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Create & Inspire: Elena Laubinger

18 Dez
Create & Inspire: Elena Laubinger

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Elena Laubinger, Autorin & RPGlerin

Kurzvita
Mein Name ist Elena und ich bin sehr schlecht darin, mich selbst zu beschreiben. Deswegen nutze ich gern die Beschreibung meiner Freunde & Bekannten, dass ich ein Allroundtalent bin. Auch wenn ich davon selbst nicht gänzlich überzeugt bin
P.S.: Das Bild zeigt mich in einem selbst genähten Outfit 🙂

Beschreibe dich in drei Worten.
Sarkastisch, neugierig & wahnwitzig.

DSCN1954Woran arbeitest du gerade?
Gerade im Moment beschäftige ich mich mit diesem Interview 😉
Wenn man gerade im Sinne von momentan nimmt, erweitert sich die Liste dann schon. Begrenzt auf das Thema Kreativität/kreatives Schaffen bleibe ich dann besonders beim Schreiben mehrerer (Fantasy-)Geschichten mit einigen Freunden hängen. Und dabei, dass ich meinen Stapel zu lesender Bücher dezimiere. Darüber hinaus arbeite ich momentan wieder verstärkt an meinen zeichnerischen Fähigkeiten – ich beneide echt wirkende „digital Art“-Bilder! Ganz davon abgesehen, dass mein ‚Dinge, die ich noch nähen muss‘-Stapel reduziert werden will. Und ein paar Serien stehen auch noch auf meiner To-Do Liste.
Also viel zu viel gleichzeitig 😀

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Ein kreatives Leben ist ein individuell gestaltetes Leben. Demnach müsste jeder Mensch kreativ leben. Ansonsten würde es Robotermenschen mit einer täglichen Routine geben, die sich durch nichts und wieder nichts aus dem Zeitplan werfen lassen könnten. Ich finde, dass ein kreatives Leben ebenso Momente beinhaltet, in denen man sich einfach Zeit für sich selbst nimmt. Dabei beschäftigt man sich mit seinen eigenen Lieblingsdingen. Auch Schwierigkeiten/Hindernisse/Streit gehören zu einem kreativen Leben dazu. Denn die Versuche, diese Hürden zu überwinden sind Kreativität pur! Genauso wie Träume! Egal ob als Lebensziele oder die Träume beim Schlafen.
Kurzum: Leben ist Kreativität – Kreativität ist Leben

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?

Das passiert mir immer wieder, wenn ich lese. Dabei hängt die Stärke des Flows davon ab, wie gut ich mir die dargestellte Welt/Handlung/… vorstellen kann. Da kann es dann schon mal passieren, dass ich Tag und Nacht durchlese, ohne irgendwen/irgendetwas anderes mitzubekommen. Je schwächer der Flow in dieser Hinsicht ist, desto mehr bekomme ich auch von der Außenwelt mit.
Auch beim Nähen passiert es mir immer wieder, dass ich in einen Flow komme. Das liegt dann meistens daran, dass ich das angefangene Nähteil meist unbedingt fertig bekommen will. Dieser Ehrgeiz schaltet dann alles Unnötige um mich herum aus. Ich weiß, wo und wie ich alles ausmesse und zuschneide, wo und wie ich nähe und der Rest ist vergessen. Das steigert meine Produktivität dann ungemein.
Was alle unterschiedlichen Flows bei mir jedoch gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass ich danach urplötzlich mit diversen körperlichen Gegebenheiten zu kämpfen habe: Hunger, Durst, Harndrang, Müdigkeit. Am Besten alles auf einmal und alles mit einer Intensität, die alles gleichzeitig bewältigt haben möchte.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… müsste ich tot sein. Ernsthaft, ich habe mir über diese Frage gerade lange den Kopf zerbrochen. Aber ich komme immer auf die selbe Antwort. Egal, welches meiner X Hobbies ich durchleuchte, mindestens mein dauerdenkendes Hirn ist immer im Einsatz. Selbst beim Löcher an die Wand starren denke ich nach. Im Schlaf träume ich. Schaue ich eine Serie, versuche ich, die Handlung weiter zu spinnen und Dinge voraus zu sehen. Fahre ich Auto, schimpfe ich. Usw. usf. Meistens geschieht das nicht aktiv, aber die Kreativität ist immer da. Das bringt mich wieder zu Punkt 3 zurück. Leben ist einfach immer Kreativität.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Puh. Das ist eine schwere Frage. Zumal ich mich für das Interview auf keinen meiner X kreativen Bereiche festgelegt habe. Generell schätze ich, dass ich einfach meine Hobbies ausleben und ein relativ entspanntes Leben führen möchte. Entspannt bedeutet hier, dass ich mir z.B. kaum Sorgen um mein zukünftiges Leben machen möchte. Dass ich stolz darauf sein kann, so zu sein, wie ich bin und was ich mache. Dass ich nicht dem Gedanken nachrenne, ich müsste irgendetwas besser können, um irgendjemanden zufrieden stellen zu können.
Natürlich möchte ich das ganze auch nach Außen hin ausdrücken. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Niemand hat es nicht nötig, sich von anderen bestimmen zu lassen.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Meine Theorie zu diesem Thema ist, dass Menschen, die das von sich sagen, Kreativität immer mit überragenden Geschichten, überzeugenden Zeichnungen oder anderen Dingen verbinden, die die Schule in den Kunstunterricht gepresst hat und die sie nie selbst erreichen würden. Dabei muss eine gewisse Fantasie vorhanden sein, da man ja im Voraus wissen sollte, was man zeichnet/schreibt/… Spontane Kreativität ist damit unmöglich und nur noch geplantes Handeln wird zum Ziel.
Ich schätze, ich würde raten, die eigene Definition von „Fantasie“ und „Kreativität“ zu hinterfragen. Denn Fantasie könnte man z.B. auch mit den eigenen Gedanken umschreiben. Kreativität wäre dann irgendeine Art, die Gedanken auszudrücken. Kreativität kann aber auch einfach ein spontaner Ausdruck der eigenen Gefühle sein, wodurch die Fantasie überflüssig wird. So oder so müsste einer solchen Person die spontane Kreativität näher gebracht werden.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Vergangenheit. Ich schreibe meine Geschichten immer im Präteritum.

Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium.
Stille oder Trubel? – Stille.
Morgen oder Abend? – Wenn man morgens lieber ausschläft …
Utopie oder Dystopie? – Utopie. Lieber unerreichbar, als zerstört
Zeit oder Geld? – Zeit.
Chaos oder Ordnung? – Chaos. So ein bisschen Chaos schadet niemandem 😉
Routine oder Abenteuer? – Routine.
Luxus oder Minimalismus? – Minimalismus.
Fiktion oder Realität? – Fiktion.

Hier findet ihr Elena:

Twitter: https://twitter.com/Aerithx3x3
Instagram: https://www.instagram.com/aerithx3x3/
Pinterest: https://www.pinterest.de/aerithblubb/
Schreibblog: https://www.rpg-zauber.de

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Elena! 🙂

~~~
*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

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Verfasst von - Dezember 18, 2017 in Create & Inspire

 

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