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Archiv der Kategorie: 30 Tage über das Schreiben bloggen

30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 27

Frage 27 von 30

Überhaupt, spielen Äußerlichkeiten eine große Rolle in deinen Geschichten? Erzähl uns davon, oder wenn nicht, wie du deine Figuren ansonsten entwirfst.

Wie im wahren Leben spielen Äußerlichkeiten natürlich auch in meinen Geschichten eine große Rolle. Nicht überdimensional, aber ich finde es schon wichtig zu zeigen, wie eine Figur aussieht, ob sie Grübchen hat, Lachfalten oder einen müden Blick. Dabei ist die Lehre der Physiognomie sehr hilfreich. Nicht so wie die Nationalsozialisten sie für ihre Zwecke missbrauchten, sondern die wissenschaftliche Lehre, die von bestimmten Bereichen des Gesichts Rückschlüsse auf den Charakter zulässt. Sicherlich kann man nicht pauschal sagen, dass Menschen mit einer hohen Stirn per se intelligent sind, aber bei vielen sehr intelligenten Menschen ist die hohe Stirn ein gemeinsames Merkmal. Diese Sichtweise finde ich sehr interessant und nutze sie oft für Figuren in meinen Geschichten. Dabei ist es keinesfalls so, dass der Protagonist immer wahnsinnig toll aussieht und der Antagonist abgrundtief hässlich ist. Es sind vielmehr einzelne Merkmale, die ich herausgreife, um den Charakter einer Figur zu unterstreichen.

Ich finde jedoch nicht nur das Gesicht wichtig, sondern auch andere Aspekte des äußeren Erscheinungsbildes, die Rückschlüsse auf den Charakter einer Figur zu lässt. Kleidung beispielsweise. Welche Klamotten trägt sie? Bevorzugt sie Marken? Gibt sie viel Geld für Stylingprodukte aus und geht nie ungeschminkt über die Türschwelle? Oder trifft man sie durchaus auch mal im Schlabberlook an?

Natürlich kann man nicht all diese Dinge in einer Geschichte unterbringen. Das würde auch ziemlich langweilig werden, wenn man sich für jede Figur erst einmal seitenlange Beschreibungen durchlesen müsste. Aber hier und da ein gut platziertes äußerliches Merkmal bringt eine Figur näher an einen realen Menschen heran – auch wenn sie nur auf dem Papier existiert.

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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 26

Frage 26 von 30

Nun zur Kunst! Zeichnest du deine Figuren? Zeichnen andere sie? Nimm eine deiner eigenen Figuren und zeig uns dein Lieblingsbild von ihr!

Früher habe ich meine Figuren gezeichnet, von jeder einzelnen habe ich mindestens ein Bild angefertigt und dabei viele Zeichenstile ausprobiert – von den typischen Disneyfiguren über schnelle Bleistiftskizzierungen bis hin zum Mangastil.

Hier rechts könnt ihr eine Zeichnung von meiner »Hexe« Miriam Canves sehen, die ich für meine Mystery-Geschichte Lilith gezeichnet habe. Ich weiß nicht, ob das unbedingt mein Lieblingsbild ist, aber es ist auf jeden Fall eines der besseren. (Ja, ich weiß, Talent sieht anders aus…)

Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, meine Charaktere zu casten. Ich zeichne sie nicht mehr, sondern überlege mir, welche Schauspieler ich mir für meine Figuren wünschen würde, wenn eine Geschichte verfilmt würde. Das ist natürlich nicht mehr so kreativ wie selbst zeichnen, aber es spart eine Menge Zeit und Arbeit, zumal man sich die Schauspieler in diversen Rollen auch in Bewegung ansehen kann und so vielleicht zusätzliche Anregungen für die eigenen Figuren bezüglich Körperhaltung, Gestik, Mimik etc. bekommt.

