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Create & Inspire: Tom Diander

Create & Inspire: Tom Diander

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Tom Diander, Autor

Kurzvita: Hi, ich bin Tom und das Bild von mir habe ich ganz alleine gephotoshopt.
-Tom Diander-Photography by ©Eve Alexder_
Beschreibe dich in drei Worten.
Neugierig, Kaffeesüchtig

Woran arbeitest du gerade?
Ich verzweifle aktuell an meinem Debütroman und bin guter Hoffnung ihn noch dieses Jahr verbrennen zu dürfen. 😆

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Niemals aufhören sich zu begeistern, Probleme nicht wegschieben, sondern konzentriert angehen. Neue Wege ausprobieren, auch die Sackgasse aushalten und niemals nie, nur versuchen etwas darzustellen, was man nicht ist. Mir sind leider nicht wenige Kollegen/innen bekannt, die im Szene Café mit Schal und E-Zigarette ihre Schriftstelleroptik feiern und wirklich glauben, dass diese Fassade zu einem kreativen Künstlerleben dazugehört.
Für mich persönlich bedeutet es, meine Ängste, Sehnsüchte, dem Wahnsinn in meinem Kopf, eine Form zu geben. Manchmal kommt dabei eine Geschichte heraus, manchmal ein Song, oder eine Zeichnung. Kreativ zu sein, ist die Bereitschaft sich auseinanderzusetzen. Lösungen zu finden. Es geht immer um Leidenschaft.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Sportler sprechen von der “Zone”, improvisierende Musiker von der “pocket” und bei Läufern heißt es “Runner´s High”. Bei mir ist es der “Tunnel”. Ich befinde mich dann in einem Zustand höchster Konzentration, wo jede Handlung blitzschnell in die nächste fließt. Im Grunde der beste Bewusstseinszustand, um zu arbeiten.
Damit das funktioniert, muss ich mir Zeit nehmen und für ausreichend Ruhe sorgen. Um mich voll und ganz auf meine Aufgabe fokussieren zu können, bedarf es ein stumm geschaltetes Smartphone und das Internet darf mich auch nicht ablenken. Musikberieselung ist ebenfalls tödlich für mich. Alles, was mich irgendwie ablenken könnte, räume ich aus dem Weg.
Wichtig ist auch eine genaue Zielsetzung. Ich muss wissen, was ich tun will und warum? Außerdem hilft immer auch eine Portion Druck, um in den “Flow” zu kommen. Wenn ich unter Druck gerate, benötige ich keine Extraportion Konzentration, sie ist einfach da. Daher sind Deadlines durchaus hilfreich.
Am wichtigsten ist jedoch, dass ich emotional beteiligt bin. Wenn mir etwas besonders wichtig ist, ich mit Leidenschaft an etwas arbeite, gelingt es mir deutlich müheloser in den “Tunnel” fliegen.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… habe ich mehr Ablenkung als mir manchmal lieb ist. Ich bin Gamer und kann stundenlang in Rollenspielwelten abtauchen. Zurzeit bin ich ein großmäuliger Zauberer in “The Elder Scrolls Online”. Ansonsten suchte ich mich durch allerhand Serien und natürlich stalke ich euch alle auf Twitter. 😇

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Nichts. Ich habe kein “Wort”, das ich verkünden möchte. Ich tue, was ich tue, weil ich es muss. Weil es keine Alternative gibt und es mir das Gefühl von Freiheit schenkt.
Ich bin Geschichtenerzähler. Dabei geht es mir vor allem um Sprache und Stil. Kriminalgeschichten gibt es wie Sand am Strand, aber wie meine liest sich keine, denn die Kunst ist es, eine Story gut zu erzählen. Gelingt mir auch nicht immer aber meine Werke musst du auch nicht zwischen Dürrenmatt und Auster stellen, sondern schön im Bad, zwischen Deoroller und Klopapier. Da passe ich wunderbar hin. Dein Nachtschränkchen wäre auch ganz nett.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Lass Twitter, wo es ist, vergiss Facebook und Instagram, klemm dir YouTube Videos und du musst auch nicht alle fünf Minuten deine Mails checken. Gönn dir Langeweile! Weil ungerichtetes Denken, eine wichtige Quelle der Inspiration und Kreativität ist. Wann immer du dich mit etwas beschäftigst, hat dein Geist etwas zu tun, selbst wenn es nur Blödsinn ist. Dein Gehirn hat somit keine Zeit im Unbewußten neue Verbindungen zu knüpfen, daher war es das dann auch mit tollen Ideen und visionären Geistesblitzen. Ruhe dich aus, mach dich leer und du wirst für Kreatives offen sein. Entspanne dich beim Warten an der Supermarktkasse, lasse deine Gedanken umherwandern. Ich kenne keine unkreativen Menschen.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft, das Vergangene ist eh gelaufen.
Erkenntnis oder Mysterium? – Das Mysterium, denn “die Wahrheit ist irgendwo da draußen.”
Stille oder Trubel? – Ich liebe die Stille.
Morgen oder Abend? – Zum Abend werde ich erst richtig munter.
Utopie oder Dystopie? – Die Utopie. Weil ich nie aufhören möchte zu träumen.
Zeit oder Geld? – Die wichtigste Ressource in meinem Leben ist Zeit.
Chaos oder Ordnung? – Ich schaffe es immer noch, meine Socken zwei Meter neben den Wäscheeimer zu pfeffern. Von daher: “Chaos regiert”.
Routine oder Abenteuer? – Seit ich mir im Verfassen von Texten eine gewisse Routine angeeignet habe, gehen die Abenteuer deutlich flüssiger von der Hand.
Luxus oder Minimalismus? – „Reduce to the Max.”
Fiktion oder Realität? – Was wäre die Welt ohne schöne Geschichten.

