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Create & Inspire: Julia Hartmann

07 Jun
Create & Inspire: Julia Hartmann

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Julia Hartmann, Autorin

Kurzvita: Ich heiße Julia Hartmann, bin aber im Internet auch mit den Nicks AkikoHana (花あき子) und JuST unterwegs. Ich schreibe meist in den Genres Dystopie und Mystery, manchmal auch mit Einschlägen aus Fantasy und Horror. Für Clowns habe ich wenig übrig, dafür liebe ich fiese Antagonisten, die die Protagonisten bis aufs Blut triezen.

julia-hartmannBeschreibe dich in drei Worten.
Lernsüchtig, kreativ, Nerd.

Woran arbeitest du gerade?
Ich überarbeite meinen neuen Urban-Fantasy-Roman, den ich in diesem Jahr veröffentlichen möchte.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Für mich bedeutet Kreativität, dass ich die ganzen Bilder und Geschichten, die ich in mir finde, irgendwie „herauslassen“ darf. Das kann ich tun, indem ich schreibe oder indem ich zeichne. Ich fühle mich in beiden Medien sehr wohl.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Klar war ich schon mal im Flow. Ich vergesse dann zu essen und zu trinken und arbeite vollkommen glücklich an meiner Aufgabe. Inzwischen weiß ich, dass ich besonders leicht dahin komme, indem ich mir ein Ziel setze, das schwierig, aber nicht vollkommen unrealistisch zu erreichen ist. Also zum Beispiel, indem ich mir vornehme, die ganze Geschichte an einem Tag zu plotten, zwei Comic-Seiten an einem Tag zu erstellen oder einen bestimmten Wordcount zu erreichen. Das motiviert mich. Außerdem benutze ich Hintergrundmusik, um mich in die Stimmung meiner Geschichte eintauchen zu lassen, und ziehe mich in mein Arbeitszimmer zurück. Inzwischen achte ich jedoch darauf, mir ausreichend Wasser/Kaffee/Tee mitzunehmen.

Wenn ich nicht kreativ bin …
Wenn ich längere Zeit nicht kreativ tätig bin, weil ich z.B. in meinem Brotjob sehr verkopft arbeite, baut sich in mir eine Art kreativer Überdruck auf. Zunächst werde ich dann unruhig, weil ich mich nicht ausgelastet fühle. Irgendwann entlädt sich der Druck in kreativen Monster-Vorhaben, wie zum Beispiel dem Bau eines 3D-Spielbretts, dem Nähen eines 2m x 1,5m Quilts oder Ähnlichem. Diese Phasen sind stressig für mich und auch für meine Familie. Darum versuche ich meine Kreativität lieber in Bahnen zu lenken, indem ich mich regelmäßig dem Schreiben und Zeichnen widme.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Es gibt verschiedene Themen, auf die ich immer wieder zurück komme. Zum Beispiel die Tatsache, dass es noch immer viel Ungerechtigkeit und Gewalt gegenüber Kindern auf der Welt gibt. Auch wenn ich für Erwachsene schreibe, ist das definitiv eines meiner Anliegen.
Allerdings bin ich nicht deshalb kreativ, sondern weil ich den Zustand rein verkopften Arbeitens schlicht nicht aushalte.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Zunächst würde ich die Person fragen, was sie unter „Kreativität“ versteht. Denn meiner Meinung nach muss man nicht besonders viel Fantasie besitzen, um kreativ zu sein. Manchmal braucht man nur einen Impuls von außen. Ich würde der Person raten, sich von den Werken anderer inspirieren zu lassen. Anschließend sollte sich die Person ein Ziel setzen und einfach loslegen. Woher will die Person wissen, dass sie nicht kreativ sein kann, wenn sie es nicht versucht?

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

  • Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft
  • Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium
  • Stille oder Trubel? – Stille
  • Morgen oder Abend? – Morgen
  • Utopie oder Dystopie? – Dystopie
  • Zeit oder Geld? – Zeit
  • Chaos oder Ordnung? – Ordnung
  • Routine oder Abenteuer? – Abenteuer
  • Luxus oder Minimalismus? – Luxus
  • Fiktion oder Realität? – Fiktion

Hier findet ihr Julia:

Webseite: http://www.just-art.de
Facebook: https://www.facebook.com/JuSTAkikoHana/

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Julia! 🙂

~~~
*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

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