Manchmal finde ich es jedoch auch schade, dass ich die Figuren nicht mehr selbst zeichne – wobei ich das sowieso lieber meiner künstlerisch talentierten Schwester überlassen würde… Ich sitze ewig an einem einzelnen Bild und habe immer das Gefühl meine Zeit damit zu vergeuden. Daher werde ich wohl bei meiner Casting-Methode bleiben.

 

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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 25

Frage 25 von 30

Haben irgendwelche Figuren von dir Haustiere? Erzähl uns von ihnen!

Nur wenige meiner Figuren haben Haustiere. Im Moment erinnere ich mich an vier:

Der junge Paul in meiner Weihnachtsgeschichte hat einen Gänserich namens Gustav als Haustier und besten Freund. Gustav soll der diesjährige Weihnachtsbraten werden, weil er von allen Gänsen am dicksten ist – was natürlich daran liegt, dass Paul ihn so verwöhnt hat. Die Geschichte geht natürlich gut für Gustav aus – ich bringe es nicht übers Herz in meinen Geschichten ein Tier zu töten. Figuren: Kein großes Problem… Tiere: Das geht gar nicht! Schon ein bisschen seltsam, oder?

Das zweite Haustier gehört Prof. Dr. Christien Montgomery, einem irischen Archäologen aus meinem Abenteuerroman: Ein dicker, fauler und sehr eigenwilliger  Karthäuserkater namens Smokey.

Das dritte Haustier ist ebenfalls ein Kater (ja, ich bin ein Katzenmensch) und gehört Mira aus meiner Mystery-Geschichte, die die Hexenverfolgung in Salem thematisiert. Er ist ein schwarzer Kater namens Novalis und bringt Miras beste Freundin Curly ständig aus der Fassung, weil sie so abergläubisch ist.

Leyna Paddington, die Vampirin aus Eisblumen hat ein eher ungewöhnliches Haustier, ein Streifenhörnchen namens Charles. Charles ist mir ganz besonders ans Herz gewachsen, nicht nur, weil er so wahnsinnig niedlich ist, sondern weil er sehr frech ist und ganz klare Vorstellungen von seinem Leben hat. Vorhang auf für Charles:

Charles schlief noch. Nicht da, wo er sollte. Natürlich nicht, das tat er ja nie. Er hatte sich auf dem weichen Sofakissen zu einer winzigen Fellkugel zusammengerollt, den buschigen Schwanz wie eine Decke um den kleinen Körper geschlungen, anstatt sich in sein gemütliches Holzhäuschen in die Holzwolle zu kuscheln. Charles war ein Streifenhörnchen und lebte seit nunmehr zwei Jahren bei ihr. Er hatte das violette Kissen nach seinem Einzug zu seinem Lieblingsplatz erklärt und war ziemlich schnell darauf gekommen wie sich sein Käfig öffnen ließ. Leyna ließ ihn gewähren – solange die Wohnung durch seine Pfoten nicht im Chaos versank.

Sie strich ihm mit der Spitze ihres Zeigefingers über die Stirn und zupfte leicht an seinem rechten Ohr. Charles rührte sich kaum, zuckte nur leicht mit dem Schwanz und lag dann wieder still. Sie hörte ihn tief atmen, dann ließ sie ihn in Ruhe. Spätestens, wenn sie Müsli in eine Schale schüttete, würde er sowieso aufwachen.

