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Archiv der Kategorie: Faszination Dampfkraft

Faszination Dampfkraft – Buchtipp: Die Wächter der Nimmersterne

Vor einigen Monaten hatte ich die Ehre, den Debütroman eines befreundeten Kollegen zu lesen und was soll ich sagen – ich fand die Rohfassung schon klasse! Nun ist es natürlich noch wesentlich besser und gerade endlich als eBook erschienen:Die Wächter der Nimmersterne

André Aeskinger: Die Wächter der Nimmersterne – Donner

ca. 397 Seiten, 4,99€

erschienen bei bookrix und erhältlich in diversen eBookshops.

Klappentext:

EIN ABENTEUER BEGINNT

In einer Welt, in der die „Artefakte“ den Menschen atemberaubende Fähigkeiten verleihen, sucht ein gesichtsloser Schrecken Starfall heim. Die Zukunft des Inselkönigreichs ruht auf den Schultern des ungleichen Duos Anthony und Vivienne, denen – unschuldig wegen Mordes gejagt – keine andere Wahl bleibt, als einander zu vertrauen, wollen sie überleben und den Dämonen ihrer Vergangenheit die Stirn bieten.

Dabei kommen sie nicht nur der unglaublichen Wahrheit über die Natur der Artefakte näher, sondern auch einander…

1. Satz:

Warum bemerkt man eigentlich immer erst dann, dass man vergiftet wurde, wenn es schon längst zu spät ist?

Wenn ihr auf abgedrehte Plots, sympathische Charaktere, eine zarte Liebesgeschichte und einen Genremix aus Steampunk, Science Fiction und Piratenabenteuer steht, dann greift unbedingt zu!

Viel Spaß beim Lesen! 😀

Den Autor findet ihr hier:
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Buchtrailer

 
 

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Faszination Dampfkraft: Free Printables im Steampunk- und Vintage-Design

Ich bin ein großer Fan von Papier. Listen anferPrintables2tigen, Notizen oder eben Sketchnotes, wie im Beitrag zuvor zu lesen. Aus diesem Grund liebe ich auch meinen Organizer. Nun sind die handelsüblichen Kalendereinlagen nicht so – sagen wir mal – ansehnlich und auch die gängigen Post-its sind eher langweilig oder sehr teuer.

Aus diesem Grund habe ich selbst zum Stift bzw. zur Maus gegriffen und ein paar Notizzettel im Vintage- und Steampunkdesign angefertigt. Diese möchte ich nun auch euch zur Verfügung stellen. Es sind insgesamt zehn Printables in fünf verschiedenen Designs, die ihr euch ausdrucken und für euren Schreibtisch, Kalender, Organizer, Scrapbooking etc. nutzen könnt. Nur das Papier müsst ihr euch selbst aussuchen.

PrintablesPDF: Vintage_Steampunk_Printables_free

Viel Spaß beim Bekritzeln! 😀

 

P.S.: Um die Datei zu öffnen, benötigt ihr den Adobe Acrobat Reader, den es hier kostenlos zum Download gibt.

 

 

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Faszination Dampfkraft: Impressionen vom Aethercircus

Aethercircus SelfieSo, nun ist es offiziell, Alltag und Arbeit haben mich wieder. Gestern hing ich noch den vielen Eindrücken nach, die ich am Wochenende beim Aethercircus in Stade sammeln konnte, heute wird wieder fleißig gearbeitet. Ein paar Impressionen möchte ich euch dennoch nicht vorenthalten. Es war wirklich toll – auch wenn das Wetter nur so halb mitspielte. Sonnig war’s zwar oft, aber ziemlich kühl. Den Spaß haben wir uns trotzdem nicht verderben lassen.

