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Meine Top 3 Buchverfilmungen

02 Sep
Meine Top 3 Buchverfilmungen

Mit Verfilmungen zu Büchern ist das ja immer so eine Sache, oft werden sie den Geschichten auf Papier nicht gerecht. Und dennoch schaue ich sie mir gerne an, v. a. natürlich dann, wenn ich das Buch zuvor gelesen habe. Aktuell freue ich mich auf die Verfilmung von „Ready Player One“, das lese ich nämlich gerade. Klare Empfehlung, es ist großartig!

Es ist schwierig, aus dem reichlichen Angebot an Filmen, drei herauszupicken, die ich als „meine Lieblinge“ bezeichnen würde. Deshalb habe ich mich für drei Filme entschieden, die mich sehr gut unterhalten haben:

3. Der Marsianer (Buch: Andy Weir, 2011; Film: Ridley Scott, 2015)

Der zunächst im Selbstverlag erschienene Roman „The Martian“ bietet genau die richtigen Zutaten für einen Hollywood-Blockbuster: Durch einen Staubsturm muss die bemannte Marsmission abgebrochen werden, doch bei der Evakuierung geht etwas schief. Der Raumanzug des Ingenieurs und Botanikers Mark Whatney wird beschädigt und mit ihm das Gerät, dass seine Biodaten übermittelt. Die anderen Teammitglieder halten ihn aufgrund dessen für tot und verlassen den Mars ohne ihren Kollegen. Doch Mark lebt und steht nun vor großen Herausforderungen: Wenn er überleben will, muss er seine Fähigkeiten nutzen – und irgendwie Kontakt mit der NASA aufnehmen.

Ich fand den Film sehr spannend und gut gemacht, Matt Damon liefert eine tolle One-Man-Show. Zuerst war ich skeptisch, ob mir das Thema zusagt – mein Gott, was für eine Horrorvorstellung, allein auf dem Mars festzusitzen! – aber durch den Charakter Whatneys, der in dieser Situation unwahrscheinlich viel Einfallsreichtum und Humor aufbringt, ist die bedrückende Atmosphäre auszuhalten.

Ein Pluspunkt noch für den Film: Die seitenlangen Beschreibungen technischer Details aus dem Buch werden hier ausgelassen und nur knapp abgehandelt. Auch das Ende – auch wenn es sich nur in Details unterscheidet – gefällt mir im Film besser.

2. Das Schweigen der Lämmer (Buch: Thomas Harris, 1988; Film: Jonathan Demme, 1991)

Die Verfilmung zu „The Silence of the Lambs“ ist wohl noch immer ein cineastisches Highlight, was nicht zuletzt an den genialen Performances von Anthony Hopkins als kannibalistischer Serienmörder Hannibal Lecter und Jodie Foster als FBI-Anwärterin Clarice Starling liegt.

Auch wenn natürlich einiges gekürzt wurde, hält sich das Drehbuch nah am Original. Sowohl Buch als auch Film sind also eine uneingeschränkte Empfehlung!

1. Der Sternwanderer (Buch: Neil Gaiman, 1998; Film: Matthew Vaugn, 2007)

Achtung: unpopular opinion incoming! In diesem Fall fand ich den Film besser als das Buch. Nichts gegen Neil Gaiman (der immerhin auch am Drehbuch mitgearbeitet hat), aber die Verfilmung von „Stardust“ unterscheidet sich deutlich von der Buchvorlage. Ich habe den Film gesehen, bevor ich das Buch gelesen habe, was tendenziell eher ungewöhnlich für mich ist, weil ich lieber zuerst meine eigenen Bilder im Kopf habe. Ich muss zugeben, dass mich das Buch gut unterhalten hat, ich nach der Lektüre aber ein wenig enttäuscht war. Vielleicht geht es anderen, die das Buch zuerst gelesen haben, anders und sie fanden den Film dann weniger gut.

Interessant finde ich jedoch, dass die Geschichte um den jungen Tristran(Buch)/Tristan(Film), der durch einen Durchgang in einer Mauer ins Feenland gelangt, auf so unterschiedliche Weise erzählt werden kann, so dass der Film als eigenständiges Werk nahezu losgelöst von der Vorlage erscheint. Das Buch ist gut, der Film in diesem Fall aber besser …

Welches sind eure liebsten Buchverfilmungen? Und gibt es auch Filme, die ihr besser findet als ihre literarische Vorlage?