Leyna setzte Teewasser auf, nahm eine Tasse und die Blechdose mit der Earl-Grey-Mischung, aus dem Vorratsschrank und schaltete das Radio ein. Klassik Rock, Metallicas Nothing else matters dröhnte aus den Boxen. Etwas zu schwermütig für diesen frühen Morgen… Sie überlegte, ob sie nach einem anderen Sender suchen sollte, regelte die Lautstärke dann aber nur auf eine niedrige Stufe, um die Nachbarn nicht zu stören und summte leise mit. Als der Teekessel pfiff, hatte Leyna anderthalb Bananen und einen Apfel kleingeschnitten und in zwei Schüsseln gegeben. Sie goss sich eine Tasse ein und raschelte gerade mit der Müslipackung, da hüpfte Charles auf die Theke und zog eine der Schüsseln mit seinen Vorderpfoten zu sich heran. Dann steckte er den Kopf hinein, aber was er dort fand, schien ihn nicht zufrieden zu stellen, denn er blickte seine Mitbewohnerin missbilligend an. Leyna schnalzte mit der Zunge und nahm ihm die Schüssel weg. „Ich war gerade dabei, euer Frühstück zuzubereiten, Euer Majestät.“, sagte sie nicht ohne einen ironischen Tonfall. Erst als sie Haferflocken und ein wenig Müsli hinzugefügt und das ganze sorgsam gemischt hatte, schob sie dem hin- und hertänzelnden Streifenhörnchen die Schale wieder zurück. „Wohl bekomm’s, Hoheit.“ Sie betrachtete Charles lächelnd, als dieser sich über sein Frühstück beugte, ein Apfelstück zu fassen bekam, sich auf die Hinterbeine fallen ließ und zu knabbern begann.

Bildnachweis:

Foto 1: Oso, „Schöne Weihnachten – ohne mich !

Some rights reserved.

Foto 2: rubina, „Das Leben ist schön!“

Some rights reserved.

Foto 3: yamauchi, „美猫“

Some rights reserved.

Foto 4: Gilles Gonthier, „Tamia rayé — Eastern chipmunk“

Some rights reserved.

Alle Bilder stammen aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.de

 

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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 24

Frage 24 von 30

Wie bereit bist du, deine Figuren zu töten, wenn der Plot danach verlangt? Was ist die interessanteste Art, auf die du jemanden umgebracht hast?

Absolut bereit. Wenn es der Geschichte dient, würde ich alle meine Figuren am Schluss sterben lassen. Das ist aber noch nie der Fall gewesen und wäre doch durchaus deprimierend. Natürlich wünscht man sich als Autor, dass schlussendlich alle Figuren ein Happy End haben und wahnsinnig glücklich sind. Und wenn sie nicht gestorben sind… – so in der Art. Das ist aber nicht immer möglich und tut vielen Geschichten auch nicht gut. Mir gefallen diese zuckersüßen Enden meist nicht sehr gut, daher wird es bei in meinen Geschichten immer mindestens einen Wermutstropfen am Ende geben, der die Perfektion stört. Im wahren Leben läuft ja meistens auch nicht alles perfekt, warum sollte es das in Büchern tun?

Die interessanteste Art, auf die ich jemanden umgebracht habe? Da fallen mir einige Dinge ein: Vom Werwolf zerfleischt, durch medizinische Experimente getötet, binnen Minuten gealtert, durch Buchseiten vergiftet oder – auch sehr schön – versehentlich die falschen Tabletten verabreicht. Diese Todesarten sind wohl alle nicht sonderlich außergewöhnlich, viel interessanter ist schließlich auch die Geschichte dahinter. Warum wird jemand umgebracht? Das sollte interessant sein.

Die interessanteste Art, auf die ein Autor seine Figuren umgebracht hat, habe ich bei Linda Castillo gelesen: Gleich mehrere Personen in einer Jauchegrube verenden zu lassen, da gehört schon einiges an Ideenreichtum zu. Also unbedingt lesen: Linda Castillos Bücher um die Amish-Gemeinde Painters Mill und die dortige Polizeichefin, Kate Burkholder.

 

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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 23

Frage 23 von 30

Wie lange brauchst du normalerweise, um eine ganze Geschichte fertigzustellen – vom Planen über das Schreiben bis zur Online-Veröffentlichung (wenn du deine Arbeiten postest)?