Die Stimmung war durchweg gut, nur am Rand bekamen wir einige Querelen mit, wo es nicht so lief wie es laufen sollte. Trotzdem: So viele nette und begeisterungsfähige Leute habe ich selten an einem Ort getroffen. Besonders schön ist, dass Steampunk keine Altergrenze kennt. Von den Kleinsten bis hin zu rüstigen Ü70ern war alles mit Begeisterung dabei und in Gewandung. Das hat mir persönlich besonders viel Freude bereitet.

Meine Augen kamen an diesen beiden Tagen kaum eine Minute zur Ruhe, denn die Outfits und Accessoires waren so außergewöhnlich, kreativ und individuell, dass ich mich einfach nicht satt sehen konnte. Seht selbst:

Aethercircus Bild1

Steampunk – ein weites Feld! Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Aethercircus Bild2

Fachsimpeln bei Sonnenschein

Aethercircus Bild3

„Tastatur“ Preisgekröntes Designobjekt, funktionsfähig, Leihgabe von Admiral Aaron Ravensdale (Sven Möller)

Aethercircus Bild4

Das „Amt für Aetherangelegenheiten“ sorgt dafür, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

Aethercicus Bild5

Festung Grauerort bei Stade

Aethercircus Bild6

Die geflügelte Dame I.

Aethercircus Bild7

Steampunk verbindet

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Fox Glove, die geflügelte Dame II., samt flügellosem Begleiter

Bild9

Gut behütet und mit Schnauzer. Man ist ja inkognito hier.

Aethercircus Bild10

Der historische Dampftraktor vom „Freundeskreis Straßendampf“

Aethercircus Bild11

P. Klemm von Sylver-Line in voller Montur

Und eines steht fest, im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei – mit Roman im Gepäck!

Wer sich auf einem der Bilder wiedererkennt, gerne namentlich genannt werden oder mit seiner Webseite verlinkt werden möchte, hinterlässt mir einfach einen Kommentar unter diesem Artikel oder schickt eine eMail an ninahasse@gmx.de!

Linksammlung:

 
 

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Faszination Dampfkraft: And the Oscar goes to…

Gestern war Oscar-Nacht. Ich habe es nicht gesehen, dazu war ich doch zu müde, die finalen Arbeiten am Roman fordern viel Hirnschmalz und abends falle ich meist tot ins Bett. Umso erfreuter war ich, als ich heute morgen las, dass auch das Genre Steampunk bei der Verleihung berücksichtigt wurde: Der Oscar für den besten animierten Kurzfilm geht an Mr. Hublot, ein niedliches Filmchen über die Freundschaft zwischen einem von zahlreichen Zwängen kontrollierten Mann und einem (zunächst) kleinen mechanischen Hund. Sehr kurzweilig, unterhaltsam und absolut rührend!

 
3 Kommentare

Verfasst von - März 3, 2014 in Faszination Dampfkraft, Steampunk

 

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Faszination Dampfkraft: Autorin Nadine Kühnemann

Hallo zusammen! Heute geht wieder ein Artikel der Blogreihe „Faszination Dampfkraft“ online. Ich freue mich besonders über die Zusage der Steampunk-Fantasy-Autorin Nadine Kühnemann, die extra einen Text geschrieben und eine kleine Leseprobe zur Verfügung gestellt hat. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen – und ab jetzt hat Nadine das Wort:

Nadine_steampunk_antik

Hallo liebe Gehrockträger, Korsettliebhaber, Maschinenbastler, Phantasten und Retrofuturisten – kurz: Steampunker 🙂

Herzlichen Dank erst einmal an Nina, die mir erlaubt hat, mich und meine Arbeit in einem Gastbeitrag für ihre „Faszination Dampfkraft“ vorzustellen.

Manche werden mich kennen, die meisten aber wahrscheinlich noch nicht, weshalb ich euch kurz erzählen möchte, wer ich bin.

