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Create & Inspire: Thorsten Hoß

Create & Inspire: Thorsten Hoß

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Thorsten Hoß, Autor

Rollenspielender, freischaffender Autor mit pädagogischen Wurzeln und Legasthenie. Halbtagsdrache.

Beschreibe dich in drei Worten.
Das geht nicht.

Woran arbeitest du gerade?
An dem Manuskriptende des 7. Bandes der Crew der Sirius7-Reihe meiner Lunariaromane, und an der Veröffentlichung des 4. Bandes der Reihe das Januar/Februar 2018 erscheint. Außerdem an ein paar Karten und Zeichnungen für meine Rollenspielgruppen und deren Storys. Und was sonst gerade so ansteht.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Puh, das ist eine schwere Frage… eigentlich sogar zwei schwere. Was verstehe ich unter einem Kreativen Leben… Dass man die Möglichkeit hat sich frei auszudrücken, egal in welcher Form und davon auch Gebrauch macht, wenn man möchte. Wie ist da eher Zweitrangig. Ob durch Schreiben, Malen, Kochen oder die Neuplanung deines Zimmers. Kreativ sein ist mehr als die Tätigkeit an sich.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Ja, denke schon. Aber Tipps wie man ihn erreicht? Puh, schwer. Am ehesten ist wohl mach einfach als Rat angemessen. Wenn du so sehr bei der Sache bist, das du alles um dich herum vergisst und es gerade gut läuft, dann hast du die Chance ihn zu erleben. Es passiert. Erzwingen kann man’s nicht.
Du solltest dich jedenfalls in der Materie und dem was du Tust gut auskennen. Wer immer zu groß nachdenken muss was der nächste Schritt ist kommt nur schwer in „Flow“.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
Langweile ich mich schnell.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Erst mal Garnichts. So funktioniert das nicht. Ich versuche eher etwas loszuwerden, also Ideen die in mir herumgeisterten. Was dabei rumkommt, ist stark Kontextbezogen. Sprich was mache ich wann und warum.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Ich würde sagen jeder kann Kreativ sein, die Frage ist nur welche Erwartungen man hat. Oft muss man erst eine ganze Weile üben und kleine Brötchen backen bevor es funktioniert. Ein Instrument lernst du nicht so einfach und ein perfektes Gemälde wird bei den ersten Versuchen nicht herumkommen. Übung macht den Meister. Das gilt auch für die Kreativität.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Oder, weil beides zählt.
Erkenntnis oder Mysterium? – Erkenntnis, denn sie bringt das nächste Mysterium.
Stille oder Trubel? – Stille, weil ich sie mag. Bei Trubel kommt es auf den Kontext an. xD
Morgen oder Abend? – Abend!
Utopie oder Dystopie? – Keines. Ersteres ist nicht zu erreichten zweiteres nicht erstrebenswert.
Zeit oder Geld? – Zeit denn sie ist unbezahlbar!
Chaos oder Ordnung? – Beides, als extrem für sich genommen ist beides Fatal
Routine oder Abenteuer? – Abenteuer in der Routine!
Luxus oder Minimalismus? – Ein gesunder Mittelweg scheint mir erstrebenswert.
Fiktion oder Realität? – Bin in beidem Zuhause. Und mal ehrlich. Wo ist da nochmal der genaue Unterschied? xD

Hier findet ihr Thorsten:

Twitter: @UralterDrache
Romane: Lunariaromane.de
Buchstaben WG: buchstabenwg.de
RPG: Rollenspielseminar.de

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Thorsten! 🙂

~~~
*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

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Verfasst von - Januar 27, 2018 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Paulina Bordihn

Create & Inspire: Paulina Bordihn

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Paulina Bordihn, Autorin

Kurzvita
Paulina Bordihn wurde 1998 in NRW geboren und hat, seit dem sie das Schreiben in der Grundschule gepackt hat, ihr Hobby weiter ausgeführt und es bis zu vereinzelten Kurzgeschichtenveröffentlichungen geschafft. Die Autorin bewegt sich mit ihren Geschichten im Urban Fantasy Genre und veröffentlicht im Oktober als Herausgeberin und Autorin die Anthologie „Götterwahn“.

61yALARbUoL._UX250_Beschreibe dich in drei Worten.
Laut, selbstverliebt, fantasiereich

Woran arbeitest du gerade?
