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Archiv der Kategorie: Figuren

Happy Birthday, Remy Lafayette!

happy birthday remyMein Lieblingsprotagonist hat heute Geburtstag und ich möchte ihn euch gerne in einem Auszügen aus seinem Profil vorstellen – seine Biografie und einige uninteressantere Dinge lasse ich dabei aus. Aber vielleicht habt ihr Lust, ihn schon mal ein wenig näher kennen zu lernen:

Jean-Remy Lafayette

Jean-Remy Lafayette ist ein attraktiver Mann. Er ist sechsunddreißig Jahre alt und 1,84m groß, hat eine sportliche Figur und dunkelblonde Locken – volles Haar, auf das er sehr stolz ist und das er immer ordentlich trägt. Auch auf seinen Bart gibt er Acht und trägt ihn maximal auf Dreitagebartlänge. Von der aktuellen Schnauzbartmode hält er nichts.

Er hat blaue Augen, um die sich zahlreiche Fältchen bilden, wenn er lacht.

Er wiegt 81 kg und hat einen aktiven Lebensstil, den er seiner früheren Arbeit als Mehlsackschlepper in einer Bäckerei verdankt und der ihm eine aufrechte Haltung und einen muskulösen Körperbau mit breiten Schultern bescherte.

Er hat eine angenehm tiefe Stimme, die besonders bei Frauen gut ankommt. Zudem legt er Wert auf gute Kleidung, bevorzugt aber das legere Auftreten ohne Fliege oder Krawatte. Auch auf Hüte legt er keinen Wert, da diese seine sorgfältig gelegte Frisur zerstören – auch wenn das in der New Yorker Gesellschaft oft nicht gut ankommt. Meistens trägt er einen schlichten dunkelgrauen Anzug mit Weste und langem Sakko oder Gehrock und ein weißes Hemd, dazu meist schwarze oder braune Lederschuhe.

Narben hat er einige von dem harten und einfachen Leben in der französischen Gemeinde in der Nähe von Brest in der Bretagne. Außerdem hat er zwei Tätowierungen, die ihn an seine Heimat erinnern: ein keltisches Band um den rechten Oberarm und eine Triskele auf der rechten Brust.

Seiner Wohnung sieht man an, dass er viel herumgekommen ist (Europa, Asien) und von seinen Reisen einige Andenken mitgebracht hat. Besonders die asiatische Kultur hat es ihm angetan und er findet in der Weltanschauung des Buddhismus viele Anreize sein eigenes Leben zu gestalten. Obwohl er dem einfachen, fast mittelalterlichen Leben, das er mit seiner Mutter führte, den Rücken gekehrt hat, lebt er nach dem Grundsatz der Einfachheit. Luxus ist ihm zuwider und er versteht dessen Sinn nicht. Materielle Dinge bedeuten ihm wenig.

Ebenso puristisch ist er bei seinen Genüssen. Er mag gutes Essen, legt jedoch keinen großen Wert darauf, jeden Tag etwas Besonderes zu speisen. Da er viel unterwegs ist, muss er häufig unterwegs einen Imbiss zu sich nehmen. Auch in Bezug auf Zigarren oder Alkohol ist für ihn weniger mehr. Er ist ein Genießer, kann aber auch ab und an mal über die Stränge schlagen. Einem guten Glas Rotwein oder einem alten Whiskey ist er nicht abgeneigt. Am liebsten isst er asiatisch, weil die Küche leicht ist und ihm die Würze des Essens zusagt.

Nach einem langen Arbeitstag genießt Remy ein gutes Buch. Schriftsteller, die es ihm besonders angetan haben, sind Oscar Wilde mit seinem Buch Das Bildnis des Dorian Grey, H. G. Wells mit Die Zeitmaschine und alle Werke von Jules Verne. Sein absolutes Lieblingsbuch ist In achtzig Tagen um die Welt, weil es das erste Buch war, das seine Mutter ihm schenkte und er darin seine Leidenschaft für das Reisen entdeckte.

Remy hört gerne Musik, besonders Klavier- und Geigenstücke haben es ihm angetan. Dabei darf auch gerne getanzt werden. Er mag klassische Musik in neuen Versionen – auch wenn dies von einigen aus der gehobeneren Gesellschaft mit Naserümpfen betrachtet wird. Am liebsten hört er die noch 1898 noch relativ unbekannte Musikrichtungen Cakewalk (Tanz) und Ragtime, die sich besonders durch fröhliche Melodien auszeichnen. Diese Musik wird vor allem von Schwarzen geprägt, weshalb viele der vornehmeren Leute, sie als unzivilisiert bezeichnen.