Mein Name ist Nadine Kühnemann, ich habe inzwischen mein drittes Lebensjahrzehnt überschritten und komme vom schönen Niederrhein. Ich arbeite neben meinem Job als Laborantin seit einigen Jahren auch als Autorin. Ich habe inzwischen einige Romane bei unterschiedlichen Verlagen veröffentlicht, unter anderem auch eine Novelle für Egmont Lyx. Im September 2013 erschien mein Steampunk Fantasy Roman „Fyn – Erben des Lichts“ im Bookshouse Verlag. Diesen Roman möchte ich euch heute etwas näher vorstellen.

Schon vor „Fyn -Erben des Lichts“ habe ich mich dem Thema Steampunk gewidmet, sogar meine erste Veröffentlichung „Lichtfänger“ (Romantic Fantasy) spielte  bereits im viktorianischen Zeitalter und beinhaltete Steampunkelemente.

Durch ein Interview mit dem Lektor eines Verlags, das mir vor einigen Jahren in die Hände fiel, bin ich auf das Thema Steampunk aufmerksam geworden. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch nicht viel mit dem Begriff anfangen können, habe mich jedoch erkundigt und bin nach und nach immer tiefer in die Materie eingedrungen. Steampunk verbindet das Phantastische mit dem Historischen – beides Aspekte, die mich schon immer faszinierten. Rostige Maschinen und ratternde Zahnräder, gepaart mit ausladenden Kleidern und eleganten Gentlemen: der Stoff, der mich zum träumen einlud. Es lag nahe, dass ich das Thema auch in meinen Romanen umsetzen wollte. So entstand zunächst „Lichtfänger“, den ich allerdings noch relativ naiv in einem Miniverlag hatte verlegen lassen. Danach folgten diverse andere phantastische Veröffentlichungen, erst Jahre später bin ich zum Steampunk zurückgekehrt, und zwar mit „Fyn – Erben des Lichts“. Mich hat die Thematik einfach doch nie ganz losgelassen 😉

Erben des LichtsDer Roman verbindet klassische Fantasy mit Steampunk zu etwa gleichen Teilen. Er spielt um 1890 in einer eigenen Welt mit eigenem Wertemodell, aber dieses ist stark an das viktorianische Zeitalter angelehnt. Der Leser wird nicht nur Bekanntschaft mit retrofuristischen Waffen machen, sondern auch mit Technoiden, die eine Kreuzung aus Mensch und Roboter darstellen. Magie spielt natürlich auch eine Rolle – es ist nun einmal „Steampunk Fantasy“.

 Worum geht es im Roman?

Die Geschichte begleitet den Protagonisten Fyn, der als Ich-Erzähler seine Memoiren aufschreibt, auf seinem Lebensweg zwischen seinem siebten und fünfundzwanzigsten Lebensjahr. Fyn wächst in einer Monarchie auf, sein Lebensweg ist vorgezeichnet. Als Sohn eines Elitesoldaten soll er eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters treten, doch Fyn ist von Anfang an anders, als es die Gesellschaft von ihm verlangt. Er hat einen Hang zu schwarzer Magie, der ihm im Laufe der Geschichte noch das Genick brechen wird. Ihm wird durch einen Komplott ein Mord in die Schuhe geschoben und natürlich kann es nur einen Schuldigen geben: den verschrobenen Außenseiter Fyn. Nachdem er fliehen und dem Tod knapp entrinnen konnte, zerfressen ihn Rachegedanken, und mithilfe seines enormen technischen Geschicks und seinen schwarzmagischen Talenten wird er sich auf einen Rachefeldzug begeben – ohne über die Konsequenzen nachzudenken, denn am Ende wird alles ganz anders kommen …

Ich möchte nicht zu viel verraten, denn die Story erstreckt sich über zwei Bände. Im März 2014 erscheint der zweite Teil „Fyn – Die Saat der Dunkelheit“.