Hier findet ihr Tom:

Seit meine Webseite von einem Spaßvogel gehackt wurde, habe ich den Webauftritt gelöscht und du landest unter www.tomdiander.com auf meinen Medium Blog. Dort findest du Kurzgeschichten und einige Artikel von mir. Spätestens, wenn mein Roman veröffentlicht ist, wird eine neue Webseite unter gleicher Adresse an den Start gehen.

Auf Facebook wirst du mich nicht finden, weil ich keine Freunde habe, aber auf Twitter bin ich zu Hause. https://twitter.com/TomDiander

Mittlerweile bin ich in der Suchmaschine deines Vertrauens ganz gut zu finden. Einfach “Tom Diander” eingeben und du wirst es bereuen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
Lieben Gruß
Tom

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Tom! 🙂

~~~
*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

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Create & Inspire: Andreas Hagemann

Create & Inspire: Andreas Hagemann

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Andreas Hagemann, Autor

Kurzvita: Gebürtiger Berliner, sesshaft bei Düsseldorf. Verarbeitet das Leben und die Gedanken primär mit Humor und nutzt die mit Musik, das Schreiben sowie Zeichnen, um sich auszudrücken.

Beschreibe dich in drei Worten.
Humorvoll, dauerkreativ, Sympathikus

Woran arbeitest du gerade?
Ich schreibe aktuell am Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe und illustriere hierfür sogar einzelne Kapitel. Dafür fummle ich mich sogar ins digitale Zeichnen und Malen rein, um meiner Phantasie nicht nur mit Worten Ausdruck zu verleihen.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Für mich ist ein Leben kreativ, wenn ich meinen Ideen, Wünschen und Vorstellungen Raum gebe, um sie zu probieren und auszuleben. Dabei steht die Leidenschaft für die Sache im Vordergrund, frei nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“. Man sollte sich am Ende eines Lebens nie sagen hören: „Hätte ich es nicht doch mal probiert“.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Ja, sogar mehrmals, primär beim Schreiben. Das schaffe ich aber nur selten. Wenn ich den Alltag komplett ausschalten kann und die Zeit habe, völlig in der Arbeit aufzugehen. Wenn Motivation und Kreativität im Einklang sind und einem die Wörter geradezu aus den Fingern fließen. Da habe ich es schon geschafft beinahe zwei Stunden abzutauchen und dann völlig entsetzt auf die Uhr zu schauen. In der Zeit sind bisher die besten Passagen in Büchern entstanden.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… lese ich, genieße ich das Kochen mit meiner Frau, Spieleabende mit Freunden und versuche mir, alle sich dazwischendrängenden Ideen aufzuschreiben.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Primär möchte ich mich selbst verwirklichen. Gleichzeitig ist es mir wichtig, den Menschen etwas Humor an die Hand zu geben. Es wäre schön, wenn das, was ich erschaffe und kreiere, ein Wow-Erlebnis erzeugt, bei dem man sich danach bereichert fühlt.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Wir alle sind kreativ und besitzen Phantasie. Ob im Finden von Ausreden, Malen, Schreiben, anderen Späße spielen. Im Weg steht einem nur „Ich kann nicht“, „Ich schaffe das nicht“ und „Wird sowieso nix“. Das kannst du im Nachhinein immer noch sagen. Bis dahin hast du hoffentlich eine Menge Spaß gehabt und bist um viele Erfahrungen reicher. Wenn du Wege findest etwas nicht zu tun, hast du bereits genug Phantasie bewiesen.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

  • Zukunft oder Vergangenheit? – Motivation, Antrieb und Begeisterung kann ich in der Zukunft für mich nutzen. In der Vergangenheit nur davon träumen.
  • Erkenntnis oder Mysterium? – Nichts regt die Phantasie mehr an als das Mysterium.
  • Stille oder Trubel? – Da ich Tinnitus habe, kenne ich absolute Ruhe nicht. Aber ich kann sie erleben, wenn ich mich der Kreativität hingebe.
  • Morgen oder Abend? – Ich bin ein Early Bird und genieße die Stille, den Tatendrang und frischen geist, während alles um mich herum noch schläfrig ist.
  • Utopie oder Dystopie? – Weil ich ein positiv denkender Mensch bin.
  • Zeit oder Geld? – Mit mehr Zeit kann ich auch mehr Geld verdienen, andersherum klappt es leider nicht.
  • Chaos oder Ordnung? – Chaos engt mich ein, lenkt mich ab, raubt mir den Fokus und überflutet meine Sinne. Ordnung dagegen gibt mir Raum zur Entfaltung.
  • Routine oder Abenteuer? – Ohne Routine habe ich keine Zielstrebigkeit. Ohne Zielstrebigkeit nutze ich meine Zeit nicht sinnvoll.