Remy liebt jedoch auch die ruhigeren, keltischen Stücke aus seiner bretonischen Heimat, die zumeist mit Geige und Trommeln gespielt werden. Er fühlt sich mit Nordfrankreich stark verbunden und würde nie auf die Idee kommen, Kalifornien als seine Heimat zu bezeichnen, obwohl er dort geboren wurde.

Ebenso liebt er das Abenteuer, ist jedoch kein leichtsinniger Hitzkopf, der schnell sein Leben riskiert. Das Reisen, die Erlebnisse in Natur und großen Städten sind ihm genug. Er hat auch kein Problem damit, mehrere Tage durch die Einsamkeit zu wandern und unter dem Sternenhimmel zu schlafen, was er als Kind häufig gemacht hat. Dennoch ist er ein Stadtmensch. Eine Rückkehr in ein kleines französisches Dorf käme für ihn nicht in Frage, dazu liebt er das Großstadtleben im Allgemeinen und New York im Besonderen zu sehr.

Westliches Tierkreiszeichen: Löwe

Chinesisches Tierkreiszeichen: Ratte

EDIT 17. August 2014:

 Auf seiner eigenen Æthernetseite Face 2 Face erfahrt ihr noch mehr über Remy!

Face2Face - Header

 

 
5 Kommentare

Verfasst von - Juli 30, 2014 in Ersticktes Matt, Figuren

 

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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 27

Frage 27 von 30

Überhaupt, spielen Äußerlichkeiten eine große Rolle in deinen Geschichten? Erzähl uns davon, oder wenn nicht, wie du deine Figuren ansonsten entwirfst.

Wie im wahren Leben spielen Äußerlichkeiten natürlich auch in meinen Geschichten eine große Rolle. Nicht überdimensional, aber ich finde es schon wichtig zu zeigen, wie eine Figur aussieht, ob sie Grübchen hat, Lachfalten oder einen müden Blick. Dabei ist die Lehre der Physiognomie sehr hilfreich. Nicht so wie die Nationalsozialisten sie für ihre Zwecke missbrauchten, sondern die wissenschaftliche Lehre, die von bestimmten Bereichen des Gesichts Rückschlüsse auf den Charakter zulässt. Sicherlich kann man nicht pauschal sagen, dass Menschen mit einer hohen Stirn per se intelligent sind, aber bei vielen sehr intelligenten Menschen ist die hohe Stirn ein gemeinsames Merkmal. Diese Sichtweise finde ich sehr interessant und nutze sie oft für Figuren in meinen Geschichten. Dabei ist es keinesfalls so, dass der Protagonist immer wahnsinnig toll aussieht und der Antagonist abgrundtief hässlich ist. Es sind vielmehr einzelne Merkmale, die ich herausgreife, um den Charakter einer Figur zu unterstreichen.

Ich finde jedoch nicht nur das Gesicht wichtig, sondern auch andere Aspekte des äußeren Erscheinungsbildes, die Rückschlüsse auf den Charakter einer Figur zu lässt. Kleidung beispielsweise. Welche Klamotten trägt sie? Bevorzugt sie Marken? Gibt sie viel Geld für Stylingprodukte aus und geht nie ungeschminkt über die Türschwelle? Oder trifft man sie durchaus auch mal im Schlabberlook an?

Natürlich kann man nicht all diese Dinge in einer Geschichte unterbringen. Das würde auch ziemlich langweilig werden, wenn man sich für jede Figur erst einmal seitenlange Beschreibungen durchlesen müsste. Aber hier und da ein gut platziertes äußerliches Merkmal bringt eine Figur näher an einen realen Menschen heran – auch wenn sie nur auf dem Papier existiert.

 

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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 26

Frage 26 von 30

Nun zur Kunst! Zeichnest du deine Figuren? Zeichnen andere sie? Nimm eine deiner eigenen Figuren und zeig uns dein Lieblingsbild von ihr!

Früher habe ich meine Figuren gezeichnet, von jeder einzelnen habe ich mindestens ein Bild angefertigt und dabei viele Zeichenstile ausprobiert – von den typischen Disneyfiguren über schnelle Bleistiftskizzierungen bis hin zum Mangastil.