Zum Abschluss präsentiere ich euch noch eine kleine Leseprobe, allerdings nicht vom Anfang des Romans 😉 :

Myrius führte uns durch ein kleines Tor auf das Amovium, eine etwa fünf mal fünf Yards große metallene Plattform, die zwischen den gegenüberliegenden Ufern über ein Rollsystem an zwei straff gespannten parallel verlaufenden Ketten befestigt war. Ein hüfthohes Geländer verhinderte, dass jemand hinabfiel. Ich hatte seinerzeit an der Entwicklung des Gefährts mitgewirkt, obwohl ich es seitdem nie im Einsatz sah. In den frühen Jahren der Akademie brachte man die Schüler noch über eine wacklige Brücke auf die Insel.

Als Myrius den Motor startete, knarrte und zischte das Amovium, eine kleine Dampfwolke stieg empor und verlor sich in der kühlen Herbstluft. Die anderen Schüler starrten mit bangen Blicken in den Abgrund, sogar Per hatte es die Sprache verschlagen. Die Wellen warfen sich unter uns gegen die felsige Küste.

Als wir auf der anderen Seite an Land gingen, bemerkte ich die Trostlosigkeit dieses Ortes. Hier würde es definitiv nichts geben, das einen Schüler vom Lernen abhalten konnte, nicht einmal Bäume oder andere Pflanzen, nur nackter Felsen.

Myrius führte uns ins Innere des Hauptgebäudes, das wie erwartet spartanisch und zweckmäßig eingerichtet war. Im unteren Stockwerk befanden sich die Küche und der Speisesaal, im oberen gab es drei große Klassenräume sowie die Privatgemächer der Lehrer. Alles wirkte steril und aufgeräumt. Ich atmete auf. Hier konnte ich mich wohlfühlen.

Als wir die Kellerräume betraten, entzündete Myrius eine magische blaue Flamme in seiner Handfläche, vermutlich eine weitere Demonstration seiner Macht. Ich wollte ihm seine Autorität nicht aberkennen, immerhin war er ein erprobter Magier, der sein Können vielfach unter Beweis gestellt hatte und sich durch zahlreiche ehrenvolle Taten auszeichnete. Dennoch kam mir sein Gehabe bisweilen albern vor.

Während er uns durch das Gewölbe führte, erzählte er fortwährend von der Bedeutung der Magie, wobei er den Fortschritt der Technik als störend und schädlich darstellte. Mehr als einmal warf er mir dabei einen strengen Blick zu, als wäre es meine Schuld, dass Luxus heutzutage nicht mehr nur den Magiern vorbehalten war.

Der größte Raum im Untergeschoss glich einer Halle, in der jedes Wort von den nackten Steinwänden widerhallte. In regelmäßigen Abständen hatte man Halterungen für Fackeln befestigt, denn Tageslicht gab es nicht. Myrius bevorzugte es jedoch, den Raum mithilfe seines magischen Lichts zu erleuchten. Er sagte, Fackeln seien nur etwas für Nichtskönner. Niemand kommentierte seine Worte, aber aus dem Augenwinkel sah ich, wie Per eifrig nickte.

Nachdem Myrius noch einen Vortrag darüber gehalten hatte, dass eine tadellose Abstammung und frühe Ausbildung die besten Voraussetzungen für eine Laufbahn als Elitesoldat seien, verließ er mit uns die große Halle im Untergeschoss und trat wieder hinaus ins Freie, wo er sich fürs Erste verabschiedete. Es hatte zu nieseln begonnen, typisch für den Herbst in West-Calanien.

Hier findet ihr die Autorin:

Web: http://www.nadine-kuehnemann.de

Facebook: Nadine Kühnemann – Autorin

amazon: Nadine Kühnemanns Autorenseite

 

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Rezension: Kurzgeschichten aus Nuun

 

Rezension

Benjamin Spang: Kurzgeschichten aus Nuun.

5 von 5 Sternen

ca. 84 Seiten; 1,99€

 

Eigentlich schreibe ich keine Rezensionen über die Bücher von Kollegen, doch bei diesem Kurzgeschichtenband von Benjamin Spang mache ich im Rahmen meiner Blogreihe »Faszination Dampfkraft« eine Ausnahme.

