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NaNo-Wahnsinn Woche 1

07 Nov
NaNo-Wahnsinn Woche 1

Die erste NaNo-Woche ist um! Und ich dachte, ich gebe euch einen kurzen Bericht und einen kleinen Einblick in meine Story. Ich kann nicht klagen, es läuft wirklich gut. Ich habe tatsächlich jeden Tag geschrieben, manchmal bis spät in die Nacht. Schlaf kommt im November auf jeden fall zu kurz, aber das macht nichts – es macht mir unwahrscheinlich viel Spaß, diese Geschichte zu erzählen. Wahrscheinlich, weil ich mich nicht selbst mit falschen Erwartungen unter Druck setze, sondern es als reines Spaßprojekt betrachte.

Ich bin mit 11.814 Wörtern knapp über dem heutigen Tagessoll und bin sehr zufrieden damit. Gerne würde ich mir nächste Woche ein kleines Polster aufbauen, wenn das nicht klappt, ist es aber auch nicht schlimm. Ich schreibe nicht sehr schnell, brauche für 1.000 Wörter immer eine gute Stunde – manchmal auch länger. Von daher freue ich mich über jedes Wort, dass mich näher ans Ziel bringt.

Normalerweise gebe ich keinen Einblick in ein gerade begonnenes Projekt, aber da ich es – wie gesagt – vor allem zum Spaß schreibe und ja nun mal NaNoWriMo ist, möchte ich euch gerne am Entstehungsprozess teilhaben lassen, denn das ist sicherlich etwas interessanter als bloße Wordcounts zu sehen.

Hier also ein paar Auszüge aus meinen Notizen, die allerdings ursprünglich nur für mich gedacht waren und daher nicht besonders sorgfältig formuliert sind:

Inhalt

Der junge Straßenkater Othello erfährt durch seinen Freund, den Schiffkater Napoleon, von einer Rassekatzenausstellung, die im „Manhattan Historical Museum“ stattfinden soll. Die Geschichten, die er darüber hört, sind grauenhaft: die Tiere werden dort in Käfige gesperrt, begutachtet, gebürstet – und manche von ihnen bekommen sogar Schleifen ins Fell gebunden. Schrecklich!
Er ist froh, nichts damit zu tun zu haben, doch Napoleon drängt darauf, die gequälten Geschöpfe zu befreien, denn er hat sich unersterblich in eine Perserdame verliebt. Othello hat keine Ahnung von der Liebe und ist von der Idee ganz und gar nicht begeistert, ringt sich jedoch dazu durch, zumindest das Museum auszukundschaften , in dem die Ausstellung stattfindet, und Schmiere zu stehen. Dort trifft er auf die Bibliothekskatze Miss Periwinkle – das wunderschönste aller Geschöpfe! Nun ist er Feuer und Flamme, Napoleons Plan mit seiner Bande von Straßenkatzen und Arthos, der angsteinflößenden, aber nicht sehr intelligenten Dogge, in die Tat umzusetzen.
Bei Austellungseröffnung geschieht jedoch ein Unglück: Ein Museumswärter wird ermordet, ein kostbares altägyptisches Artefakt entwendet. Und es scheint ganz so, als sei der Mörder eine riesige Katze.
Ehe sie sich versehen, finden sich die Freunde in einem Chaos aus Mordanschlägen, verwöhnten Rassekatzen, ehrgeizigen Besitzern, altägyptischen Mumien, magischen Artefakten und einer jahrtausendealten Sekte wieder.
Als dann Miss Periwinkle entführt wird, gibt es für Othello kein Halten mehr – auch wenn er dafür die Hilfe der mit den Katzen verfeindeten Ratten braucht.

Setting

In der Welt, die ich beschreibe (und in der auch „Ersticktes Matt“ angesiedelt ist), hat sich bereits vor zweihundert Jahren der Meeresspiegel drastisch zu erhöhen begonnen. Viele Gegenden der Erde sind im 19. Jahrhundert unbewohnbar, zahlreiche Menschen auf der Flucht vor den Wassermassen. Die Menschen verlegen sich immer Meer auf die Schiff- und die Luftfahrt. Mit gigantischen Flutwehren, Deichen und Dämmen versuchen sie, die großen Städte vor den Wassermassen zu schützen. Im New Yorker East River ist ein Viertel entstanden, das sich „Floodlands“ nennt. Es handelt sich dabei um eine Pfahlbautensiedlung, in der die Ärmsten der Armen, immer bedroht von den Wassermassen, ihr Dasein fristen.
(Große Teile der Handlung finden in diesem Viertel statt, was für Othello aufgrund seiner Angst vor Wasser nicht gerade leicht ist.)