  • Luxus oder Minimalismus? – Hier habe ich lange überlegt. Sich zu verwirklichen ist immer an ein Investment geknüpft. Reicht hierfür Zeit, wunderbar, meist kostet eine Leidenschaft jedoch Geld. Im Minimalismus könnte ich mich schlicht nicht ausleben.
  • Fiktion oder Realität? – Für die Realität blicke ich aus dem Fenster, für die Fiktion in meine Gedanken. Zweites macht mich deutlich glücklicher.

Hier findet ihr Andreas:

Homepage: https://www.andreashagemann.com/
Twitter: https://twitter.com/Xerubian
Facebook: https://www.facebook.com/andreashagemann.autor/

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Andreas! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 

 
 

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Create & Inspire: H. P. Innemann

Create & Inspire: H. P. Innemann

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

H. P. Innemann, Autor

Kurzvita

Ich bin Hayo Peter Innemann, ich habe Kulturwissenschaft (Philosophie, Geschichte, Literatur) studiert und ich schreibe. Die Liebe zum Lesen, zum Fantastischen und Unbekannten, sowie zum Rollenspiel, haben mich zum Schreiben gebracht.

Beschreibe dich in drei Worten.
Unkonventionell, schräg, offen.

Woran arbeitest du gerade?
Im Moment arbeite ich an meinem neuen Dark Fantasy-Roman, RENAISSANCE – The book of N’aeia, der für mich – in vielerlei Hinsicht – etwas Neues darstellt: Die erste völlig autarke Welt und die ersten Charaktere, die ich ausschließlich für einen Roman kreiere. Für die ersten Bände meiner „Der Schädel der Schlange“-Reihe, dienten mir die sehr vertrauten Charaktere meiner Rollenspielrunde als Vorlage, die ich viele Jahre lang begleitet habe und noch begleite.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Ein kreatives Leben ist ein Geschenk. Als kreatives Leben verstehe ich, die Möglichkeit, ob beruflich oder privat, seiner kreativen Seite Ausdruck verleihen zu können.
Was es bedeutet, ein kreatives Leben führen zu können, ist einfach ausgedrückt: alles. Gerade in der heutigen Zeit sind Schnelllebigkeit und Burn-out ein immer häufiger auftretendes Phänomen. Nicht zuletzt die Sorge um die eigene Existenz und deren Sicherung, haben das Verhältnis von – psychischem, wie physischem – Stress und Erholung in ein Ungleichgewicht verschoben. Gerade unsere Kreativität ist, durch die Verbindung zum Unterbewusstsein, ein Spiegel dessen, was uns ausmacht, denn sie wird durch Interessen und Vorlieben mitgestaltet. Ganz gleich, ob es ein Bild ist, das gemalt wird, ein Baumhaus, das gebaut wird oder ein Buch, das geschrieben wird – Kreativität bedeutet immer, etwas zu erschaffen. Kreatives Leben bedeutet also immer, einen Ausgleich zum Stress und damit einen enorm wichtigen Ruhepol zu haben.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
*lacht* Der Flow, ja, den kenne ich allerdings; würde man meine Frau fragen, wohl auch etwas zu gut. Ich bin ein von Natur aus gelassener Mensch, mit einer gewissen „Grund-Entspannung“. Wenn ich mich auf etwas konzentriere, bin ich innerhalb von Minuten im Flow. Egal, ob klingelndes Telefon, schreiende Kinder – daher der Verweis auf meine Frau *grinst* – oder volles Wartezimmer; Plotten, editieren, schreiben kann ich überall und immer und zwar so ruhig und entspannt, als säße ich zu Hause auf dem Sofa.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… schlafe ich oder verbringe Zeit mit meiner Frau und den Kindern, obwohl es mir auch da nicht immer ganz gelingt, den Kopf abzuschalten.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Nun, es ist nicht wirklich so, dass ich schreibe, weil ich etwas mitteilen möchte – wobei ich großen Respekt vor denen habe, die es tun – oder zum Nachdenken anregen; ich schreibe einfach für mich. Versteht es bitte nicht falsch, natürlich schreibe ich auch, um andere zu unterhalten, wobei ich darauf, wie gut oder schlecht man sich mit meinen Werken unterhalten fühlt, nur bedingt Einfluss habe. In erster Linie aber, habe ich eine Idee im Kopf, eine Idee, die nicht wieder verschwindet und sich immer deutlicher ins Bewusstsein drängt. Irgendwann muss ich diese Idee dann zu Papier bringen. Es ist also bei weitem nicht so, dass es mir egal wäre, was der Leser von meinen Werken hält – im Gegenteil –, aber, wie gesagt, habe ich nur bedingt Einfluss auf das, was ich schreibe. Darum – und man möge mir verzeihen, dass ich an dieser Stelle etwas von der eigentlichen Frage abkomme – ist ein enger Kontakt zwischen Autor und Leser immer wünschenswert. Denn auch wenn wir an der Geschichte an sich nichts ändern können (wollen), so ist konstruktive, objektive Kritik, in Bezug auf Form, Logik, Plot holes, Stil uvm., doch wichtig für beide Seiten, da sie es dem Autor erlaubt, sich zu entwickeln und schließlich (hoffentlich/vielleicht) besseres Produkt abzuliefern.