Hier rechts könnt ihr eine Zeichnung von meiner »Hexe« Miriam Canves sehen, die ich für meine Mystery-Geschichte Lilith gezeichnet habe. Ich weiß nicht, ob das unbedingt mein Lieblingsbild ist, aber es ist auf jeden Fall eines der besseren. (Ja, ich weiß, Talent sieht anders aus…)

Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, meine Charaktere zu casten. Ich zeichne sie nicht mehr, sondern überlege mir, welche Schauspieler ich mir für meine Figuren wünschen würde, wenn eine Geschichte verfilmt würde. Das ist natürlich nicht mehr so kreativ wie selbst zeichnen, aber es spart eine Menge Zeit und Arbeit, zumal man sich die Schauspieler in diversen Rollen auch in Bewegung ansehen kann und so vielleicht zusätzliche Anregungen für die eigenen Figuren bezüglich Körperhaltung, Gestik, Mimik etc. bekommt.

Manchmal finde ich es jedoch auch schade, dass ich die Figuren nicht mehr selbst zeichne – wobei ich das sowieso lieber meiner künstlerisch talentierten Schwester überlassen würde… Ich sitze ewig an einem einzelnen Bild und habe immer das Gefühl meine Zeit damit zu vergeuden. Daher werde ich wohl bei meiner Casting-Methode bleiben.

 

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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 25

Frage 25 von 30

Haben irgendwelche Figuren von dir Haustiere? Erzähl uns von ihnen!

Nur wenige meiner Figuren haben Haustiere. Im Moment erinnere ich mich an vier:

Der junge Paul in meiner Weihnachtsgeschichte hat einen Gänserich namens Gustav als Haustier und besten Freund. Gustav soll der diesjährige Weihnachtsbraten werden, weil er von allen Gänsen am dicksten ist – was natürlich daran liegt, dass Paul ihn so verwöhnt hat. Die Geschichte geht natürlich gut für Gustav aus – ich bringe es nicht übers Herz in meinen Geschichten ein Tier zu töten. Figuren: Kein großes Problem… Tiere: Das geht gar nicht! Schon ein bisschen seltsam, oder?

Das zweite Haustier gehört Prof. Dr. Christien Montgomery, einem irischen Archäologen aus meinem Abenteuerroman: Ein dicker, fauler und sehr eigenwilliger  Karthäuserkater namens Smokey.

Das dritte Haustier ist ebenfalls ein Kater (ja, ich bin ein Katzenmensch) und gehört Mira aus meiner Mystery-Geschichte, die die Hexenverfolgung in Salem thematisiert. Er ist ein schwarzer Kater namens Novalis und bringt Miras beste Freundin Curly ständig aus der Fassung, weil sie so abergläubisch ist.

Leyna Paddington, die Vampirin aus Eisblumen hat ein eher ungewöhnliches Haustier, ein Streifenhörnchen namens Charles. Charles ist mir ganz besonders ans Herz gewachsen, nicht nur, weil er so wahnsinnig niedlich ist, sondern weil er sehr frech ist und ganz klare Vorstellungen von seinem Leben hat. Vorhang auf für Charles:

Charles schlief noch. Nicht da, wo er sollte. Natürlich nicht, das tat er ja nie. Er hatte sich auf dem weichen Sofakissen zu einer winzigen Fellkugel zusammengerollt, den buschigen Schwanz wie eine Decke um den kleinen Körper geschlungen, anstatt sich in sein gemütliches Holzhäuschen in die Holzwolle zu kuscheln. Charles war ein Streifenhörnchen und lebte seit nunmehr zwei Jahren bei ihr. Er hatte das violette Kissen nach seinem Einzug zu seinem Lieblingsplatz erklärt und war ziemlich schnell darauf gekommen wie sich sein Käfig öffnen ließ. Leyna ließ ihn gewähren – solange die Wohnung durch seine Pfoten nicht im Chaos versank.

Sie strich ihm mit der Spitze ihres Zeigefingers über die Stirn und zupfte leicht an seinem rechten Ohr. Charles rührte sich kaum, zuckte nur leicht mit dem Schwanz und lag dann wieder still. Sie hörte ihn tief atmen, dann ließ sie ihn in Ruhe. Spätestens, wenn sie Müsli in eine Schale schüttete, würde er sowieso aufwachen.