Figuren

Othello
Junger, schwarzer Straßenkater, der sich als Mäusefänger an der Upper West Side verdingt. Er langweilt sich häufig, ist aber zu ängstlich, um ein Abenteuer zu wagen. Besonders fürchtet er sich vor Wasser und er hasst Ratten.
Gerne lauscht er dem alten Schiffskater Napoleon, wenn der Geschichten von seinen weiten, abenteuerlichen Reisen erzählt. Sein bester Freund ist die Dogge Arthos – auch wenn das Hecheln und Schwanzwedeln manchmal arg seine Nerven strapaziert.

Napoleon
Alter Schiffkater mit struppig-rotem Fell, der auf einem an den Manhattaner Docks anliegenden Schiff wohnt und dort die Speisekammer von Ratten und Mäusen freihält. Er hat nur noch ein Auge, doch niemand weiß, wie er das andere verloren hat, da Napoleon jedes mal eine andere Geschichte zu diesem Vorfall erzählt. Verliebt sich auf den ersten Blick in eine Perserdame der Rassekatzenausstellung, will sie unbedingt retten.

Arthos
Deutsche Dogge, die auf die meisten Lebewesen furchteinflößend wirkt, aber keiner Fliege etwas zu leide tun kann. Er ist nicht sehr intelligent, hat aber das Herz am rechten Fleck. Und in Liebesdingen scheint er sich gut auszukennen.

Murphy & Herakles
Die beiden Kater leben in einer halb verfallenen Kapelle auf einem Friedhof und sind Freunde von Othello und Napoleon. Besonders Herakles unterstützt Napoleons Anliegen, die Katzen zu befreien, da er selbst schon einmal unglücklich verliebt war. Sie sind echte Draufgänger und Raufbolde, aber auch gute Kerle, auf die man sich in der Not verlassen kann.

Miss Periwinkle
Bibliothekskatze im Manhattan Historical Museum mit glänzend-grauem Fell und strahlend grünen Augen. Sie verlässt das Gebäude nie, hat sich dem Leben mit den Menschen und den Büchern verschrieben. Sie fühlt sich den Menschen näher als ihren Artgenossen und kann sogar lesen.

Lady Alyss
Perserkatze und Favoritin für den ersten Preis der Rassekatzenausstellung. Sie ist eingebildet, arrogant und hält sich für etwas Besseres. Zu Straßenkatzen pflegt sie keinerlei Kontakt. Sie ist völlig entgeistert, als sie feststellen muss, dass ein einäugiger Schiffskater sie „retten“ will.

Die Ratten
Die heimlichen Herrscher Manhattans. man findet sie in jeder Straße, jedem Haus, auf jedem Schiff. Führen einen erbitterten Kampf gegen die Katzen und würden alles tun, um sie loszuwerden. Ihre Namen wie z.B. „Zurhülf“, „Ohgott“, „Igittigitt“ erhalten sie, in dem sie in das Sichtfeld eines Menschen (meistens einer Dame der gehobenen Gesellschaft) springen. Das erste, was diesem Menschen bei ihrem Anblick entfährt, wird zu ihrem Name, dies ist die sogenannte Rattentaufe, die als Initiationsritus in das Rattenvolk wichtig ist. (Ein dickes DANKESCHÖN an dieser Stelle an J.M. Volckmann, der die süße Idee hatte!) Diejenigen, die die größte Schockreaktion hervorrufen, werden zu Anführern des Rattenvolkes ausgebildet.

Es ist gar nicht so einfach aus Katzensicht zu schreiben, vor allem nicht, weil ich mich in „ersticktes Matt“ viel mit Gesichtszügen und Mimik beschäftigt habe, was in diesem Projekt nicht mehr so wirklich möglich ist. Aber es ist interessant, weil ich so fast nebenbei viel über die Sprache der Katzen lerne – meine beiden heimischen Anschauungsobjekte unterstützen mich dabei sehr. 😉

Wie läuft euer NaNo? Habt ihr eure Projekte ebenfalls vorgestellt? Ich freue mich sehr über Links zu euren NaNo-Berichten!

Happy Writing!

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2 Kommentare

Verfasst von - November 7, 2015 in NaNoWriMo

 

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2 Antworten zu “NaNo-Wahnsinn Woche 1

  1. Susann Julieva

    November 9, 2015 at 9:13 am

    Liebe Nina, das hört sich so wunderbar an, dass ich es am liebsten sofort lesen möchte! Ich wünsch dir ganz viel NaNoWriMo-Inspiration! ❤

     
    • Nina C. Hasse

      November 12, 2015 at 5:15 pm

      Aaawww, danke liebe Susann! 💕 Das motiviert mich sehr! Wünsche dir auch ganz viel NaNo-Spaß und -Erfolg! :mrgreen:

       

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