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Bullshit! – Ja, ernsthaft. Gut, ich würde es anschließend begründen, aber ansonsten – ja, ernsthaft. Jeder Mensch ist kreativ, auf die eine oder andere Art, auch, wenn er es vielleicht nicht weiß. Fantasie ist keine Voraussetzung, um kreativ zu sein; Kreativität kommt aus uns selbst heraus. Wenn man sich also die Frage stellt, warum man nicht auch schreiben, töpfern, malen oder Seepferdchen zureiten (ja, ich weiß, sorry … ) kann, sollte man sich lieber die Farge stellen, warum man ausgerechnet dies können will. Ich meine nicht den Teil, des Erlernens einer Kunstfertigkeit, denn mit Schreibkursen, Zeichenkursen oder Reitunterricht, lassen sich derartige Fertigkeiten durchaus erlernen. Was ich meine, ist die Frage, warum man sich denkt: „Ich will auch ein Buch schreiben / ein Bild malen / etc. können.“ Warum will ich ein Buch schreiben, wenn ich es einfach schreibe, um ein buch geschrieben zu haben? Unsere Kreativität wird sich immer – auf welche Art auch immer – bemerkbar machen und uns in eine Bahn lenken, auch, wenn wir uns vielleicht nicht (gleich) klar sind, dass ein entsprechendes Tätigkeitsfeld als kreative „Arbeit“ aufgefasst werden kann. Wenn ihr eine Idee habt, die euch nicht loslässt, dann folgt ihr. Niemand muss alles können und niemand erwartet es von euch. Seid einfach gut in dem, was euch liegt und hört – auch wenn es sehr – sehr, sehr – kitschig klingt – auf euer Herz. Setzt euch nicht vor eine leere Leinwand und denkt: „Ich würde so gerne malen können, was könnte ich denn malen?“ Wrong way. Ihr habt eine Idee für ein Buch? – schreibt es! Ihr habt eine Eingebung für ein Bild? – malt es! Ihr habt die Vision einer Hausbar? – baut sie! Die handwerklichen Fähigkeiten lassen sich erlernen/trainieren, auch ein Picasso und Stephen King haben klein angefangen. Findet euer Ding und macht es. Zwängt euch nicht in eine Sparte, die euch nicht liegt, nur aus dem Gedanken heraus, dass gerade diese Sparte der Inbegriff der Kreativität sei. Kreativität ist so vielfältig, wie das Leben selbst und ein fester Bestandteil davon.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft, weil sie noch nicht geschrieben ist und weil wir sie noch gestalten können.
Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium. Mysterien beflügeln unseren Geist. Neugierde, die Suche nach dem Neuen, die uns – insgeheim – allen innewohnt.
Stille oder Trubel? Stille. Sie ist, für mich, das bevorzugte Arbeitsumfeld. Handy, Fernseher, Radio – aus.
Morgen oder Abend? Abend. Eine schwierige Entscheidung. Am Morgen bin ich zwar etwas kreativer, auf der anderen Seite aber, schlafe ich gerne – sofern machbar – lange und genieße die Ruhe der Nacht.
Utopie oder Dystopie? Dystopie. Des Schreibens wegen. Es macht Spaß, auch mal böse sein zu dürfen.
Zeit oder Geld? Zeit. Kommt Zeit, kommt Geld …
Chaos oder Ordnung? Chaos. Es bietet mehr Raum für Kreativität – mehr Freiheit.
Routine oder Abenteuer? Abenteuer. Etwas Neues erfahren und erleben.
Luxus oder Minimalismus? Minimalismus. Ich erinnere mich da gerne an die wundervolle „Schriftsteller – Bedürfnispyramide“ , der lieben Kollegin Bordsteinprosa – einen lieben Gruß, an dieser Stelle: schlafen, essen, Sex, Wein, schreiben; passt.
Fiktion oder Realität? Fiktion. Auch hier macht es wieder die Freiheit und das Unbekannte. Für das, was wir uns selbst erdenken können, gibt es eben einfach keine Grenzen.

Hier findet ihr Hayo Peter:

Webseite: https://thelurkingevil.jimdo.com/
Facebook: https://www.facebook.com/HPInnemann
Twitter: @HPInnemann
Instagram: @hpinnemann

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Hayo Peter! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
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Verfasst von - Februar 24, 2018 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: BenStage

Create & Inspire: BenStage

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

BenStage, Autor & Blogger

Kurzvita
Ich bin wie Berlin: Verdammt zu werden und niemals zu sein.

Beschreibe dich in drei Worten.
Ambitioniert, leidenschaftlich, loyal.

Woran arbeitest du gerade?