Im Oktober (2017; Anmerk. NH) werde ich als Herausgeberin und Autorin die Anthologie „Götterwahn“ mit einigen Autorenkollegen veröffentlichen, in welcher wir einigen bekannten und auch unbekannten Göttern neue Geschichten geschenkt haben. Nebenbei wird dann noch 3 Mal in der Woche an meinen Blogs herum getippt und, wenn ich noch dazu komme, auch mal an meinem Roman geschrieben.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Ein kreatives Leben ist in meinen Augen zum Einen, wenn man Dinge schafft. Lieder, Geschichten, Bilder, Filme – all das. Wenn man eine Welt in seinem Kopf erschafft (oder halt die Kopie der Welt, die man um sich herum sieht) und mit Menschen teilen kann. Und manchmal nicht mal das. Manchmal reicht es, diese kleine Welt auch nur für sich zu behalten, in seinem Kopf, ohne der Welt davon auch nur ein Stück abzugeben.
Für mich ist das kreative Leben, die Möglichkeit, mich auszudrücken, ohne unbedingt reden zu müssen, da ich sehr viel schreibe / geschrieben habe, aber auch durch Zeichnungen Gefühle ausdrücke. Es ist ein Weg, zu sprechen, ohne unterbrochen zu werden.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Auf jeden Fall – gerade dann, wenn mich die Idee zu einer neuen Geschichte packt. Dann schaffe ich innerhalb von 20 Minuten plötzlich ein Tausend Wörter, sitze grinsend am Schreibtisch, hüpfe vor mich hin und schreibe, ohne auf die Außenwelt zu achten. Wirklich kontrollieren kann man das bei mir eher nicht. Ich bin eine Gefühlsperson und manchmal erschlägt es mich einfach – eine Idee oder Inspiration – und dann will ich mich unbedingt auslassen!

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… liege ich höchstwahrscheinlich nur im Bett rum. Oder sitze in der Uni.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Wie gesagt, „Schreiben“ ist für mich ein Weg, zu sprechen, ohne unterbrochen zu werden. Im Schreiben habe ich schon lange einen zufriedenstellenden Weg gefunden, mit mir selbst klar zu kommen, wenn es keinem Anderen gelungen ist. Mit dem Schreiben möchte ich aber nicht nur mit mir selbst kommunizieren, sondern auch andere Leute teil haben lassen. Fremden die Möglichkeit geben, in meine selbstgeschaffene Welt einzutauchen und sich darin, für die Spanne eines Buches, auszutoben.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Naja, solche Menschen gilt es nur schwer anders zu belehren. Kreativität findet sich am Boden jeder Flasche – egal wie unkreativ sie sich auf befinden mag. Wenn es auch nur kleine Kritzelein auf den Seiten deines Collegeblocks sind, Kreativität findet sich überall. In meiner Klasse hatte ich nämlich auch mal Jemanden, der sich „unkreativ“ nannte und dann in den Pausen Freestyle-Raps losgelassen hat, ohne auch nur eine Sekunde zu stottern.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Vergangenheit
Erkenntnis oder Mysterium? – Erkenntnis
Stille oder Trubel? – Stille
Morgen oder Abend? – Abend
Utopie oder Dystopie? – Utopie
Zeit oder Geld? – Geld
Chaos oder Ordnung? – Chaos
Routine oder Abenteuer? – Routine (aber auch nur um ein paar Prozent. Sonst halt beides)
Luxus oder Minimalismus? – Luxus
Fiktion oder Realität? – Fiktion

Hier findet ihr Paulina:

Facebook: https://www.facebook.com/paulinaautorin/
Instagram: https://www.instagram.com/paulinabordihn_autorin/
Twitter: https://www.twitter.com/pauliwrites
Persönlicher Blog: https://www.paulicreates.wordpress.com
Schreibtipp Blog: https://www.nyawgzine.wordpress.com
YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCUoY7Q7_OwKXhcug8p3r6TA
Amazon: https://www.amazon.de/Paulina-Bordihn/e/B00NFCJETI

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Paulina! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
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Verfasst von - Januar 20, 2018 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Sammy Chan

Create & Inspire: Sammy Chan

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Sammy Chan, Autorin

Kurzvita
In meinem Beruf bin ich eher im naturwissenschaftlichen Bereich tätig, meine kreativen Hobbies sind mein Ausgleich in dem ich mich frei entwickeln kann. Dabei wechseln die Tätigkeiten stetig: zeichnen, basteln, handwerken, stricken, töpfern … Eine Konstante bildet das Schreiben, das ich schon seit Jahren ausübe.

Beschreibe dich in drei Worten.
Kreativ, optimistisch, unsicher

Woran arbeitest du gerade?
Schreiberisch arbeite ich immer an mehreren Werken. Zurzeit schreibe ich an einer Fanfiction für einen Challenge und an zwei größeren eigenen Geschichten. Eine davon möchte ich bei einem Verlag einreichen.