Lange. Wahnsinnig lange. Ich plotte, ich beginne zu schreiben, beim Schreiben fallen mir andere Dinge ein, die unbedingt noch in die Geschichte mit rein müssen, ich schreibe den Plot um, ich schreibe die Szenen neu. Es ist ein Teufelskreis…

Das Problem ist eigentlich, dass ich mit meinen geschriebenen Szenen nie zufrieden bin. Ich überarbeite, schmeiße sie in den Papierkorb, schreibe sie neu. Das dauert alles sehr sehr lange. Normalerweise bin ich kein Perfektionist, aber wenn ich meine Geschichte lese, fallen mir immer wieder Dinge auf, die ich besser oder anders hätte machen können.

Auch bei Ersticktes Matt habe ich schon drei Mal von vorne begonnen, den Plot zweimal umgestellt. Das kann sehr frustrierend sein, weil ich oft das Gefühl habe nicht voranzukommen – wobei ich auch sagen muss, dass die neuere Version immer sehr viel mehr Tiefe hat, als die alte.

In den meisten Ratgebern bekommt man den Tipp, den inneren Kritiker erst einmal außen vor zu lassen und einfach zu schreiben, die ganze Geschichte von Anfang bis Ende. Überarbeiten kann man ja später immer noch. Das ist so wahr! Dennoch fällt es mir wahnsinnig schwer, eine schlechte Szene erst einmal so stehen zu lassen und weiter zu schreiben. Immer wieder ertappe ich mich dabei wie ich daran feile und Formulierungen überdenke. Meistens komme ich zu dem Schluss, dass die Szene ganz großer Mist ist und dringend gelöscht werden muss. Demzufolge brauche ich für eine Geschichte, die mehr als ein paar Seiten umfasst, endlos lange.

Ich kann aber gut unter Druck arbeiten. Wenn eine (kurze) Story zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein muss, dann wird sie das auch. Aber sobald es ein größeres Projekt ist, verliere ich das große Ganze aus den Augen und halte mich mit Kleinigkeiten auf. Das ist schon sehr nervig.

Ich bin jetzt dazu übergegangen, Ersticktes Matt per Hand und nicht mehr am PC zu schreiben – da ist das Überarbeiten sehr viel schwieriger. Außerdem muss das Ganze irgendwann auch noch abgetippt werden, dann kann ich immer noch überarbeiten. Ich hoffe, dass diese Technik funktioniert und mir dabei hilft, die Story erst einmal aufzuschreiben, bevor ich sie überarbeite.

 

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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 22

Frage 22 von 30

Erzähl von einer Szene zwischen deinen Figuren, die du nie geschrieben oder jemandem erzählst hast. Sie muss nicht ernst gemeint sein.

Ich habe zu meiner Geschichte Eisblumen viele Interviews mit den Figuren geführt. Darunter war auch eines, das ich gleich mit mehreren Protagonisten gemacht habe und das eher einer Szene, denn einem Interview gleicht, weil die Figuren interagieren.

Hier ein Auszug daraus:

Charaktere „Eisblumen“:

Leyna Paddington

Ernesto Vidal

Watson

Ezra McBride


Wie alt bist du?

Leyna: Ich bin 21. Das allerdings schon 24 Jahre lang…

Ernesto: Ach, da bist du doch noch ein Küken. Ich bin ja mittlerweile dreihundertirgendwas und…

Alle: *schauen ihn skeptisch an*

Ernesto: Na gut, wir sind ja hier unter uns…

Leyna: *unterbricht ihn mit einem bösen Seitenblick zu Ezra* Jedenfalls fast unter uns…

Ezra: *setzt an etwas zu sagen*

Ernesto: … Ich bin jedenfalls Jahrgang 1947, aber erst 34 Jahre alt, wenn du verstehst, was ich meine. Und er… *deutet auf Watson, der unkoordiniert im Raum herumläuft und die Wände abklopft* … er müsste mittlerweile so um die 200 Jahre alt sein. Sieht man ihm gar nicht an, merkt man nur an seiner… naja… *wedelt mit der flachen Hand vor seinem Gesicht herum*

Ezra: Ich bin 1751 geboren, sehe aber aus wie 25.