Verschiedenes, leider – was wohl der Grund ist das nie etwas fertig wird. Von satirisch gefärbten Streitschriften bis zum epischen Sci-Fi-Fantasy Werk. Ich kann mich einfach auf nichts alleine konzentrieren und arbeite lose an zig Dingen.

ben_twitterWas verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Dass ich die Freiheit habe meine Ideen auszuleben, mich auszuprobieren, mich treiben lassen kann. Ideen ständig andere Ideen hervorrufen. Das ich Welten erschaffe und zerstöre, die verschiedenen Farbe meiner Seele in Worte kleide.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Ja, doch in einem vom Alltag geprägten Leben passiert das leider viel zu selten, was mich sehr deprimiert. Wenn es passiert, ist das einfach nur berauschend, man fühlt sich wahnsinnig lebendig und wie elektrisiert. Wenn Synapsen buchstäblich glühen kommt das fast einem Orgasmus gleich.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… fühle ich mich klein, unbedeutend, nutzlos und grau.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Alan Shore aus Boston Legal hat mal gesagt „Worte sind meine Freunde“. Das ist bei mir ähnlich. Ich habe nicht viele Freunde, hatte ich nie. Aber Worte waren immer für mich da. Ich bin nicht direkt schüchtern, aber auch niemand der sich im realen Leben anderen einfach so öffnen kann / will, oder ungefragt mitteilt. Ich will Menschen nicht zur Last fallen. Dennoch brauche ich ein Ventil. Muss teilen was mich innerlich zerfrisst. In irgendeiner Form. Ich muss das Chaos, den Schmerz, die Ideen, die Fragen in meinem Kopf irgendwie ordnen. In Geschichten oder Texten kann ich mich mitteilen. Mir selbst Dinge erklären, die ich nicht verstehe. Ich bin mir der Vergänglichkeit meines Selbst und der Endlichkeit des Lebens sehr bewusst. Ich möchte gerne etwas hinterlassen. Etwas das nach meinem Tod noch eine Weile bestand hat. Der Gedanke etwas zu erschaffen woran man sich eine Weile erinnern mag, tröstet mich. Ich glaube nicht das ich dies mit etwas anderen als der Schreiberei erreichen könnte. Es ist meine einzige Chance etwas von Bedeutung zu tun.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Kreativität, Fantasie kann man meiner Meinung nach nicht lernen, wenn auch trainieren. Schreiben und andere Kunstformen sind vor allem ein Handwerk – das kann man lernen. Doch kann man sich nicht einfach vornehmen, kreativ zu sein. Ich denke aber, dass es extrem viel mit Disziplin zu tun hat. Sich immer wieder selbst zu fordern und es zu versuchen. Sich auf eine Sache zu konzentrieren und diesem einen Ding so die Chance einer Möglichkeit geben. Ich glaube nicht daran das jeder Mensch per se kreativ ist oder sein kann. Ich glaube aber sehr wohl daran das jeder Mensch in mindestens einer Sache sehr gut werden kann. Und die meisten Menschen wissen nicht, ahnen nicht mal was das sein könnte. Ich würde dieser Person raten es auszuprobieren, immer wieder und keine Angst vorm Scheitern zu haben. Das gehört dazu.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Ich bin neugierig darauf was sein könnte.
Erkenntnis oder Mysterium? – Ich bin neugierig und möchte Dinge verstehen, dennoch finde ich es schön wenn ich mich Dinge fragen, suchen kann.
Stille oder Trubel? – Ich mag Chaos und halte es für kreativ-stiftend, aber ich glaube es braucht Stille um wahrlich schöpferisch tätig zu sein.
Morgen oder Abend? – Ich habe das Gefühl abends/nachts besser arbeiten zu können, das mag aber eine Lüge sein. Ich versuche das gerade zu ändern.
Utopie oder Dystopie? – Die, die mich kennen mögen das nicht glauben, aber ich mag Dystopien nicht besonders und liebe Utopien, weil ich auf meine eigene, verquere Weise doch ein Optimist bin.
Zeit oder Geld? – Geld kann einem ja auch Zeit schenken, aber eben nicht wirklich daher muss das wertvoller sein.
Chaos oder Ordnung? – Siehe Nummer 3.
Routine oder Abenteuer? – Ich habe viel zu viel Routine in meinem Leben und es deprimiert mich. Ich brauche mehr Abenteuer, etwas wofür es sich zu leben lohnt.
Luxus oder Minimalismus? – Zeit haben ist ja Luxus, ich glaube aber das im Wenigen wahre Erfüllung liegt. Ein Zustand den ich noch nicht gemeistert habe
Fiktion oder Realität? – Weil mich die Realität oft deprimiert/langweilt

Hier findet ihr Ben:

Webseite: http://benstage.com/
Twitter: https://twitter.com/WithoutUmlaut
Facebook: https://www.facebook.com/BenStage-1919353664741536/

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Ben! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