Übrigens: Zur Feier des heutigen Weltbarttags veranstaltet unser Autorenverein BartBroAuthors ein Gewinnspiel auf Facebook. Zu gewinnen gibt es 3 x 2 Tickets für den Filmpalast Lüdenscheidt und einige Sachpreise. Mir ist zu Ohren gekommen, dass auch ein Exemplar von „Ersticktes Matt“ darunter sein soll. 😉

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Beitragsbild:
Jeremy Yap

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11 Kommentare

Verfasst von - September 2, 2017 in BartBroAuthors

 

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11 Antworten zu “Meine Top 3 Buchverfilmungen

  1. Der Feind in mir

    September 2, 2017 at 4:00 pm

    Tod in Venedig. Buchautor: Thomas Mann. Regisseur: Luchino Visconti

     
    • Nina C. Hasse

      September 2, 2017 at 4:02 pm

      Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich weder Buch nich Film kenne. Sollte ich mal nachholen, danke! 😊

       
  2. Frau Traumenit

    September 2, 2017 at 4:30 pm

    „Der Marsianer“ finde ich auch in beiden Varianten sehr gelungen. So geht es mir auch mit „Fight Club“. „Durchgeknallt“ fand ich als Film wesentlich stärker, ebenso „Big Fish“ und „Die Braut des Prinzen“. Lange wußte ich nicht, dass „DEr weiße Hai“ eine Buchverfilmung ist, nachdem ich das Buch gelesen habe, weiß ich allerdings, warum es in Vergessenheit geraten ist.
    „Stardust“ kenne und liebe ich nur als Film,w erde jetzt aber auch nach dem Buch ausschau halten.

     
    • Nina C. Hasse

      September 2, 2017 at 4:45 pm

      Eine tolle Auswahl! „Fight Club“ kenne ich nur als Film & als Graphic Novel, „Big Fish“ mochte ich auch. 😊

       
  3. Fatima

    September 2, 2017 at 8:55 pm

    Also beim Marsianer bin ich eingeschlafen D: Der Sternwanderer fand ich aber auch sehr schön.

    Was meine liebste Buchverfilmung ist, kann ich so spontan gar nicht sagen, aber ich glaube die Harry Potter Verfilmungen sind da recht weit oben. Ich finde, sie haben die Magie der Bücher sehr gut eingefangen.

     
    • Nina C. Hasse

      September 3, 2017 at 7:38 pm

      Ja, HP steht bei mir auch ziemlich weit oben auf der Liste – auch wenn ich die letzten 3 Filme nicht gesehen habe. Trotzdem sind sie gut gemacht! 👍

       
  4. Jennifer Jancke

    September 3, 2017 at 8:35 pm

    Stardust ist so ein toller Film ❤ Ich wusste gar nicht, dass es da auch ein Buch gibt 😮
    Bei Game of Thrones finde ich die Serie besser als die Bücher *duckt*

     
    • Nina C. Hasse

      September 3, 2017 at 7:37 pm

      Ja, Stardust ist klasse. Und auch wenn ich Gaiman sehr mag: Beim Buch haste jetzt nicht wirklich viel verpasst. Zu Game of Thrones kann ich gar nichts sagen, weder gelesen noch gesehen.

       
  5. ckuenne

    September 4, 2017 at 2:23 pm

    Hey, voll mein Thema. 🙂

    „Der Marsianer“ hab ich sowohl gelesen als auch gesehen – kann nicht genau sagen, welche Version ich besser fand, haben beide durchaus was für sich. Bei „Das Schweigen der Lämmer“ finde ich das Buch besser, auch wenn der Film natürlich viele richtig gute Sachen enthält. Im Fall von Thomas Harris finde ich auch „Der rote Drache“ als Buch und auch die beiden Verfilmungen sehr gelungen. „Der Sternwanderer“ ist ein hübscher Film, den ich auch durchaus mag, das Buch kenne ich bisher leider nicht.