Außerdem arbeite ich seit kurzer Zeit an einem Model Kit (Anime-Figuren zum Bemalen und selbst zusammen bauen).
Momentan feile ich auch an einem Cosplay für die nächste Anime/Manga-Convention und dekoriere einen meiner Wohnräume um.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Ein kreatives Leben bedeutet für mich, dass man jederzeit abtauchen kann, in einer Tätigkeit aufgehen , dort Freiheiten zu haben und den Alltag vergessen zu können.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Ja, es kommt hin und wieder vor, dass ich in den Zustand des Flow verfalle. Es ist ein schönes, zeitloses Gefühl, in dem die Tätigkeit im Mittelpunkt steht. Am Schluss sieht man, wie viel man geschafft hat, ohne es wirklich zu merken. (Allerdings sagt der Blick auf die Uhr einem auch oft, wie sehr man die Zeit dabei vergessen hat 😀 )
Der Flow-Zustand ist nichts, was ich bewusst erreiche. Es ist von Vorteil, wenn ich keinen Zeitdruck habe und gute Musik ist ebenfalls hilfreich. Aber meist hängt es davon ab, ob ich mich vollkommen auf meine Tätigkeit konzentrieren kann oder noch andere Dinge im Kopf habe.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… bin ich in der Natur. Oder in der kleinen Natur daheim, kümmer mich um Haustiere und Zimmerpflanzen.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Neben der Tatsache, dass mir die Tätigkeit einen Ausgleich bietet, ist eine der größten Belohnungen für mich das schöne Gefühl. Das Gefühl,  dass ich etwas geschaffen habe und ich hinterher damit zufrieden bin. Das Gefühl, wenn ich das Geschaffene ansehe und denke: Es ist gelungen und individuell, weil du es gemacht hast, niemand sonst.
Natürlich macht es mich dann auch glücklich, wenn ich Zuspruch von außen bekomme und mir jemand sagt, dass es gut geworden ist, auch das ist ein gewisser Ansporn.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Sich umschauen und es trotzdem versuchen. Es gibt unheimlich viele unterschiedliche kreative Tätigkeiten, die mehr oder minder viel Fantasie benötigen. Auch hier gilt: auf jeden Topf passt ein Deckel. Wenn man kreativ sein möchte, dann findet sich auch etwas, was einem Spaß macht und gefällt. Und auch Kreativität muss trainiert werden, wie ein Muskel, wird sie nicht genutzt, so verkümmert sie. Je mehr sie trainiert wird, desto stärker wird sie.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Beides – es gibt schöne Dinge aus der Vergangenheit, an die ich mich gerne erinnere, aber ich bin auch gespannt, was mir die Zukunft bringt Erkenntnis oder Mysterium? – Erkenntnis – ich liebe den Aha-Effekt, den man manchmal hat, zum Beispiel auch bei Büchern und Filmen etc. Wenn plötzlich alles einen Sinn macht. Aber ohne Mysterium gibt es auch keine Erkenntnis, nicht wahr?
Stille oder Trubel? – Trubel – tatsächlich fühle ich mich unwohl, wenn es ganz still ist, deshalb eher Trubel. Aber alle Zwischenstufen haben ihre positiven Seiten.
Morgen oder Abend? – Abend – ich bin absolut kein Morgenmensch (natürlich hat der Morgen sicher auch seine schönen Seiten, aber die sehe ich nur selten :D)
Utopie oder Dystopie? – Beides – ich finde es wahnsinnig interessant mir Gedanken über die Zukunft zu machen, was sein könnte. Und ich lese und höre gerne, was andere sich da vorstellen. Sowohl die positiven als auch die negatibven Aspekte.
Zeit oder Geld? – Zeit! – Was bringt einem Geld, wenn man keine Zeit hat, um es auszugeben? Aber Zeit weiß ich immer zu nutzen, dafür brauche ich kein Geld.
Chaos oder Ordnung? – Ein Mittelding – zuviel Ordnung ist zu steril, zuviel Chaos wächst einem irgendwann über den Kopf
Routine oder Abenteuer? – Abenteuer…? – Routine kann irgendwann langweilig werden, aber sie gibt einem Sicherheit. Abenteuer ist niemals langweilig, aber meist auch ungewiss. Am besten mal so und mal so 😀
Luxus oder Minimalismus? – Luxus – Luxus ist nice to have, schätze ich. Sicherheit. Aber nicht alles, manchmal sind es auch nur die kleinen Dinge, die einen dann wirklich glücklich machen.