Spang hat mit seinem Doppelmond-Universum eine faszinierende Steampunk-Fantasywelt geschaffen, in der des Nachts zwei Monde am Himmel stehen und sich Menschen, Vampire und Werwölfe bekriegen.

In vier Kurzgeschichten unterschiedlicher Länge folgen wir Helena, einer menschlichen Krankenschwester, Lisunki, der Werwölfin und Eliska, einem Vampirmädchen auf ihren Wegen. Das ist auch der eigentliche Clou der Storyzusammenstellung: Die Perspektive eines jeden Volkes wird geschildert. Das ist wahnsinnig spannend, denn dem Leser wird die Gut-Böse-Zuordnung verweigert und er fiebert mit jedem der drei Völker mit, denn sie alle sind auf ihre eigene Art und Weise sympathisch. Besonders gelungen empfinde ich auch die unterschiedliche Charakterisierung der einzelnen Völker: die technisch-versierten Menschen, die naturverbundenen Werwölfe und die gut-organisierten Vampire – jede Rasse hat ihre Eigenarten.

Die Geschichten selbst sind flott und spannend geschrieben, Langeweile kommt nicht auf. Ich würde sie nicht als übermäßig brutal bezeichnen, sanfte Gemüter sollten es sich jedoch zweimal überlegen, ob sie diverse Kampfszenen mit spritzendem Blut ertragen können. Ich empfand die dargestellte Art von Gewalt als durchaus passend für die Szenerie und die Art und Weise wie die Welt und ihre Völker angelegt sind.

Insgesamt hätte ich mir gewünscht, dass von dieser sehr interessanten Weltenmischung aus Action, Steampunk und Fantasy ein wenig mehr gezeigt wird: mehr Beschreibungen, sowohl von der Umgebung, als auch von den Bewohnern. Es sind wahnsinnig gute Ansätze vorhanden, von denen der Leser eigentlich nur eines will: mehr erfahren. Von daher ist dieser kleine Kritikpunkt kein Grund für einen Sternabzug, denn es ist absolut positiv zu bewerten, wenn ein Autor es schafft, dass der Leser mehr von seiner Welt erfahren möchte.

Kurzgeschichten sind auch nicht unbedingt der beste Ort für lange Beschreibungen. Von daher freue ich mich schon sehr auf den Roman aus dem Doppelmond-Universum. Klare Leseempfehlung für alle, die keine glitzernden Vampire und handzahmen Werwölfe wollen!

 
 

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Faszination Dampfkraft: Autor Benjamin Spang

Ich freue mich sehr, dass der Steampunk-Fantasy Autor Benjamin Spang mir einen Artikel für „Faszination Dampfkraft“ zur Verfügung gestellt hat. Taucht ein in sein Doppelmond-Universum und in die Stadt Hellmark! Morgen stelle ich euch seine Kurzgeschichtensammlung Kurzgeschichten aus Nuun vor. Und nun viel Freude beim Lesen!

***

Unter dunklen, von riesigen Schornsteinen geborenen Wolken lag die Stadt, in der sich die Menschheit während des tobenden Krieges am sichersten fühlte. Dicke Mauern und suchende Scheinwerfer mit gleißendem Licht machten es den Dämonen, Bestien und Blutsaugern unmöglich, ins Innere zu gelangen. Scharfschützen hielten auf Wachtürmen Stellung. Durch ihre Fernrohre musterten sie jeden Grashalm, während zeitgleich mobile Wachposten in gepanzerten Fahrzeugen um die äußerste Stadtmauer fuhren.