Leyna setzte Teewasser auf, nahm eine Tasse und die Blechdose mit der Earl-Grey-Mischung, aus dem Vorratsschrank und schaltete das Radio ein. Klassik Rock, Metallicas Nothing else matters dröhnte aus den Boxen. Etwas zu schwermütig für diesen frühen Morgen… Sie überlegte, ob sie nach einem anderen Sender suchen sollte, regelte die Lautstärke dann aber nur auf eine niedrige Stufe, um die Nachbarn nicht zu stören und summte leise mit. Als der Teekessel pfiff, hatte Leyna anderthalb Bananen und einen Apfel kleingeschnitten und in zwei Schüsseln gegeben. Sie goss sich eine Tasse ein und raschelte gerade mit der Müslipackung, da hüpfte Charles auf die Theke und zog eine der Schüsseln mit seinen Vorderpfoten zu sich heran. Dann steckte er den Kopf hinein, aber was er dort fand, schien ihn nicht zufrieden zu stellen, denn er blickte seine Mitbewohnerin missbilligend an. Leyna schnalzte mit der Zunge und nahm ihm die Schüssel weg. „Ich war gerade dabei, euer Frühstück zuzubereiten, Euer Majestät.“, sagte sie nicht ohne einen ironischen Tonfall. Erst als sie Haferflocken und ein wenig Müsli hinzugefügt und das ganze sorgsam gemischt hatte, schob sie dem hin- und hertänzelnden Streifenhörnchen die Schale wieder zurück. „Wohl bekomm’s, Hoheit.“ Sie betrachtete Charles lächelnd, als dieser sich über sein Frühstück beugte, ein Apfelstück zu fassen bekam, sich auf die Hinterbeine fallen ließ und zu knabbern begann.

Bildnachweis:

Foto 1: Oso, „Schöne Weihnachten – ohne mich !

Some rights reserved.

Foto 2: rubina, „Das Leben ist schön!“

Some rights reserved.

Foto 3: yamauchi, „美猫“

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Foto 4: Gilles Gonthier, „Tamia rayé — Eastern chipmunk“

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Alle Bilder stammen aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.de

 

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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 24

Frage 24 von 30

Wie bereit bist du, deine Figuren zu töten, wenn der Plot danach verlangt? Was ist die interessanteste Art, auf die du jemanden umgebracht hast?

Absolut bereit. Wenn es der Geschichte dient, würde ich alle meine Figuren am Schluss sterben lassen. Das ist aber noch nie der Fall gewesen und wäre doch durchaus deprimierend. Natürlich wünscht man sich als Autor, dass schlussendlich alle Figuren ein Happy End haben und wahnsinnig glücklich sind. Und wenn sie nicht gestorben sind… – so in der Art. Das ist aber nicht immer möglich und tut vielen Geschichten auch nicht gut. Mir gefallen diese zuckersüßen Enden meist nicht sehr gut, daher wird es bei in meinen Geschichten immer mindestens einen Wermutstropfen am Ende geben, der die Perfektion stört. Im wahren Leben läuft ja meistens auch nicht alles perfekt, warum sollte es das in Büchern tun?

Die interessanteste Art, auf die ich jemanden umgebracht habe? Da fallen mir einige Dinge ein: Vom Werwolf zerfleischt, durch medizinische Experimente getötet, binnen Minuten gealtert, durch Buchseiten vergiftet oder – auch sehr schön – versehentlich die falschen Tabletten verabreicht. Diese Todesarten sind wohl alle nicht sonderlich außergewöhnlich, viel interessanter ist schließlich auch die Geschichte dahinter. Warum wird jemand umgebracht? Das sollte interessant sein.

Die interessanteste Art, auf die ein Autor seine Figuren umgebracht hat, habe ich bei Linda Castillo gelesen: Gleich mehrere Personen in einer Jauchegrube verenden zu lassen, da gehört schon einiges an Ideenreichtum zu. Also unbedingt lesen: Linda Castillos Bücher um die Amish-Gemeinde Painters Mill und die dortige Polizeichefin, Kate Burkholder.

 

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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 22

Frage 22 von 30

Erzähl von einer Szene zwischen deinen Figuren, die du nie geschrieben oder jemandem erzählst hast. Sie muss nicht ernst gemeint sein.