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Verfasst von - Februar 10, 2018 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Heidi Hensges

Create & Inspire: Heidi Hensges

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Heidi Hensges, Autorin

Kurzvita
Nach drei Berufsausbildungen und vielen Jahren als Mädchen für fast alles habe ich dem nachgegeben, was seit Ewigkeiten in mir brannte: einen Roman zu schreiben. Das wurde mit Mitte 50 auch mal Zeit.

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Photo by: Mario Risse, Marios Photoworld, Erkelenz

Beschreibe dich in drei Worten.
Vielseitig, experimentierfreudig, leidensfähig.

Woran arbeitest du gerade?
An der Beantwortung deiner Frage. Scherz beiseite 😊 An meinem zweiten Roman. Es wird wieder um Liebe, Beziehungen, Menschen und das ganze verrückte Leben gehen, das ja immer seine eigenen Pläne hat.

Was verstehst du unter kreativem Leben? Und was bedeutet es für dich?
Offen sein für alles Mögliche. Loslassen können. Versinken. Sich selbst, Situationen, Menschen und Details gut beobachten, sich ausprobieren und hin und wieder neu erfinden. Gedanken und Ideen schriftlich festhalten, mögen sie anfangs auch noch so abwegig erscheinen. Mutig sein, Impulsen nachgehen. Schreiben aus Leidenschaft, nicht weil man es muss. All das bedeutet mir so viel wie geliebte Menschen, gutes Essen und Sonnenschein im Frühling.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Ja, sicher, und das war großartig und produktiv. Ein Flow dauert bei mir unterschiedlich lange, da gibt es ja kein pauschales Zeitmaß, wann ein Flow ein Flow ist. Das Gefühl ist entscheidend. Meistens passiert das in oder nach Situationen, in denen ich äußerst entspannt bin und gar nicht ans Schreiben denke. Beim Häkeln, beim Kochen, beim Abwaschen, beim Fernsehen, beim Hundespaziergang, bei der Gartenarbeit. Oft auch in ungewohnter Umgebung. Da geschieht dann manchmal ein gedanklicher Flow, der nicht mehr aufzuhalten ist. Auch im Gespräch mit anderen kann das geschehen, da ist dann auf einmal ein Impuls, der alles auslöst. Da ich immer irgendwo Zettel und Kladden herumliegen oder in der Handtasche bei mir habe, schreibe ich die Ideen so schnell wie möglich handschriftlich auf. Dabei kann es sich um einen Plot handeln, um Szenen, ganze Kapitel oder Kurzgeschichten. Ein konkretes Beispiel für einen „Plot-Flow“: Als ich einige Seiten einer ursprünglichen Romanidee einer erfahrenen Selfpublisher-Kollegin schickte, antwortete sie mir schonungslos per Mail und wir telefonierten anschließend. Noch während des Telefonats hat es „Klick“ gemacht und der erste, grobe Plot zu meinem Debütroman „Ein Herz aus Marmelade“ war innerhalb einer halben Stunde niedergeschrieben. Ich habe daraufhin ganz von vorne angefangen, und es war gut so.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin, …
… dann fühle ich mich elend und tue am besten etwas, das den Kopf freimacht. Backen zum Beispiel. Ich liebe Kuchen, und Teigrühren hat für mich fast etwas Meditatives. Dann klappt es auch wieder mit der Kreativität. Meistens jedenfalls. Erzwingen lässt sich Kreativität sowieso nicht, da ist Ablenkung die beste Methode.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Mir geht es beim Schreiben weniger um Selbstverwirklichung, sondern darum, dass sich meine LeserInnen wohlfühlen. Ein Roman oder eine Geschichte muss nachvollziehbar sein und ein gutes Gefühl hinterlassen, wobei ich auch schon Bedrückendes und Gruseliges geschrieben habe. Aber auch da war das Feedback positiv, oft sogar so berührend, dass mir selbst die Tränen gekommen sind. Überhaupt gibt es für AutorInnen wohl kaum etwas Schöneres als begeisterte Rückmeldungen, in welcher Hinsicht auch immer. Das ist es, was mich antreibt, und ich möchte es in meinem Leben nicht mehr missen.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Nun, zuerst einmal würde ich gar keinen Rat geben, sondern aufmerksam zuhören und Fragen stellen. Warum ist der Wunsch nach Kreativität überhaupt da? Kam das plötzlich, oder gibt es schon etwas, was die Person länger umtreibt, vielleicht bereits seit Jahren? Wo liegen ihre Stärken, wo die Schwächen? Erst dann würde ich schauen, welchen individuellen Rat ich geben kann. Die Menschen sind ja zum Glück verschieden. In Schreibwerkstätten sind mir schon einige begegnet, die sich überhaupt nicht vorstellen können, etwas Fiktives zu schreiben. Dann ist das so und es gilt, daraus das Beste zu machen. Jeder muss sich wohlfühlen mit dem, was er tut. Nicht immer braucht es dafür zwingend viel Fantasie, sondern vielleicht eher das Herausarbeiten und Verfeinern der Stärken.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit – Beides. Und Gegenwart 😊