Leyna: Du siehst aus wie ein Idiot.

 

Wie groß bist du?

Leyna: Ziemlich genau 1,70m.

Ernesto: Du bist nicht nur ein Küken, du bist auch noch ein Zwerg. Ich bin 1,87m. Hey Watson *winkt wild umher* Watson, wie groß bist du?

Watson: Ich vermute mal, so 1,80m.

Ernesto: Sag ich ja, alles Zwerge hier.

Ezra: Ich bin 1,88m.

Ernesto: *schaut böse zu Ezra* Erst über dreihundert Jahre alt sein und dann um einen Zentimeter größer… Das haben wir gern, der ist mir direkt sympathisch…


Hast du irgendwelche schlechten Angewohnheiten?

Leyna: Fragen Sie lieber den da! *deutet auf Ezra* Der hat haufenweise davon! Aber ich… Na ja, gilt es als schlechte Angewohnheit, sich nachts gerne auf Friedhöfen herumzutreiben?

Ernesto: Mal abgesehen davon, wegen meines geringen Alters zu lügen? Ja, ich glaube, ich kann ziemlich aufbrausend sein, das liegt wohl an meinem argentinischen Temperament…

Alle: *schauen ihn skeptisch an*

Ernesto: *verdreht die Augen* Na gut, an meinem englischen Temperament…

Watson: Schlechte Angewohnheiten? Nicht, dass ich wüsste… *geht zum Fenster und blickt hinaus*

Ernesto: Spionieren und herumschnüffeln gehören auch zu den schlechten Eigenschaften, Watson!

Ezra: Ich bin ein ziemlich guter Lügner und eigentlich auch recht stolz darauf. Lügen wird ja immer als schlechte Eigenschaft abgetan, kann aber manchmal ganz schön nützlich sein.

Leyna: *macht ein undefinierbares Geräusch* Kein Kommentar!


Bist du noch Jungfrau?

Leyna: *lacht* Meine Güte, was du alles wissen willst… Muss ich darauf eine Antwort geben? Na gut, nein, ich bin keine Jungfrau mehr.

Ernesto: Um Gottes Willen, das wäre ja auch ganz schön furchtbar. Dreihun… äh… 62 Jahre alt und immer noch Jungfrau… Unvorstellbar! *leiser* Bei Watson weiß das allerdings niemand so genau. Ich glaube auch, er weiß es selbst nicht mehr.

Watson: Wie bitte?

Ernesto: Nichts, nichts.

Ezra: Um beim Thema zu bleiben: Nein, ich bin keine Jungfrau mehr *wirft einen sarkastischen Blick zu Ernesto* Schon seit über 300 Jahren nicht mehr…

Ernesto: *mit zusammengebissenen Zähnen* Und er wird mir immer sympathischer…


Bist du verheiratet, oder Single?

Leyna: Ich bin momentan Single *lächelt* Aber vielleicht bald in festen Händen.

Ernesto: Ich bin nicht verheiratet, aber auch kein richtiger Single. Meine Freundin Roxanne und ich führen eher eine offene Beziehung.

Watson: Ich war zweimal verheiratet, einmal mit Mary, aber leider ist sie sehr rasch gestorben und dann noch einmal, aber an den Namen kann ich mich gerade nicht erinnern. Und nein, ich bin keine Jungfrau mehr!

Ezra: Ich bin Single.

 

Hast du jemals einen Menschen getötet?

Leyna: Ich habe bisher nicht einmal eine Fliege getötet, wie sollte ich da einen Mernschen umbringen? Ich finde, jedes Leben ist schützenswert. Ich könnte nie jemanden töten! *blickt zu Ezra* Obwohl ich manchmal das dringende Bedürfnis danach verspüre!

Ernesto: Nein, der Krieg war ja gerade vorbei, als ich geboren wurde. Aber mein Vater hat wohl einige Menschenleben auf dem Gewissen. Er ist auch Zeit seines Lebens nicht mehr froh geworden.

