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„Satz mit x …

29 Jul

… das war wohl nix.“

So lässt sich mein Schreibmonat Juli am besten zusammenfassen. Das Camp NaNoWriMo ist gelaufen und ich habe mein Ziel von (gerade mal) 25.000 Wörtern sowas von überhaupt nicht erreicht.

Ich habe keine Ahnung, woran es liegt. Ich weiß genau, was an meinem Text noch zu tun ist, aber ich kann mich nicht dazu durchringen, es auch zu tun. Ich bin fürchterlich müde, tägliches Schreiben ist momentan einfach nicht drin. Das ist nicht schön, weil es mir eigentlich immer besser geht, wenn ich das Schreiben in meinen Alltag integriert habe.

Ich habe mir wirklich Gedanken darüber gemacht, woran es liegt, dass mich momentan die Unlust so niederstreckt. Ich möchte diese Geschichte veröffentlichen, lieber früher als später, aber es ist noch so viel zu tun. Ich sehe mich einem Berg an Arbeit gegenüber und wage nicht, den ersten notwendigen Schritt zu machen. Vielleicht weiß ich auch einfach nicht, wo ich beginnen, welchen Punkt auf meiner To do-Liste ich zurerst abhaken soll.

Ich will auch nichts Neues anfangen, ehe ich das „Alte“ nicht zu Ende gebracht habe. Und so mache ich – zu wenig. Gedanklich bin ich die meiste Zeit des Tages damit beschäftigt, Plotlöcher zu stopfen, die Charaktere und ihre Entwicklung deutlicher auszuarbeiten. Wenn ich mich dann aber ans Manuskript setze, um all die gedankliche Vorarbeit zu Papier zu bringen, … passiert rein gar nichts. Es fließt nichts, die Arbeit ist zäh wie, jedes Wort momentan ein Kampf. Das ist fürchterlich anstrengend. Vielleicht habe ich mich wieder zu sehr in eine Perfektion hineingesteigert, die ich sowieso nie erreichen kann.

Und dann ist wieder ein Tag um, und die paar Worte, die ich – wenn überhaupt – niedergeschrieben habe, reichen mir bei Weitem nicht. Und dann habe ich ein fürchterlich schlechtes Gewissen, meinen Figuren und mir gegenüber, aber auch den Leuten, die nun schon seit Monaten auf diese Geschichte warten.

Ohne Schreiben kann ich nicht, das ist ganz klar. Mit aber momentan leider auch nicht. Vielleicht muss ich ein kurzes, zwangloses Spaßprojekt einschieben, an das ich keinerlei Erwartungen knüpfe, das mich dem Schreiben endlich wieder näher bringen soll. Mal sehen.

So, Jammerpost beendet. Diejenigen von euch, die ebenfalls schreiben, werden diese kleinen Krisen sicherlich kennen. Manchmal tut es einfach auch gut, sich Dinge von der Seele zu schreiben.

Liebe Grüße

eure Nina

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12 Kommentare

Verfasst von - Juli 29, 2015 in Autorenleben

 

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12 Antworten zu “„Satz mit x …

  1. Bettina´s Welt

    Juli 29, 2015 at 6:32 pm

    Liebste Nina,
    auch ich ringe gerade mit mir und meinen Geschichten. Jedes Wort muss ich mir erkämpfen. Auch ich habe die Perfektion gewählt. Auch ich bin müde und ausgelaugt. Genau deshalb habe ich mir diese 6 Wochen frei eingeräumt. Ich sitze zu oft am Internet fest. Aus recherchieren wird Video geschaue und Beitragsleserei. Das tut nicht gut. Ich werde mich nun zurück ziehen. Mich dahin begeben wo ich sein soll, nämlich in meinen Geschichten. Was bei mir ansteht ist eigentlich auch wieder schwieriges Terrain. Für meine Geschichte 10 von Krümelchen Band 3 muss ich mir ein Puppentheaterstück ausdenken. Denn ehrlich gesagt auf Kasperle oder die tausendfach gehörten und gesehenen Märchen hab ich keine Lust. Auch weiß ich gar nicht wie es da mit den Rechten ist. Egal, ich werde wieder Kind und denke mir was aus, was nicht nur mir sondern auch den kleinen und großen Lesern Spaß macht. Vielleicht finde ich so die Motivation weiter zu schreiben. Dir persönlich wünsche ich das der Punkt bald überwunden ist. Es umarmt dich von Herzen deine Bettina

     
    • Nina C. Hasse

      Juli 29, 2015 at 7:31 pm

      Liebe Bettina,
      das kenne ich auch nur zu gut. Aus kurz noch was im Internet nachschauen, werden schnell mal ein, zwei Stunden.
      Ich drücke dir die Daumen für deine Geschichten und hoffe, dass deine Auszeit dir den gewünschten Erfolg bringt! Und ich freue mich, bald wieder von dir zu hören!
      Liebste Grüße
      deine
      Nina