Erkenntnis oder Mysterium? – Erkenntnis.
Stille oder Trubel? – Stille.
Morgen oder Abend? – Abend.
Utopie oder Dystopie? – Schwierig. Utopie.
Zeit oder Geld? – Zeit.
Chaos oder Ordnung? – Ähem. Bei mir ist Chaos fast Programm, was nicht heißt, dass ich das toll finde. Ordnung kriege ich schlecht gebacken.
Routine oder Abenteuer? – Abenteuer. Routine da, wo sie nötig ist.
Luxus oder Minimalismus? – Minimalismus mit ein bisschen Luxus.
Fiktion oder Realität? – Realität.

Hier findet ihr …

… meine Website (es ist immer noch eine Baustelle, bitte nicht stolpern): www.heidihensges.de
… meinen Twitter-Account: www.twitter.com/heidizeugs

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Heidi! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
 

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Create & Inspire: Stefan Schirmer

Create & Inspire: Stefan Schirmer

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Stefan Schirmer, Autor

Kurzvita
Reisefreudiger Bürohengst; trabt den Weg zum ersten Buch.

Profilbild BBA-Homepage Stefan SchirmerBeschreibe dich in drei Worten.
Humorvoll. Reiselustig. Tolerant.

Woran arbeitest du gerade?
Hauptsächlich an meinem ersten Buch, in dem ich über (m)eine Reise durch Indien und Nepal erzähle und versuche, Lesern diese beiden besonderen Länder auf authentische, aber unterhaltsame Art näherzubringen. Nebenbei sammle ich aber auch schon Ideen für Kurzgeschichten, aus denen vielleicht irgendwann ein zweites Buch wird.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
In meinem „Brotjob“ ist nicht viel Platz für Kreativität, deshalb muss ich sie in der Freizeit ausleben. Meist bezieht sie sich bei mir auf Sprache und Texte; ich habe da oft spontane Einfälle. Ich mag Wortwitz sehr und schaffe gerne Bilder durch Worte.
Bilder durch Farbe und Töne bilden kann ich nur so mittelmäßig. Ich bewundere Menschen, die sich auf diese künstlerische Art vollendet ausdrücken und vielleicht sogar ihr ganzes Leben dem kreativen Schaffen widmen können.
Aber wer weiß: vielleicht kaufe ich mir doch irgendwann mal ein Saxophon oder erwecke die in der Ecke stehende Gitarre zum Leben.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Den Flow habe ich sowohl körperlich als auch geistig schon erlebt.
Bis vor ein paar Jahren bin ich lange Strecken gelaufen. Da kam ich manchmal in einen nahezu meditativen Zustand, an dem der Körper wie ein Dieselmotor lief. Die Schritte gleichmäßig, der Atem gleichmäßig. Der ganze Mensch ein einziges Wohlbehagen. Und das Gefühl, genau so ewig weiterlaufen zu wollen und zu können.
Beim Schreiben habe ich den Flow manchmal in der Form, dass Sätze quasi aus mir herausquellen, dass Worte automatisch an die richtigen Stellen fallen. Da kann ich den Text kaum so schnell niederschreiben, wie er im Kopf gebildet wird.
In beiden Fällen habe ich es nicht darauf angelegt. Der Flow war plötzlich da.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… sitze ich möglicherweise gerade im Büro.
Spaß beiseite: Kreativität ist nicht lebensnotwendig, aber ein Teil von mir. Deshalb wird es keine langen Phasen ohne Kreativität geben.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Ich möchte Menschen unterhalten und ein Stück weit bewegen; sie neugierig machen oder zum Lächeln bringen.
Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Probier dich aus. Für kreative Tätigkeiten gibt es eine weite Spanne. Vom Schnitzen bis zum Musizieren, vom Stricken bis zum Schreiben, vom Malen bis zum Töpfern. Belege vielleicht einen Kurs und lass dich durch gemeinschaftliches Erleben inspirieren. Auch das Internet ist voller Inspiration.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft
Erkenntnis oder Mysterium? – Erkenntnis
Stille oder Trubel? – Stille
Morgen oder Abend? – Abend
Utopie oder Dystopie? – Utopie
Zeit oder Geld? – Zeit
Chaos oder Ordnung? – Ordnung
Routine oder Abenteuer? – Abenteuer
Luxus oder Minimalismus? – Luxus (eigentlich weder noch, sondern irgendwas dazwischen)
Fiktion oder Realität? – Realität

Hier findet ihr Stefan:

Derzeit noch auf https://about.me/stefanschirmer, eine Homepage folgt.
Twitter: @StefanSchirmer

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Stefan! 🙂

