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Create & Inspire: Melanie Lahmer

Create & Inspire: Melanie Lahmer

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Melanie Lahmer, Autorin

Kurzvita: Ich bin hauptberufliche Autorin, schreibe Krimis und Romances (unter Pseudonym) und habe vor Ewigkeiten mal Erziehungswissenschaften, Psychologie und Soziologie studiert. Als Synästhetin nehme ich die Welt ziemlich bunt wahr.

Beschreibe dich in drei Worten.
Enthusiastisch, zweifelnd, Kopfmensch

Woran arbeitest du gerade?
Beruflich: Ich entwickle gerade eine neue Krimireihe.
Privat: Wolle mit Pflanzen färben und dann verstricken, generell brauche ich immer Farben in meiner Nähe.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Ich weiß nicht recht, wie es sich als nicht-kreativer Mensch anfühlt (gibt es das überhaupt?), aber für mich ist das Leben immer bunt und kreativ. Mit Kindern, Katzen, Haus, Garten und Berufstätigkeit muss ich ständig improvisieren und mir kreative Lösungen für alle möglichen Situationen ausdenken. Das ist manchmal anstrengend und erfordert eine gewisse Lockerheit, auch im Umgang mit Zwängen und fremden Ansprüchen. Da brauche ich auch Zeit für mich, und die hole ich mir am liebsten draußen in der Natur. Da, wo keine Menschen sind.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Wenn ich in die Haut meiner Romanfiguren geschlüpft bin und ihre Gedanken und Gefühle spüren kann, komme ich gut in einen Flow. Das kann aber dauern, weil es manchmal doch irgendwo hakt.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
Ich glaube, ein großer Teil meines Alltags besteht aus Improvisation, und das finde ich definitiv kreativ. Also bin ich kreativ, oder ich schlafe! 😀

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Ich möchte Menschen eine gute Zeit bescheren, wenn sie meine Bücher lesen. Dabei möchte ich nicht definieren, was für meine Leserinnen und Leser eine gute Zeit ist. Manche möchten vielleicht vom Alltag abschalten, andere vielleicht etwas Neues erfahren oder an anderen Gedanken teilhaben. Und besonders schön finde ich, wenn die LeserInnen beim Zuklappen des Buches ein klein wenig mehr wissen als vorher.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Für mich ist Kreativität keine Frage von Fantasie. Ich würde mich selbst noch nicht einmal als besonders fantasievoll bezeichnen. Ich spinne lediglich Gedanken weiter, denke manches bis zum Ende durch oder einfach mal um ein paar Ecken herum und frage mich: „Was wäre, wenn?“.
Für mich ist es wichtig, mich beim Denken nicht einzuschränken und zu zensieren, sondern erst mal alle Gedanken gleichberechtigt nebeneinander stehen zu lassen. Dann kommen auch gute Ideen, und die nicht ganz so tollen verschwinden von alleine in irgendeiner Ecke.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Vergangenheit
Erkenntnis oder Mysterium? – Erkenntnis
Stille oder Trubel? – Stille
Morgen oder Abend? – Abend
Utopie oder Dystopie? – Utopie
Zeit oder Geld? – Zeit
Chaos oder Ordnung? – Chaos
Routine oder Abenteuer? – Abenteuer
Luxus oder Minimalismus? – Minimalismus
Fiktion oder Realität? – Fiktion

Hier findet ihr Melanie:

Blog: https://siegerlandkrimis.wordpress.com/
Twitter: https://twitter.com/siegenkrimi

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Melanie! 🙂

~~~
*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

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2 Kommentare

Verfasst von - März 11, 2018 in Create & Inspire

 

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