Ich habe zu meiner Geschichte Eisblumen viele Interviews mit den Figuren geführt. Darunter war auch eines, das ich gleich mit mehreren Protagonisten gemacht habe und das eher einer Szene, denn einem Interview gleicht, weil die Figuren interagieren.

Hier ein Auszug daraus:

Charaktere „Eisblumen“:

Leyna Paddington

Ernesto Vidal

Watson

Ezra McBride


Wie alt bist du?

Leyna: Ich bin 21. Das allerdings schon 24 Jahre lang…

Ernesto: Ach, da bist du doch noch ein Küken. Ich bin ja mittlerweile dreihundertirgendwas und…

Alle: *schauen ihn skeptisch an*

Ernesto: Na gut, wir sind ja hier unter uns…

Leyna: *unterbricht ihn mit einem bösen Seitenblick zu Ezra* Jedenfalls fast unter uns…

Ezra: *setzt an etwas zu sagen*

Ernesto: … Ich bin jedenfalls Jahrgang 1947, aber erst 34 Jahre alt, wenn du verstehst, was ich meine. Und er… *deutet auf Watson, der unkoordiniert im Raum herumläuft und die Wände abklopft* … er müsste mittlerweile so um die 200 Jahre alt sein. Sieht man ihm gar nicht an, merkt man nur an seiner… naja… *wedelt mit der flachen Hand vor seinem Gesicht herum*

Ezra: Ich bin 1751 geboren, sehe aber aus wie 25.

Leyna: Du siehst aus wie ein Idiot.

 

Wie groß bist du?

Leyna: Ziemlich genau 1,70m.

Ernesto: Du bist nicht nur ein Küken, du bist auch noch ein Zwerg. Ich bin 1,87m. Hey Watson *winkt wild umher* Watson, wie groß bist du?

Watson: Ich vermute mal, so 1,80m.

Ernesto: Sag ich ja, alles Zwerge hier.

Ezra: Ich bin 1,88m.

Ernesto: *schaut böse zu Ezra* Erst über dreihundert Jahre alt sein und dann um einen Zentimeter größer… Das haben wir gern, der ist mir direkt sympathisch…


Hast du irgendwelche schlechten Angewohnheiten?

Leyna: Fragen Sie lieber den da! *deutet auf Ezra* Der hat haufenweise davon! Aber ich… Na ja, gilt es als schlechte Angewohnheit, sich nachts gerne auf Friedhöfen herumzutreiben?

Ernesto: Mal abgesehen davon, wegen meines geringen Alters zu lügen? Ja, ich glaube, ich kann ziemlich aufbrausend sein, das liegt wohl an meinem argentinischen Temperament…

Alle: *schauen ihn skeptisch an*

Ernesto: *verdreht die Augen* Na gut, an meinem englischen Temperament…

Watson: Schlechte Angewohnheiten? Nicht, dass ich wüsste… *geht zum Fenster und blickt hinaus*

Ernesto: Spionieren und herumschnüffeln gehören auch zu den schlechten Eigenschaften, Watson!

Ezra: Ich bin ein ziemlich guter Lügner und eigentlich auch recht stolz darauf. Lügen wird ja immer als schlechte Eigenschaft abgetan, kann aber manchmal ganz schön nützlich sein.

Leyna: *macht ein undefinierbares Geräusch* Kein Kommentar!


Bist du noch Jungfrau?

Leyna: *lacht* Meine Güte, was du alles wissen willst… Muss ich darauf eine Antwort geben? Na gut, nein, ich bin keine Jungfrau mehr.

Ernesto: Um Gottes Willen, das wäre ja auch ganz schön furchtbar. Dreihun… äh… 62 Jahre alt und immer noch Jungfrau… Unvorstellbar! *leiser* Bei Watson weiß das allerdings niemand so genau. Ich glaube auch, er weiß es selbst nicht mehr.

Watson: Wie bitte?

Ernesto: Nichts, nichts.

Ezra: Um beim Thema zu bleiben: Nein, ich bin keine Jungfrau mehr *wirft einen sarkastischen Blick zu Ernesto* Schon seit über 300 Jahren nicht mehr…

Ernesto: *mit zusammengebissenen Zähnen* Und er wird mir immer sympathischer…


Bist du verheiratet, oder Single?