Fiktion oder Realität? – Fiktion – hängt aber sicherlich von den Lebensumständen ab, zurzeit hilft es mir aber sehr in fiktive Welten abtauchen zu können und eina Auszeit von der Realität zu nehmen.

Hier findet ihr Sammy:
Twitter:  https://twitter.com/Sammy_chan
Fanfiktion.de: https://www.fanfiktion.de/u/Sammy-chan

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Sammy! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 

 
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Verfasst von - Januar 13, 2018 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Magret Kindermann

Create & Inspire: Magret Kindermann

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Magret Kindermann, Autorin

Kurzvita
Ich bin Autorin, vor allem interessiere ich mich für Menschen und ihre alltäglichen Abgründe. Dabei stehe ich auf skurrile Details und Schweres, das in Leichtes verpackt ist.

Magret Kindermann_FotoBeschreibe dich in drei Worten.
Loyal, herzlich, kommunikativ. Das sind zumindest laut meines Persönlichkeitstests einige meiner positiven Eigenschaften. Meine negativen behalte ich mal für mich.

Woran arbeitest du gerade?
Die Novelle, an der ich gerade arbeite, ist eine Fortsetzung der „Tulpologie“. Darin gibt es einen Satz, der diesen zweiten Teil inspiriert hat, und zwar, dass meine Hauptperson Marlene zu einem früheren Liebhaber gesagt hatte, sie sollen sich immer nur treffen, wenn sie wirklich Lust darauf hätten. So wären ihre Treffen immer hundert Prozent. Um diese Beziehung geht es nun. Im Grunde geht es darum, sich seine eigenen Regeln für Liebesbeziehungen zu erschaffen, Freiheit vs. sich gehören.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Für mich bedeutet es, dass es für mich Priorität ist, mich kreativ ausleben zu können. Das ist mir wichtig. Aber ich finde, es ist auch schon ein kreatives Leben, wenn sich jemand nur eine kreative Ecke in seiner Zeit baut, etwa nach der Arbeit. Aber mir reicht das nicht.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Oh ja! Das ist eine irre Erfahrung. Die längste Phase war mehrere Tage lang. Ich vergaß, zu essen, war bis tief nachts wach, bis ich zitternd in den Schlaf fiel. Trotzdem wachte ich um 6 Uhr wieder auf, mit dem ersten Gedanken: „Ich will weitermachen!“ Ich weiß nicht, wie ich das erreicht habe. Wahrscheinlich weil ich ganz versunken bin und eben nicht nur wenige Stunden hatte, sondern mehrere Tage. Kleinere Momente des Flows kenne ich natürlich auch.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… passiert mit mir nichts Gutes. Ich werde aggressiv und versinke in gefühlter Bedeutungslosigkeit. Schreiben ist mein Ventil, wie andere Menschen joggen oder feiern gehen. Zwei Jahre lang habe ich mal nicht geschrieben, weil es mein Beruf nicht zugelassen hat. Als ich dann wieder anfing, fühlte ich mich wie erleuchtet.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Natürlich variiert das von Geschichte zu Geschichte. Grundsätzlich will ich erst einmal unterhalten. Den Leser sich selbst näherbringen, Sensibilität schaffen. Dazu reagieren meine Figuren oft anders, als man es erwarten könnte, also hoffe ich, dass sie den Horizont erweitern.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Ich vermute, dass diese Leute die Vorstellung mögen, etwas eigenes zu erschaffen. Man muss ja nicht immer gleich wie van Gough malen, sondern kann sich etwas suchen, das nach mehr Anleitung funktioniert. Etwa einen Tisch restaurieren, häkeln, Kleidung umnähen. Und wer weiß, vielleicht wecken diese Tätigkeiten ja ungeahnte Fantasie und das mit van Gogh wird doch noch was!

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft. (Immer in Laufrichtung blicken.)
Erkenntnis oder Mysterium? – Beides.
Stille oder Trubel? – Stille. Die kann auch ganz schön laut sein.
Morgen oder Abend? – Morgen. Ich liebe es, den Tag noch vor mir zu haben und ihn gemütlich einzuleiten, am besten sonntags mit einem langen Frühstück (am liebsten mit jemanden, der Frühstücke ebenso schätzt wie ich).
Utopie oder Dystopie? – Weder noch.
Zeit oder Geld? – Zeit. (Diese Antwort kam aus vollem Herzen.)
Chaos oder Ordnung? – Ordnung. Eine gute Organisation befriedigt mich.
Routine oder Abenteuer? – Da möchte ich mich nicht entscheiden müssen. Beides ist mir zu wichtig.