~~~
*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
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Verfasst von - Dezember 28, 2017 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Torsten Heinz

Create & Inspire: Torsten Heinz

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Torsten Heinz, Autor

Kurzvita

Autor, Diplom-Geograf, Marketingexperte, Zwillingsvater, Musiksuchti, Volleyballer, Schlagzeugschüler, Weinliebhaber, Stier und groß! Seit Juni 2017 eigener Blog sahneplatten.de und ab Oktober 2017 selbstständiger Texter und Redakteur.

Heinz-Torsten-Portrait_frontal_kompBeschreibe dich in drei Worten.
Aufmerksam, witzig und atemberaubend…;)

Woran arbeitest du gerade?
Permanent an meinem Blog sahneplatten.de sowie an meiner Zertifizierung zum Online-Redakteur (Abschluss im Oktober).

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich? Kreativität bedeutet für mich die Freiheit, mir meinen eigenen Kopf machen zu können und dies mit der Welt zu teilen.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Irgendwie schon, ja, ich würde das aber nicht mit einem bestimmten Moment in Verbindung bringen. Wenn mir etwas am Herzen liegt, bin ich schnell im „Flow“.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… bin ich aufmerksam und beobachte.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken? Herzblut, Wortwitz, Emotion

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Nimm dir Zeit und Raum, um zu beobachten und für dich Worte zu finden.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

 – Vergangenheit (Was macht uns zu dem was wir sind? Zukunft kann motivieren aber auch ängstigen)
Erkenntnis oder Mysterium? – Erkenntnis (ich möchte stets verstehen)
Stille oder Trubel? – Beides zu seiner Zeit
Morgen oder Abend? – Abend (eher Eule als Nachtigall))
Utopie oder Dystopie? – Utopie (ermöglicht Träume. Dystopie ist mir oft zu „schwarz“)
Zeit oder Geld? – Zeit (definitiv. Geld gibt allerdings Sicherheit)
Chaos oder Ordnung? – Ordnung (meine Frau schenkt mir Chaos, ich ihr Ordnung)
Routine oder Abenteuer? – Routine (gibt mir Sicherheit)
Luxus oder Minimalismus? – Luxus (vielleicht etwas übertrieben, aber ich mag es zu genießen und zu gönnen)
Fiktion oder Realität? – Fiktion für den Kopf, Realität für die Augen

Hier findet ihr Torsten und sahneplatten.de :

Website: sahneplatten.de
Facebook:
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Twitter:
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Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Torsten! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
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Verfasst von - November 25, 2017 in Create & Inspire

 

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