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Create & Inspire: BenStage

Create & Inspire: BenStage

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

BenStage, Autor & Blogger

Kurzvita
Ich bin wie Berlin: Verdammt zu werden und niemals zu sein.

Beschreibe dich in drei Worten.
Ambitioniert, leidenschaftlich, loyal.

Woran arbeitest du gerade?
Verschiedenes, leider – was wohl der Grund ist das nie etwas fertig wird. Von satirisch gefärbten Streitschriften bis zum epischen Sci-Fi-Fantasy Werk. Ich kann mich einfach auf nichts alleine konzentrieren und arbeite lose an zig Dingen.

ben_twitterWas verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Dass ich die Freiheit habe meine Ideen auszuleben, mich auszuprobieren, mich treiben lassen kann. Ideen ständig andere Ideen hervorrufen. Das ich Welten erschaffe und zerstöre, die verschiedenen Farbe meiner Seele in Worte kleide.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Ja, doch in einem vom Alltag geprägten Leben passiert das leider viel zu selten, was mich sehr deprimiert. Wenn es passiert, ist das einfach nur berauschend, man fühlt sich wahnsinnig lebendig und wie elektrisiert. Wenn Synapsen buchstäblich glühen kommt das fast einem Orgasmus gleich.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… fühle ich mich klein, unbedeutend, nutzlos und grau.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Alan Shore aus Boston Legal hat mal gesagt „Worte sind meine Freunde“. Das ist bei mir ähnlich. Ich habe nicht viele Freunde, hatte ich nie. Aber Worte waren immer für mich da. Ich bin nicht direkt schüchtern, aber auch niemand der sich im realen Leben anderen einfach so öffnen kann / will, oder ungefragt mitteilt. Ich will Menschen nicht zur Last fallen. Dennoch brauche ich ein Ventil. Muss teilen was mich innerlich zerfrisst. In irgendeiner Form. Ich muss das Chaos, den Schmerz, die Ideen, die Fragen in meinem Kopf irgendwie ordnen. In Geschichten oder Texten kann ich mich mitteilen. Mir selbst Dinge erklären, die ich nicht verstehe. Ich bin mir der Vergänglichkeit meines Selbst und der Endlichkeit des Lebens sehr bewusst. Ich möchte gerne etwas hinterlassen. Etwas das nach meinem Tod noch eine Weile bestand hat. Der Gedanke etwas zu erschaffen woran man sich eine Weile erinnern mag, tröstet mich. Ich glaube nicht das ich dies mit etwas anderen als der Schreiberei erreichen könnte. Es ist meine einzige Chance etwas von Bedeutung zu tun.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Kreativität, Fantasie kann man meiner Meinung nach nicht lernen, wenn auch trainieren. Schreiben und andere Kunstformen sind vor allem ein Handwerk – das kann man lernen. Doch kann man sich nicht einfach vornehmen, kreativ zu sein. Ich denke aber, dass es extrem viel mit Disziplin zu tun hat. Sich immer wieder selbst zu fordern und es zu versuchen. Sich auf eine Sache zu konzentrieren und diesem einen Ding so die Chance einer Möglichkeit geben. Ich glaube nicht daran das jeder Mensch per se kreativ ist oder sein kann. Ich glaube aber sehr wohl daran das jeder Mensch in mindestens einer Sache sehr gut werden kann. Und die meisten Menschen wissen nicht, ahnen nicht mal was das sein könnte. Ich würde dieser Person raten es auszuprobieren, immer wieder und keine Angst vorm Scheitern zu haben. Das gehört dazu.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Ich bin neugierig darauf was sein könnte.
Erkenntnis oder Mysterium? – Ich bin neugierig und möchte Dinge verstehen, dennoch finde ich es schön wenn ich mich Dinge fragen, suchen kann.
Stille oder Trubel? – Ich mag Chaos und halte es für kreativ-stiftend, aber ich glaube es braucht Stille um wahrlich schöpferisch tätig zu sein.
Morgen oder Abend? – Ich habe das Gefühl abends/nachts besser arbeiten zu können, das mag aber eine Lüge sein. Ich versuche das gerade zu ändern.
Utopie oder Dystopie? – Die, die mich kennen mögen das nicht glauben, aber ich mag Dystopien nicht besonders und liebe Utopien, weil ich auf meine eigene, verquere Weise doch ein Optimist bin.
Zeit oder Geld? – Geld kann einem ja auch Zeit schenken, aber eben nicht wirklich daher muss das wertvoller sein.
Chaos oder Ordnung? – Siehe Nummer 3.
Routine oder Abenteuer? – Ich habe viel zu viel Routine in meinem Leben und es deprimiert mich. Ich brauche mehr Abenteuer, etwas wofür es sich zu leben lohnt.
Luxus oder Minimalismus? – Zeit haben ist ja Luxus, ich glaube aber das im Wenigen wahre Erfüllung liegt. Ein Zustand den ich noch nicht gemeistert habe
Fiktion oder Realität? – Weil mich die Realität oft deprimiert/langweilt