Watson: Ja, ich glaube schon… Oder nein, gar nicht, das war ein Hund. Ja, das war als Holmes und ich den Hund von Baskerville gesucht haben. Den haben wir erschossen. Das war kein Mensch.

Ezra: Kann schon sein, so genau habe ich da nicht nachgeguckt. Ich musste schnell weg.

Gibt es irgendwas Seltsames über dich zu erzählen?

Leyna: Das mit den Friedhöfen hatte ich schon erwähnt, oder?

Ernesto: Ich bin ein Vampir. Ist das nicht seltsam genug?

Watson: Ja, Sherlock Holmes ist mir abhanden gekommen und ich kann ihn einfach nicht finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Jahre er nun schon fort ist.

Ezra: Ernesto hat es auf den Punkt gebracht: Ich bin ein Vampir.

 

Lieblingsfilm?

Leyna: Oh, da gibt es so viele. Ich mag vor allem Musicals wie Moulin Rouge oder Das Phantom der Oper.

Ernesto: Ich habe keinen Fernseher, ich höre lieber klassische Musik. Und einen Lieblingsfilmhabe ich eigentlich auch nicht.

Watson: Ich mag Der Name der Rose. Der ist so schön kniffelig. Außerdem heißt eine der Hauptfiguren fast wie ich.

Ernesto: *zu Watson* Du kennst Der Name der Rose? Stimmt, der Film ist gut… Mein Lieblingsfilm ist auch Der Name der Rose!

Ezra: Mmh…, bloß nichts blutiges, da kriege ich immer nur Hunger. Mamma Mia, der war schön. So viel Sonne.

Alle: *starren ihn ungläubig an*

Leyna: Mamma Mia?

Ezra: Ja, der mit Meryl Streep. Die war doch wohl voll cool drauf. Die hätte ich am Ende auch geheiratet.

Alle: *schütteln erstaunt die Köpfe*

Leyna: Mamma Mia! Unglaublich…

 

 

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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 21

Frage 21 von 30

Hat eine deiner Figuren Kinder? Wie gut kannst du die rüberbringen?

In vielen meiner Geschichten kommen Kinder vor und ich schreibe sehr gerne aus Sicht von Kindern und auch für Kinder.

In der Weihnachtsgeschichte Der Weihnachtsbraten. Oder ein Held namens Gustav (2011) ist der neunjährige Paul der Protagonist. Sein bester Freund ist der Gänserich Gustav und der diesjährige Weihnachtsbraten. Die Geschichte zu schreiben, ging mir relativ leicht von der Hand. Für Kinder zu schreiben, ist eine sehr dankbare und schöne Aufgabe, weil sie Geschichten einfach auf sich wirken lassen.

Und auch in meinem jetzigen Projekt spielt ein Kind eine große Rolle: der zwölfjährige Nathaniel, einer der jüngsten Schachgroßmeister. Er ist weniger Kind, denn kleiner Erwachsener – er benimmt sich, als wäre er ein paar Jahrzehnte älter. Natürlich hat auch er seine kindlichen Seiten und es macht besonders viel Spaß, diese in einigen Szenen auch zu zeigen.

Mindestens ein Kind kommt eigentlich in jeder meiner Geschichten vor, ich achte jedoch darauf, dass ich ihnen auch eine Aufgabe zukommen lasse – wenn sie nicht sowieso die Protagonisten sind. Als Nebenfiguren können Kinder der Geschichte auch große Dienste erweisen. Beispielsweise kommen sie auf Lösungen für Geheimnisse, auf die Erwachsene aufgrund einer verkomplizierten Denkweise oder mangels Fantasie gar nicht kämen. Oder sie haben die Möglichkeit maßgeblich zur Auflösung beitragen, weil sie nicht ernstgenommen oder unterschätzt werden.

Das ist ja auch das Schöne an Kindern: Man weiß nie, für welche Überraschungen sie gut sind.

 

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