PlakatLießen einen die Soldaten durch, passierte man das riesige, aus dickem Stahl und mit dem Zeichen des Allvaters versehene Stadttor. Gleich dahinter konnte man nicht anders, als staunend den Kopf zu heben.
Die Stadt, die nie schlief, bestand zum größten Teil aus hochgewachsenen, verwinkelten und mit Anbauten verunstalteten Hochhäusern, die so dicht nebeneinander standen, dass nur schmale Menschen diese Gassen nutzen konnten. Und das auch nur, wenn ihnen niemand entgegen kam.
Dunkle Rohre schossen an den hellbraunen Fassaden in die Höhe. Sie verschwanden entweder an einer beliebigen Stelle in der Wand oder aber reichten bis auf eines der Flachdächer in einen Wasserkessel.
Auch hier oben kroch einem der allgegenwärtige Verbrennungsgeruch in den Rachen, der vom Wind über die Dächer getragen und im Norden in die Luft geblasen wurde. Dort konnten die Arbeiter wählen, in welcher der zahlreichen Gießereien, Schmieden oder Maschinenfabriken sie sich ihre Gesundheit ruinieren wollten.
Das Donnern der riesigen Stahlhämmer, die rhythmisch auf erhitztes Metall trafen, hörte man zu jeder Tages- und Nachtzeit in allen Gassen und Zimmern Hellmarks.
Gleich neben diesem stetig pumpenden Herzen der Stadt lag der Zeppelin-Hafen, auf dem täglich mehrere hundert Luftschiffe landeten. Majestätisch und mit einer für die Stadt untypischen Gelassenheit glitten die länglichen Ballons durch die Luft. Im Hafen angedockt, wurden sie beladen, entladen oder repariert, um gleich darauf ihre Reise fortzusetzen.
Wem der Luftweg zu teuer war, um die Stadt zu verlassen, fuhr mit der Dampfbahn. Der klobige Dampfhammer ratterte ungestüm und mit lautem Getöse über die Gleise. Durch seine Schornsteine blies er dicken, weißen Rauch, der noch minutenlang in der Luft hing, selbst wenn der Zug schon verschwunden war.

Nachts, wenn die beiden Monde den Himmel mit seiner Schwärze alleine ließen, leuchteten die Fenster der braunen Kolosse so zahlreich, dass es fast wirkte, als hätte jemand die Sterne vom Himmel genommen, sie in Form geschnitten und nebeneinander gesetzt.
GasseIn dunklen Gassen, wo ihr Licht oder das der zahlreichen Gaslampen, sich nicht ausbreiten konnte, wurden Geschäfte abseits der Marktplätze gemacht. Für wenige Goldmünzen, den sogenannten „Solid“, konnte man sich dort mit illegalen Stoffen eindecken.
Du willst deinen Schmerz betäuben und deine Sinne ausschalten? Zieh dir Jawa-Staub durch die Nase! Willst du hingegen wachsam sein und nie mehr schlafen? Ein kleiner Beutel „Rost“ wird dich auf Trab halten!
Nicht immer konnten die Advokaten, die Wächter der Stadt, die Drogenhändler erwischen, denn sie waren flink, sprangen über Mauern, kletterten an Fassaden empor oder versteckten sich in alten Lüftungsschächten.

Die Menschheit fühlte sich in Hellmark geborgen. Die Reinhaltung ihres Blutes und das Menschbleiben waren ihnen wichtiger als Ruhe und Sauberkeit. Nicht, dass sie keine andere Wahl hätten: Es gab auch andere Städte im Lande Nuun, mit mehr Platz und sauberer Luft zum Atmen. Dort wohnte man allerdings ungeschützt vor den Stadtmauern in einer Hütte oder die Stadt selbst lag nahe am Gebiet der Vampire oder Werwölfe.

Vom Krieg dieser Völker und dem Schicksal einzelner Personen handeln meine düsteren Doppelmond-Geschichten, zu denen ich euch auf diesem Wege recht herzlich einlade!

Liebe Grüße
Benjamin SpangBenjamin_Spang

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Bilder:

Gasse:
Bild „Gasse“ erstellt von Simon Kramhöller
Plakat:
Zeichnung von Simon Kramhöller, Collage von Benjamin Spang

 

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