    Wenn es um Buchverfilmungen geht, gibt es meiner Ansicht nach durchaus einige Beispiele für gute Filmadaptionen. Von den Tonnen an Stephen-King-Verfilmungen fallen mir neben den fast immer genannten „Die Verurteilten“, „The Shining“ (der Kubrick-Film, nicht die grässliche TV-Miniserie) und „Green Mile“ noch „Stand by me“ (Verfilmung der Novelle „Die Leiche“), „Misery“ (Verfilmung von „Sie“), „Dolores“, „Dead Zone“ (die Verfilmung aus den 70ern mit Christopher Walken in der Hauptrolle) sowie der unterschätzte „Der Nebel“ (der Film, nicht die aktuelle Serie) ein. Ich persönlich finde auch „Nachtschicht“ (Verfilmung der Kurzgeschichte „Spätschicht“) ganz gut – auch wenn es ein billiger Horrorstreifen ist. Über King-Verfilmungen kann ich wochenlang reden, befürchte ich.

    Ansonsten fallen mir vor allem noch ein paar ältere Sachen ein, die gelungene Buchverfilmungen sind. „Apocalypse Now“ (Verfilmung von „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad) ist noch heute sehr beeindruckend. Gleiches für „Einer flog übers Kuckucksnest“ und „Wer die Nachtigall stört“ – beides gefällt mir als Film, glaube ich, besser. Die erste Verfilmung von „Im Westen nichts Neues“ (Erich Maria Remarque) ist auch nicht schlecht – mittlerweile ein wenig sehr alt. „Der Name der Rose“ (Umberto Eco) ist meines Erachtens auch eine sehr ordentiche Verfilmung. Dürrenmatts „Das Versprechen“ ist auch schon mal gut verfilmt worden. Die Version mit Heinz Rühmann („Es geschah am hellichten Tag“) ist ganz ordentich, die US-Version mit Jack Nicholson finde ich aber noch besser.

    Buchverfilmungen, die ich deutlich besser als das Buch fand, habe ich auch ein paar. „A Clockwork Orange“ (Buch von Anthony Burgess) fällt mir hier als erstes ein – das Buch ist nicht schlecht, der Film ist ein Meisterwerk. „Fight Club“ ist als Film auch besser als in Buchform (von Chuck Palahniuk) – obwohl auch hier der Roman nicht schlecht ist, aber Palahniuk hat bessere Sachen geschrieben. Und natürlich „Jurassic Park“ – Michael Crichton ist gnadenlos überschätzt, sorry.

    Über „Der Herr der Ringe“ philosophiere ich mal lieber nicht mehr – finde beide Version großartig, aber aus völlig unterschiedlichen Gründen.

    Lieben Gruß

     
    • Nina C. Hasse

      September 4, 2017 at 3:29 pm

      Danke für diesen unglaublich ausführlichen Kommentar! 😀 Natürlich „Der Name der Rose“ – den hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm! Ich könnte Film & Buch aber aktuell auch nicht mehr vergleichen, dazu ist beides bei mir zu lange her.
      „Herr der Ringe“ fällt einem natürlich gleich als erstes ein 😀 Deshalb habe ich es hier auch nicht erwähnt – obwohl es natürlich eine tolle Verfilmung ist.
      Durch deine anderen Empfehlungen muss ich mich beizeiten mal durchwühlen, da sind so viele Sachen dabei, die ich (noch) nicht oder nur vom Namen her kenne …

       
  6. B.E. Thyke

    September 14, 2017 at 7:00 am

    Bei Schweigen der Lämmer bin ich ganz bei Dir – wobei man da auch unbedingt das Buch lesen sollte. Was Thomas Harris da alleine mit Dialogen anstellt, ist schon Klasse.

    Bei dem Sternenwanderer wusste ich gar nicht, dass das Buch von Gaiman ist. Fand den Film toll, aber ich war schon von „American Gods“ nicht so sehr begeistert und weiß nicht, ob Gaiman so mein Autor ist.

    Fight Club habe ich nun als Buch, aber noch nicht geselen – der Film ist in jedem Fall Kult und ich bin gespannt, ob das Buch mich ähnlich packt, wie der Film es getan hat.

    Der Name der Rose habe ich noch nicht gelesen, aber mein Bruder hat mich hinreichend vorgewarnt und da mir das Ausschweifen schon beim Herr der Ringe auf die Nerven geht, bleibe ich da wohl lieber beim Film.

    Spannendes Thema 🙂

     

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