Hier findet ihr Ben:

Webseite: http://benstage.com/
Twitter: https://twitter.com/WithoutUmlaut
Facebook: https://www.facebook.com/BenStage-1919353664741536/

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Ben! 🙂

~~~
*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

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Verfasst von - Februar 10, 2018 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: TheBlueSiren

Create & Inspire: TheBlueSiren

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

TheBlueSiren, angehende Psychologin, Bloggerin & Vloggerin, Autorin & Blobfish

Kurzvita:
Ich bin Babsi, studiere Psychologie, blogge und vlogge als TheBlueSiren über Bücher, Psychologisches und alles, was mich sonst so bewegt. Außerdem arbeite ich als Autorin an der Überarbeitung meines ersten Manuskripts und hoffe 2018 endlich aktiv die Veröffentlichung angehen zu können.

Beschreibe dich in drei Worten.
Absurd – verträumt – Blobfisch

Woran arbeitest du gerade?
Bachelorarbeit und Kapitel 9 von 18 in der Überarbeitung.

BlueSirenWas verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Kreativ leben bedeutet für mich vor allem, das man Tagträumerein und spontanen Gedanken nachhängen darf. Dass man außerhalb von bereits befahrenen Wegen und ausgetrampelten Pfaden denkt und sich vielleicht auch Zeit für Dinge nimmt, die nirgends enden. Ob man dabei ein Kunstwerk schafft oder in welcher Form ist eher nebensächlich. Für mich bedeutet es meistens Schreiben, Bloggen oder seltener zeichnen und malen.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Ich war bestimmt schon im Flow, vor allem beim Schreiben. Ich erinnere mich kaum daran, weil ich einfach so drin war. Als ich danach wieder „bewusst“ auf die Uhr geschaut habe, war viel Zeit vergangen, aber ich habe mich ausgefüllt und lebendig gefühlt.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
werde ich auf Dauer aggressiv, traurig und lustlos.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Mich treibt manchmal mehr um, als gut für mich ist. Ich möchte so viele Dinge ausdrücken und am liebsten alles gleichzeitig. Das macht es beim Schreiben nicht immer einfacher, denn alle Themen in einer Geschichte unterzubringen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Vor allem möchte ich erreichen, dass Menschen mehr reflektieren – über sich und über andere. Dass man niemanden aufgrund seines Aussehens, seiner Profession oder seiner Herkunft verurteilt. Dass man seine Träume nicht aufgeben sollte. Aber auch, dass man für seine Liebsten da sein sollte, dass man dennoch auf sich selbst Rücksicht nimmt.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Denke nicht zu viel ans Denken selbst. Kreativität lebt von fließenden Gedanken von denen man sich treiben lässt. Das Analysieren und Sortieren kommt später, bei der Ausübung, beim Prozess des Schaffens. Was mir aber immer hilft ist, Fragen stellen. Was wäre, wenn…?

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

  • Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft
  • Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium
  • Stille oder Trubel? – Stille
  • Morgen oder Abend? – Abend
  • Utopie oder Dystopie? – Lieber bewusst etwas Schlechtes haben als in einer geblendeten, falschen Welt zu leben, die es ohnehin nicht geben wird
  • Zeit oder Geld? – Zeit
  • Chaos oder Ordnung? – Chaos
  • Routine oder Abenteuer? – Abenteuer
  • Luxus oder Minimalismus? – Es muss kein Luxus sein, aber ich sammle zu gerne und betrachte zu gerne die Dinge, die sich über die Jahre anhäufen. Minimalismus ist jedenfalls nichts für mich.
  • Fiktion oder Realität? – Fiktion

Hier findet ihr Babsi:

Twitter: http://twitter.com/blues1ren
Instagram: http://www.instagram.com/thebluesiren
Facebook: http://www.facebook.com/thebluesiren/
Youtube: http://www.youtube.com/c/thebluesiren
Blog: http://www.thebluesirenblog.wordpress.com

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Babsi! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 

 
Ein Kommentar

Verfasst von - Oktober 7, 2017 in Create & Inspire

 

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