Luxus oder Minimalismus? – Minimalismus. Aber das passt meiner Meinung nach hervorragend mit Luxus zusammen.
Fiktion oder Realität? – Beides.

Hier findet ihr Margret:

Webseite: https://themagret.com/
Twitter: https://twitter.com/magretkind
Instagram: https://www.instagram.com/magretkindermann/

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Magret! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 

 
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Verfasst von - Dezember 30, 2017 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Stefan Schirmer

Create & Inspire: Stefan Schirmer

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Stefan Schirmer, Autor

Kurzvita
Reisefreudiger Bürohengst; trabt den Weg zum ersten Buch.

Profilbild BBA-Homepage Stefan SchirmerBeschreibe dich in drei Worten.
Humorvoll. Reiselustig. Tolerant.

Woran arbeitest du gerade?
Hauptsächlich an meinem ersten Buch, in dem ich über (m)eine Reise durch Indien und Nepal erzähle und versuche, Lesern diese beiden besonderen Länder auf authentische, aber unterhaltsame Art näherzubringen. Nebenbei sammle ich aber auch schon Ideen für Kurzgeschichten, aus denen vielleicht irgendwann ein zweites Buch wird.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
In meinem „Brotjob“ ist nicht viel Platz für Kreativität, deshalb muss ich sie in der Freizeit ausleben. Meist bezieht sie sich bei mir auf Sprache und Texte; ich habe da oft spontane Einfälle. Ich mag Wortwitz sehr und schaffe gerne Bilder durch Worte.
Bilder durch Farbe und Töne bilden kann ich nur so mittelmäßig. Ich bewundere Menschen, die sich auf diese künstlerische Art vollendet ausdrücken und vielleicht sogar ihr ganzes Leben dem kreativen Schaffen widmen können.
Aber wer weiß: vielleicht kaufe ich mir doch irgendwann mal ein Saxophon oder erwecke die in der Ecke stehende Gitarre zum Leben.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Den Flow habe ich sowohl körperlich als auch geistig schon erlebt.
Bis vor ein paar Jahren bin ich lange Strecken gelaufen. Da kam ich manchmal in einen nahezu meditativen Zustand, an dem der Körper wie ein Dieselmotor lief. Die Schritte gleichmäßig, der Atem gleichmäßig. Der ganze Mensch ein einziges Wohlbehagen. Und das Gefühl, genau so ewig weiterlaufen zu wollen und zu können.
Beim Schreiben habe ich den Flow manchmal in der Form, dass Sätze quasi aus mir herausquellen, dass Worte automatisch an die richtigen Stellen fallen. Da kann ich den Text kaum so schnell niederschreiben, wie er im Kopf gebildet wird.
In beiden Fällen habe ich es nicht darauf angelegt. Der Flow war plötzlich da.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… sitze ich möglicherweise gerade im Büro.
Spaß beiseite: Kreativität ist nicht lebensnotwendig, aber ein Teil von mir. Deshalb wird es keine langen Phasen ohne Kreativität geben.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Ich möchte Menschen unterhalten und ein Stück weit bewegen; sie neugierig machen oder zum Lächeln bringen.
Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Probier dich aus. Für kreative Tätigkeiten gibt es eine weite Spanne. Vom Schnitzen bis zum Musizieren, vom Stricken bis zum Schreiben, vom Malen bis zum Töpfern. Belege vielleicht einen Kurs und lass dich durch gemeinschaftliches Erleben inspirieren. Auch das Internet ist voller Inspiration.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft
Erkenntnis oder Mysterium? – Erkenntnis
Stille oder Trubel? – Stille
Morgen oder Abend? – Abend
Utopie oder Dystopie? – Utopie
Zeit oder Geld? – Zeit
Chaos oder Ordnung? – Ordnung
Routine oder Abenteuer? – Abenteuer
Luxus oder Minimalismus? – Luxus (eigentlich weder noch, sondern irgendwas dazwischen)
Fiktion oder Realität? – Realität

Hier findet ihr Stefan:

Derzeit noch auf https://about.me/stefanschirmer, eine Homepage folgt.
Twitter: @StefanSchirmer

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Stefan! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
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Verfasst von - Dezember 28, 2017 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Elena Laubinger

Create & Inspire: Elena Laubinger

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Elena Laubinger, Autorin & RPGlerin

Kurzvita
Mein Name ist Elena und ich bin sehr schlecht darin, mich selbst zu beschreiben. Deswegen nutze ich gern die Beschreibung meiner Freunde & Bekannten, dass ich ein Allroundtalent bin. Auch wenn ich davon selbst nicht gänzlich überzeugt bin
P.S.: Das Bild zeigt mich in einem selbst genähten Outfit 🙂

Beschreibe dich in drei Worten.
