seite und eine Werbemail mit einigen teilnehmenden Titeln.

Werde ich in Zukunft an weiteren KindleDeals teilnehmen? Nein. Das kommt für mich nicht in Frage. Die zusätzlichen Verkäufe waren nett, keine Frage, aber das Ansteigen im Ranking nur minimal, in der Kategorie Steampunk war ich die meiste Zeit über auf Platz 10, im Gesamtranking irgendwo im Zweitausenderbereich. Für mich hat sich die Teilnahme nicht als sonderlich lohnenswert angefühlt. Jedenfalls nicht so sehr, dass ich den Preis meines Romans nochmal um die Hälfte reduzieren möchte.

EDIT 22.08.17: Nach sorgfältiger Überlegung habe ich mich dazu entschieden, KDP Select den Rücken zu kehren. Ab Ende Oktober wird es „Ersticktes Matt“ auch bei anderen Anbietern geben. Amazon bleibt natürlich erhalten, allerdings ist das Buch dann nicht mehr in der Ausleihe via Kindle Unlimited verfügbar und weitere Kindle Deals sind somit hinfällig. Auch von anderen Preisaktionen nehme ich weiterhin Abstand.

 
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Verfasst von - Oktober 25, 2016 in Autorenleben, Schreiben

 

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Frankfurter Buchmesse 2016

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In einer Woche ist es schon wieder so weit: die Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Tore und dieses Mal werde ich erstmals als veröffentlichte Autorin dort sein und habe einige nette Dinge im Gepäck, von Buttons bis hin zu Autogrammkarten – ja ernsthaft, Autogrammkarten! Hätte nie gedacht, dass es dafür mal Verwendung geben könnte, aber da einige Anfragen kamen, habe ich mir welche bestellt.

Ein eigener Stand (mit anderen Autoren) ist erst für nächstes Jahr angedacht, daher werde ich dieses Jahr viel in den Gängen unterwegs sein. Meistens werdet ihr mich wohl in der Self-Publishing Area antreffen, denn da gibt’s WLAN, Kaffee und einige interessante Vorträge. Wer Lust hat, über Bücher, Steampunk oder über Gott ud die Welt zu quatschen, darf mich also gerne ansprechen. Ich beiße nicht. 🙂

Kommt ihr zur Buchmesse? Falls ja: Was habt ihr euch vorgenommen? Was wollt ihr unbedingt sehen?

 
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Verfasst von - Oktober 12, 2016 in Autorenleben, Schreiben

 

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Was? Es war Buchmesse?

Was? Es war Buchmesse?

Ja. Es war Buchmesse. Ich war sogar da, fünf volle Tage lang. Aber die Zeit ist so schnell vergangen. Ich kann gar nicht glauben, dass ich jetzt schon wieder am heimischen Schreibtisch sitze und meinen Messebericht tippe.

Zum ersten Mal war ich in diesem Jahr länger als einen Tag auf der Messe und ich werde es nie wieder anders machen. Zwar habe ich auch in den vielen Stunden, die ich mich dieses Mal auf dem Gelände aufgehalten habe, viel zu wenig gesehen, dafür hatte ich grandiose Gespräche mit den tollsten Kollegen. Es war schön mit euch – mein persönliches Messehighlight!

Self-Publishing auf der #fbm15

Sehr gut gefallen hat mir in diesem Jahr auch die Self-Publishing Area. Die Lage in der hinteren Ecke von Halle 3.0 ist optimal, Platz für ein kleines Café und WiFi gab es auch – perfekt! Die Vorträge fand ich immer sehr interessant, auch wenn man vieles von dem Ausgeführten schon weiß, wenn man sich seit Jahren mit diesen Themen beschäftigt. Trotzdem ist es nützlich, das alles noch einmal gebündelt zu hören. Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall wieder dort sein.