Leyna: Ich bin momentan Single *lächelt* Aber vielleicht bald in festen Händen.

Ernesto: Ich bin nicht verheiratet, aber auch kein richtiger Single. Meine Freundin Roxanne und ich führen eher eine offene Beziehung.

Watson: Ich war zweimal verheiratet, einmal mit Mary, aber leider ist sie sehr rasch gestorben und dann noch einmal, aber an den Namen kann ich mich gerade nicht erinnern. Und nein, ich bin keine Jungfrau mehr!

Ezra: Ich bin Single.

 

Hast du jemals einen Menschen getötet?

Leyna: Ich habe bisher nicht einmal eine Fliege getötet, wie sollte ich da einen Mernschen umbringen? Ich finde, jedes Leben ist schützenswert. Ich könnte nie jemanden töten! *blickt zu Ezra* Obwohl ich manchmal das dringende Bedürfnis danach verspüre!

Ernesto: Nein, der Krieg war ja gerade vorbei, als ich geboren wurde. Aber mein Vater hat wohl einige Menschenleben auf dem Gewissen. Er ist auch Zeit seines Lebens nicht mehr froh geworden.

Watson: Ja, ich glaube schon… Oder nein, gar nicht, das war ein Hund. Ja, das war als Holmes und ich den Hund von Baskerville gesucht haben. Den haben wir erschossen. Das war kein Mensch.

Ezra: Kann schon sein, so genau habe ich da nicht nachgeguckt. Ich musste schnell weg.

Gibt es irgendwas Seltsames über dich zu erzählen?

Leyna: Das mit den Friedhöfen hatte ich schon erwähnt, oder?

Ernesto: Ich bin ein Vampir. Ist das nicht seltsam genug?

Watson: Ja, Sherlock Holmes ist mir abhanden gekommen und ich kann ihn einfach nicht finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Jahre er nun schon fort ist.

Ezra: Ernesto hat es auf den Punkt gebracht: Ich bin ein Vampir.

 

Lieblingsfilm?

Leyna: Oh, da gibt es so viele. Ich mag vor allem Musicals wie Moulin Rouge oder Das Phantom der Oper.

Ernesto: Ich habe keinen Fernseher, ich höre lieber klassische Musik. Und einen Lieblingsfilmhabe ich eigentlich auch nicht.

Watson: Ich mag Der Name der Rose. Der ist so schön kniffelig. Außerdem heißt eine der Hauptfiguren fast wie ich.

Ernesto: *zu Watson* Du kennst Der Name der Rose? Stimmt, der Film ist gut… Mein Lieblingsfilm ist auch Der Name der Rose!

Ezra: Mmh…, bloß nichts blutiges, da kriege ich immer nur Hunger. Mamma Mia, der war schön. So viel Sonne.

Alle: *starren ihn ungläubig an*

Leyna: Mamma Mia?

Ezra: Ja, der mit Meryl Streep. Die war doch wohl voll cool drauf. Die hätte ich am Ende auch geheiratet.

Alle: *schütteln erstaunt die Köpfe*

Leyna: Mamma Mia! Unglaublich…

 

 

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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 19

Frage 19 von 30

Lieblingsnebenfigur, die sich ins Rampenlicht gedrängt hat – und warum!

Das ist definitiv Catherine Bishop, die Mutter meines Schachprofis Nathaniel aus Ersticktes Matt. Ursprünglich sollte sie nur als Begleitperson auftreten, da Nathaniel ja erst zwölf Jahre alt ist und da eben eine Begleitperson notwendig ist. Jetzt hat sie sich jedoch zu einer eigenständigen Figur entwickelt, die ich sehr mag und die nun eine weit größere Rolle einnimmt, als eigentlich geplant. Wie genau wird hier natürlich nicht verraten, aber sie wird einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass der Fall am Ende gelöst wird. Vielleicht.