Sarkastisch, neugierig & wahnwitzig.

DSCN1954Woran arbeitest du gerade?
Gerade im Moment beschäftige ich mich mit diesem Interview 😉
Wenn man gerade im Sinne von momentan nimmt, erweitert sich die Liste dann schon. Begrenzt auf das Thema Kreativität/kreatives Schaffen bleibe ich dann besonders beim Schreiben mehrerer (Fantasy-)Geschichten mit einigen Freunden hängen. Und dabei, dass ich meinen Stapel zu lesender Bücher dezimiere. Darüber hinaus arbeite ich momentan wieder verstärkt an meinen zeichnerischen Fähigkeiten – ich beneide echt wirkende „digital Art“-Bilder! Ganz davon abgesehen, dass mein ‚Dinge, die ich noch nähen muss‘-Stapel reduziert werden will. Und ein paar Serien stehen auch noch auf meiner To-Do Liste.
Also viel zu viel gleichzeitig 😀

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Ein kreatives Leben ist ein individuell gestaltetes Leben. Demnach müsste jeder Mensch kreativ leben. Ansonsten würde es Robotermenschen mit einer täglichen Routine geben, die sich durch nichts und wieder nichts aus dem Zeitplan werfen lassen könnten. Ich finde, dass ein kreatives Leben ebenso Momente beinhaltet, in denen man sich einfach Zeit für sich selbst nimmt. Dabei beschäftigt man sich mit seinen eigenen Lieblingsdingen. Auch Schwierigkeiten/Hindernisse/Streit gehören zu einem kreativen Leben dazu. Denn die Versuche, diese Hürden zu überwinden sind Kreativität pur! Genauso wie Träume! Egal ob als Lebensziele oder die Träume beim Schlafen.
Kurzum: Leben ist Kreativität – Kreativität ist Leben

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?

Das passiert mir immer wieder, wenn ich lese. Dabei hängt die Stärke des Flows davon ab, wie gut ich mir die dargestellte Welt/Handlung/… vorstellen kann. Da kann es dann schon mal passieren, dass ich Tag und Nacht durchlese, ohne irgendwen/irgendetwas anderes mitzubekommen. Je schwächer der Flow in dieser Hinsicht ist, desto mehr bekomme ich auch von der Außenwelt mit.
Auch beim Nähen passiert es mir immer wieder, dass ich in einen Flow komme. Das liegt dann meistens daran, dass ich das angefangene Nähteil meist unbedingt fertig bekommen will. Dieser Ehrgeiz schaltet dann alles Unnötige um mich herum aus. Ich weiß, wo und wie ich alles ausmesse und zuschneide, wo und wie ich nähe und der Rest ist vergessen. Das steigert meine Produktivität dann ungemein.
Was alle unterschiedlichen Flows bei mir jedoch gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass ich danach urplötzlich mit diversen körperlichen Gegebenheiten zu kämpfen habe: Hunger, Durst, Harndrang, Müdigkeit. Am Besten alles auf einmal und alles mit einer Intensität, die alles gleichzeitig bewältigt haben möchte.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… müsste ich tot sein. Ernsthaft, ich habe mir über diese Frage gerade lange den Kopf zerbrochen. Aber ich komme immer auf die selbe Antwort. Egal, welches meiner X Hobbies ich durchleuchte, mindestens mein dauerdenkendes Hirn ist immer im Einsatz. Selbst beim Löcher an die Wand starren denke ich nach. Im Schlaf träume ich. Schaue ich eine Serie, versuche ich, die Handlung weiter zu spinnen und Dinge voraus zu sehen. Fahre ich Auto, schimpfe ich. Usw. usf. Meistens geschieht das nicht aktiv, aber die Kreativität ist immer da. Das bringt mich wieder zu Punkt 3 zurück. Leben ist einfach immer Kreativität.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Puh. Das ist eine schwere Frage. Zumal ich mich für das Interview auf keinen meiner X kreativen Bereiche festgelegt habe. Generell schätze ich, dass ich einfach meine Hobbies ausleben und ein relativ entspanntes Leben führen möchte. Entspannt bedeutet hier, dass ich mir z.B. kaum Sorgen um mein zukünftiges Leben machen möchte. Dass ich stolz darauf sein kann, so zu sein, wie ich bin und was ich mache. Dass ich nicht dem Gedanken nachrenne, ich müsste irgendetwas besser können, um irgendjemanden zufrieden stellen zu können.