       
      • Bettina´s Welt

        Juli 29, 2015 at 8:42 pm

        Liebste Nina,
        du bist stets in meinem Herzen. Dich nehme ich auf meine Reisen und Auszeiten immer mit. Denn nicht nur deine USA Karte hängt in Sichtweite sondern auch deine Freundschaft ist immer präsent.
        Es herzt dich
        deine Bettina

         
      • Nina C. Hasse

        Juli 31, 2015 at 11:53 am

        Liebe Bettina,
        du bist ein Schatz – ich kann es nicht oft genug sagen!
        Fühl dich geknuddelt
        deine Nina

         
  2. Texthase Online

    Juli 29, 2015 at 9:14 pm

    Liebe Nina,

    ich drücke ganz fest die Daumen, dass der Knoten platzt. Ein Spaßprojekt zur Ablenkung ist sicher eine gute Idee. Ich brauchte auch mal eine Pause von meinem Großprojekt Felicias: Die ersten sieben Leben eines Pumas und habe mir vorgenommen sieben Sachen, sieben kürzere Prosatexte, die auf der Festplatte lieben, durchzuarbeiten. Dabei bin ich ziemlich durch Technikprobleme aufgehalten worden, aber ich mache das jetzt fertig, bevor es mit dem Roman weitergeht. Alles erdenklich Gute und gutes Gelingen!

    Liebe Grüße

    Christiane (Texthase Online)

     
    • Nina C. Hasse

      Juli 31, 2015 at 11:53 am

      Hallo Christiane,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Das Spaßprojekt wird direkt heute angegangen! 😉 Ich drücke dir auch die Daumen für deine Projekte und bin gespannt!
      Liebe Grüße
      Nina

       
  3. Carmilla DeWinter

    Juli 29, 2015 at 10:11 pm

    Spaßprojekt klingt nach einer guten Abhilfe. Ich schreibe bei solchen Gelegenheiten häufig Fanfiction. Wenn die eigenen Figuren gerade nicht mit mir reden wollen, dann spreche ich eben mit fremden …

     
    • Nina C. Hasse

      Juli 31, 2015 at 11:51 am

      Huhu Carmilla,
      Fanfictions habe ich früher auch viel geschrieben, mittlerweile – muss ich sagen – traue ich es mir gar nicht mehr zu, fremden Figuren Leben einzuhauchen. Irgendwie kennt man die eigenen doch noch am besten.
      Aber ich finde die ganze Fanfictionbewegung nach wie vor klasse! Als ursprünglicher Autor fühlt man sich – in den allermeisten Fällen – sicherlich geschmeichelt, wenn die Figuren andere zum Weiterspinnen einer Geschichte anregen!
      Liebe Grüße
      Nina

       
  4. deutschtrailer

    Juli 31, 2015 at 6:12 pm

    Vielen dank und ein schönes wochenende ….💗💗💗

     
  5. Benjamin Spang ✏ (@Doppelmond)

    August 9, 2015 at 3:46 pm

    Liebe Nina, ich fühle mit dir. Der Schaffensprozess kann unheimlich anstrengend sein und es ist diese Phase, die die Spreu vom Weizen trennt!

    Deine Geschichte ist gut, ich lese sie ja gerade. Das alleine wird dich jetzt aber wohl nicht sonderlich motivieren.

    Mein Tipp Nr.1: Schreibroutine aufbauen.
    Schreibe jeden Tag 1 Stunde. Rigoros. Zwing dich dazu. Leide, jammere, aber zieh es durch. Jeden Tag.

    Mein Tipp Nr.2: Eins nach dem anderen.
    Mach eine Überarbeitung nach der anderen. Z.b. ein Durchgang nur für die Dialoge, sonst nichts. Der nächste Durchgang dann für Plotloch XY. Usw.

    Ansonsten ist das ein Kampf, den jeder der schreibt selbst kämpfen muss. Man kann sich zwar Tipps geben, aber letztendlich stehst du alleine vor deinem Text.

    Nina, ich wünsche dir viel Erfolg dabei und kann dir nur noch mal sagen: Dein Roman ist super, du hast bereits sehr gute Arbeit geleistet und du hast das Zeug dazu, diese tolle Arbeit auch fertigzustellen!

    Liebe Grüße
    Benjamin

     
    • Nina C. Hasse

      August 9, 2015 at 6:43 pm

      Huhu Benjamin,
      1000 Dank für deine lieben und aufmunternden Worte! Ich nehme mir wahrscheinlich immer zu viel vor und bin zu ungeduldig. Die eine Stunde am Tag war mir immer zu wenig, ist momentan aber, glaube ich, der einzige Weg, wirklich weiterzukommen, ohne über den Berg von Arbeit zu verzweifeln.
      Hemingway hatte schon recht, als er sagte: „Über das Schreiben gibt es nichts zu sagen. Du musst dich einfach vor deine Schreibmaschine setzen und bluten.“
      Manchmal ist es wirklich ein Kampf, an manchen Tagen mehr als an anderen. Aber es tut auf jeden Fall gut ein paar liebe Worte zu hören, wo man doch sonst hauptsächlich allein im stillen Kämmerlein hockt.
      Danke dir! 🙂

       

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