Ich weiß nicht, ob sie sich unbedingt ins Rampenlicht gedrängt hat – es hat sich einfach so ergeben. Für alle, die die Szene noch nicht gelesen haben, hier Catherine Bishops erster Auftritt:

 So in meine Arbeit vertieft, bemerkte ich nicht, wie er an meinen Schreibtisch trat. Er räusperte sich. Ich muss zugeben, ich erkannte ihn nicht. Im Internet war kein Foto von ihm aufzutreiben. »Kann ich Ihnen helfen?« Ich sagte es an die Frau gewandt, die neben ihm stand. Unter tausend anderen Frauen wäre sie mir aufgefallen. Kupferfarbenes Haar, das in weichen Wellen über ihre Schulter fiel. Porzellanhaut. Augen wie ein Bergsee im Frühling. Und ein Gesicht so ätherisch wie ich mir als Kind das Antlitz einer Feenkönigin vorgestellt hatte. Ich konnte den Blick kaum von ihr lassen. Sie sah mich an und lächelte. Er war es, der antwortete. »Ich glaube, ich bin es der Ihnen helfen soll«, sagte er mit knarzender Stimme, die sich nicht recht für eine Tonlage entscheiden konnte. »Ich bin Nathaniel Bishop. Ich habe vor zwei Tagen einen Anruf von der New Yorker Polizei erhalten. Ich soll bei Ermittlungen in einem Mordfall helfen. Es geht um Schach.«

Mein Lächeln gefror. So hatte ich mir den großen Nathaniel Bishop nicht vorgestellt, der in Internetforen für seine raffinierten Schachzüge und seinen Intellekt gepriesen wurde. Sein Haar hatte den gleichen rötlichen Schimmer wie das der Frau, erinnerte jedoch eher an Rost, denn an Kupfer. Er trug Jeans zu einem schwarzen Rollkragenpullover; darüber hatte er ein teuer aussehendes Tweedjacket gezogen, das mit seinen ledernen Ellbogenaufnähern an mir lächerlich ausgesehen hätte, ihn jedoch hervorragend kleidete. Er war ein ganzes Stück kleiner als ich. Nein, so hatte ich mir unseren Experten nicht vorgestellt. Zum Glück bemerkte ich jedoch schnell, dass ich ihn anstarrte und mein Mund unvorteilhaft geöffnet war. Ich versuchte, mich zusammen zu reißen und schüttelte die Starre ab. »Ja, natürlich. Willkommen in New York, Mr Bishop. Mein Name ist Detective Remy Lafayette. Wir haben telefoniert.« Ich streckte ihm die Hand entgegen. Er hatte einen unerwartet festen Händedruck. »Hatten Sie eine angenehme Anreise?«

Er nickte knapp. »Ich bin viel unterwegs.«

Ich wandte mich an die Frau und schüttelte auch ihre Hand. Sie war so zart, dass ich Angst hatte, ich könnte sie zerbrechen, doch auch ihr Druck war angenehm fest. »Und Sie sind…?« Wieder nur ein Lächeln.

Bishop antwortete und zog bei dem Blick auf unsere Hände eine Augenbraue in die Höhe. »Das ist Mrs Bishop«, sagte er. Kein Zweifel, sie war verheiratet. In etwas versöhnlicherem Tonfall fuhr er fort. »Sie kann nicht sprechen, sie ist stumm. Aber wenn Sie Fragen an sie haben, stellen Sie sie einfach. Sie kann Sie hören. Ich werde dann für Sie übersetzen.«

Ich lächelte. Es war mehr ein halb verkrampftes Grinsen, aber ich konnte es nicht abstellen. »Es ist mir ein Vergnügen, Sie kennen zu lernen, Mrs Bishop. Haben Sie den langen Flug gut überstanden?«

Sie erwiderte mein Lächeln, dann tanzten ihre Hände durch die Luft, einer mir unbekannten Choreografie folgend, die mich direkt in ihren Bann schlug. Es waren nur Augenblicke, dann standen ihre Finger wieder still. Ich bedauerte es.

»Sie sagt“, übersetzte Bishop, „dass Sie sich sehr freut hier zu sein und dass der Flug ganz entspannt war.« Er warf ihr einen Seitenblick zu und in ihrem Gesicht erkannte ich, dass er nicht alles gesagt hatte. Sie stupste ihn an. Er seufzte. »Sie sagt, Sie sollen sie Catherine nennen, sie mag Förmlichkeiten nicht besonders. Sie hat hier studiert und ist sehr froh wieder einmal in ihrer Lieblingsstadt zu sein.« Sie nickte. Offenbar fand seine Übersetzung ihre Zustimmung.

Ihr lest hier die Erstfassung, die noch überarbeitet wird. Der aufmerksame Leser weiß bereits, dass ich die Ich-Perspektive durch die des personalen Erzählers ersetzt habe.

 

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