Natürlich möchte ich das ganze auch nach Außen hin ausdrücken. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Niemand hat es nicht nötig, sich von anderen bestimmen zu lassen.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Meine Theorie zu diesem Thema ist, dass Menschen, die das von sich sagen, Kreativität immer mit überragenden Geschichten, überzeugenden Zeichnungen oder anderen Dingen verbinden, die die Schule in den Kunstunterricht gepresst hat und die sie nie selbst erreichen würden. Dabei muss eine gewisse Fantasie vorhanden sein, da man ja im Voraus wissen sollte, was man zeichnet/schreibt/… Spontane Kreativität ist damit unmöglich und nur noch geplantes Handeln wird zum Ziel.
Ich schätze, ich würde raten, die eigene Definition von „Fantasie“ und „Kreativität“ zu hinterfragen. Denn Fantasie könnte man z.B. auch mit den eigenen Gedanken umschreiben. Kreativität wäre dann irgendeine Art, die Gedanken auszudrücken. Kreativität kann aber auch einfach ein spontaner Ausdruck der eigenen Gefühle sein, wodurch die Fantasie überflüssig wird. So oder so müsste einer solchen Person die spontane Kreativität näher gebracht werden.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Vergangenheit. Ich schreibe meine Geschichten immer im Präteritum.

Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium.
Stille oder Trubel? – Stille.
Morgen oder Abend? – Wenn man morgens lieber ausschläft …
Utopie oder Dystopie? – Utopie. Lieber unerreichbar, als zerstört
Zeit oder Geld? – Zeit.
Chaos oder Ordnung? – Chaos. So ein bisschen Chaos schadet niemandem 😉
Routine oder Abenteuer? – Routine.
Luxus oder Minimalismus? – Minimalismus.
Fiktion oder Realität? – Fiktion.

Hier findet ihr Elena:

Twitter: https://twitter.com/Aerithx3x3
Instagram: https://www.instagram.com/aerithx3x3/
Pinterest: https://www.pinterest.de/aerithblubb/
Schreibblog: https://www.rpg-zauber.de

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Elena! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
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Verfasst von - Dezember 18, 2017 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Nora Bendzko

Create & Inspire: Nora Bendzko

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Nora Bendzko, Autorin, Sängerin & Lektorin

Mein Name ist Nora Bendzko, ich schreibe dunkelfantastische Geschichte und singe Metal, wenn ich neben dem Studium nicht lektoriere. Ich lebe dabei ganz nach dem Motto: Man braucht die Dunkelheit, um stärker leuchten zu können.

Beschreibe dich in drei Worten.
Autoren PorträtLeidenschaftlich, unabhängig, entdeckungsfreudig.

Woran arbeitest du gerade?
Derzeit überarbeite ich zwei große Buchprojekte, die insgesamt über 1.000 Seiten umfassen: Das High-Fantasy-Epos „Die Schönheit des Biests“ und der Cyberpunk-SciFi „Roboter Engel“. Beide möchte ich bei Verlagen einreichen. Danach steht das Schreiben meines vierten Galgenmärchens an, das ich wieder selbst veröffentlichen werde. Außerdem möchte ich nächstes Jahr am Kindle-Storyteller-Award mit einem selbst veröffentlichten Roman teilnehmen. Ich kann schon mal verraten, dass es ein dunkelfantastischer Thriller zu unserer Zeit mit dem Namen „Koma-Träume“ wird. Aber nicht nur schriftstellerisch, auch musikalisch gibt es einiges zu tun. Mit meiner Heavy-Metal-Band Nightmarcher schreibe ich derzeit an neuen Songs für die Wintersaison, während die Progressive-Metal-Band Avem Material für ein ganzes Album geschrieben hat. Nun geht es Richtung Album-Produktion.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Kreativ leben heißt für mich: Ohne Kreativität kann ich nicht. Das merke ich besonders in stressigeren Zeiten, wenn ich z. B. mehr in der Uni zu tun habe. Kommen dann Schreiben und Musik zu kurz, werde ich richtig unglücklich. Dagegen sind Tage, an denen viel geschrieben wurde, ein Glücksschub.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Der Flow ereilt mich sogar immer wieder. Für mich fühlt er sich wie ein Trance-Zustand an. Ich bin total ruhig, irgendwo zwischen totalem Wachsein und Schläfrigkeit, und die Kreativität sprudelt nur so aus mir heraus. Ich überlege dann nicht mehr, das Schreiben setzt sich einfach fort. Diesen Zustand habe ich bisher immer nachts erreicht, wenn schon alles um mich schlief. Er hat auch immer nur geklappt, wenn ich das Gefühl hatte, keinen Zeitdruck zu haben. Wenn ich weiß, ich muss den morgen danach früh aufstehen oder habe nur ein, zwei Stunden und danach einen Termin, bin ich automatisch verkrampfter.