Es ist schön, dass das Self-Publishing mittlerweile aus der Hobbyautoren-Ecke herausfindet und auch in seiner Professionalität wahrgenommen wird. Gerade jetzt passiert sehr viel in der Branche: Vereine werden gegründet, Autoren schließen sich zu Communities zusammen, tauschen sich aus, helfen sich gegenseitig. Langsam entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das dem „Haifischbecken Self-Publishing“ entgegensteht. Ich finde es grandios, was da gerade im Entstehen ist und bin sehr froh, ein Teil davon sein zu dürfen.

Ihr merkt schon, ich habe aus den fünf Tagen gar nicht so viel zu erzählen, aber dafür umso mehr mitgenommen: Das Wissen um ein stabiles Netzwerk, auf das man sich verlassen kann, tolle Leute, die meine Leidenschaft teilen und diese ebenso ernsthaft betreiben.

Eigentlich hatte ich vor, am Samstag zum 30. BuCon nach Dreieich zu fahren, leider hat das nicht geklappt. Von meiner Unterkunft aus hätte ich insgesamt vier Stunden in Bus & Bahn gesessen und hätte abends Schwierigkeiten gehabt, zurück nach Hause zu kommen. Und da ich am Freitag bereits einen 16-Stunden-Tag hinter mir hatte, wollte ich es lieber ruhig angehen lassen. Nächstes Jahr bin ich aber hoffentlich dabei – dann auch mit eigenem Roman.

Geschenke, Geschenke, Geschenke

Ich habe mich in diesem Jahr ordentlich zusammengerissen, was das Mitnehmen von Leseproben, Katalogen, Lesezeichen u.ä. angeht. Ein kleines Tütchen habe ich allerdings zusammengesammelt, allerdings nicht für mich, sondern für euch. Ich möchte gerne ein kleines Messepaket verlosen an jemanden, der gerne zur Buchmesse gefahren wäre, aber leider nicht konnte.

Darin befinden sich u.a. Postkarten (u.a. von Harry Potter), diverse Leseproben (v.a. Fantasy, Krimi, historische Romane), Lesezeichen sowie die ein oder andere Überraschung. Wer das kleine Päckchen haben mag, der kann mir gerne eine eMail schicken: ninahasse@gmx.de. Bitte sagt mir doch, was ihr auf der Buchmesse besonders gerne gesehen hättet und schickt mir eure Adresse mit! Bei mehreren Mails entscheidet das Losverfahren. Einsendeschluss ist am kommenden SONNTAG, 25.10.2015 um 23:59 Uhr, Auslosung am Montag, 26.10.2015.

Und auch für die Autoren unter euch habe ich etwas mitgebracht: Ich verschenke drei Exemplare von „Der Selfpublisher“, dem neuen Magazin für selbstveröffentlichende Autoren, das pünktlich zur Buchmesse zum ersten Mal in einer Startauflage von 10.000 Exemplaren erschienen ist. Hier gilt: First come, first serve. Die ersten drei Autoren, die mir ihre Adresse per Mail zukommen lassen, erhalten ein Exemplar der Zeitschrift. Es lohnt sich!

Messeeindrücke

Und nun das, worauf ihr alle gewartet habt – FOTOS! Ungeschönt und ohne Filter. Jede Falte, jeden Augenring, jeden müden Blick haben wir uns hart erarbeitet.

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Am

 
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Verfasst von - Oktober 19, 2015 in Begegnungen

 

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Wir sind hier in Frankfurt.

Wir sind hier...Noch 57 Tage bis zur Frankfurter Buchmesse *yeah*. Ich liege mit meinen Vorbereitungen gut in der Zeit. Denn dieses Jahr werde ich zum ersten Mal als Fachbesucher teilnehmen und volle fünf Tage Messewahnsinn erleben dürfen.

Unterkunft ist organisiert, Bustickets gebucht, Akkreditierung habe ich erhalten, neue Visitenkarten bestellt. Und nun? Muss nur noch der Roman fertig werden 😉

Wer von euch ist ebenfalls auf der #FBM15? Ich freue mich, euch dort zu treffen!

Liebe Grüße
eure Nina

 
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Verfasst von - August 17, 2015 in Begegnungen

 

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