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… studiere ich Deutsche Philologie an der Uni Wien und verdinge mich mit Lektoraten. Man sieht mich in Wien auch öfter vor einer Bühne. Ansonsten liebe ich es, mich leserisch weiterzubilden – ob mit Romanen, Zeitungsartikeln, wissenschaftlicher Literatur, Comics, Blogeinträgen –, liebe das Kochen und gut zu essen, verliere mich ab und an in einem spannenden Fantasy-Game.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Ich möchte schöne Dinge erschaffen, sowohl für mich als auch für andere. Mit meinen Geschichten und Songtexten will ich nicht nur unterhalten, sondern auch bewegen. Persönlich glaube ich nicht, dass es nichts zwischen schnöder Unterhaltung und langatmiger „hoher Kunst“ gibt. Ich versuche, etwas dazwischen zu bedienen; etwas, das man aus Spaß an der Freude lesen oder hören kann. Doch wer mehr Interesse entwickelt, genauer hinschaut und zuhört, soll auch Tiefe und etwas zum Nachdenken finden. Dabei habe ich die leise Hoffnung, den einen oder anderen für Dinge zu öffnen, denen er sonst skeptisch gegenübersteht, wie andere Kulturen oder alternative Lebensmodelle. Ich schreibe da für eine offenere Welt mit größeren Horizonten.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Jeder Mensch hat Fantasie. Ich bin überzeugt, dass sie Teil von unserem Menschsein ist. Du glaubst, du hast nicht genug Fantasie, in Wirklichkeit hast du sie nur noch nicht entdeckt! Entsprechend musst du dich auf die Suche machen verlasse deine gewohnte Umgebung, beobachte Menschen und versuche mit welchen in Kontakt zu kommen, mit denen du sonst nichts zu tun hast. Dafür musst du gar nicht weit reisen, es reicht schon, in eine dir unbekannte Ecke deines Dorfes/ deiner Stadt zu gehen. Wenn du dann anfängst, deine neuen Eindrücke aufzuschreiben, wird eins zum anderen kommen – glaub mir!

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft! Jeder neue Tag ist doch ein neues Abenteuer.
Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium! Zumindest liebe ich es, mysteriöse Dinge zu schreiben.
Stille oder Trubel? – Da kann ich mich nicht entscheiden J Ich finde, es muss ausgewogen sein. Trubel den einen Tag, und Stille den anderen, um sich vom Trubel zu erholen.
Morgen oder Abend? – Abend! Das ist einfach meine Tageszeit, ich bin eine eindeutige Nachteule.
Utopie oder Dystopie? – Dystopie! Aber auch nur, weil ich die spannender zum Lesen und Schreiben finde als Utopien.
Zeit oder Geld? – Zeit! Man kann damit Zeit so viel mehr erreichen als mit Geld. Zeit braucht man, um Beziehungen aufzubauen, langwierige Dinge zu unternehmen (und man kann aus ihr auch Geld machen, wenn der Job stimmt und man sich die entsprechende Zeit nimmt). Geld dagegen ist kurzlebig.
Chaos oder Ordnung? – Beides! Ohne mein kreatives Chaos kann ich nicht. Aber ich bin doch froh, dass der Putzfimmel einsetzt, wenn es zu chaotisch wird.
Routine oder Abenteuer? – Abenteuer, eindeutig! Wenn die Tage in zu gleichem Rhythmus dahinlaufen, werde ich immer unruhig.
Luxus oder Minimalismus? – Mittelmaß: Ab und zu gönne ich mir was, wie ein schönes Kleid oder ein gutes Essen, das ist aber auch schon alles. Totaler Luxus würde mich wahrscheinlich überfordern.
Fiktion oder Realität? – Fiktion! Ich bin ja nicht grundlos phantastische Autorin. Ich glaube fest daran, dass wir Menschen ohne Fantasie, ohne Geschichten, die unsere Vorstellungskraft überschreiten, ganz arm dran wären. Die trockene Realität kann sehr deprimierend sein – wie verloren müssten wir sein, könnten wir nicht von neuen Welten träumen? Nur, wer träumt, kann überhaupt auf die Idee kommen, für etwas Besseres zu streiten.

Hier findet ihr Nora:

Homepage: norabendzko.com
Facebook: facebook.com/norabendzkooffiziell
Twitter: twitter.com/NoraBendzko

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Nora! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
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Verfasst von - Dezember 10, 2017 in Create & Inspire

 

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