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Notizbuchliebe

17 Jan

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr habt die ersten Tage des Jahres genießen können und verbringt eure Freizeit vor allem mit Dingen, die euch Freude bereiten. Ich beschäftige mich seit einigen Wochen intensiv mit dem Thema Notizen und dachte, ich gebe euch heute mal einen kleinen Einblick in meine neue alte Leidenschaft: Notizbücher. Ich schreibe, skizziere und notiere schon seit vielen Jahren und habe immer ein Notizbuch in meiner Handtasche. Es gibt so viele hübsche Bücher, so viel schönes Papier – und mein Problem war häufig, dass ich Notizbücher anfing, dann zum nächsten wechselte und zum übernächsten, weil Projekte sich doch nicht in die gewünschte Richtung entwickelten… So habe ich zig Notizbücher zu Hause, die nicht mal bis zur Hälfte gefüllt sind.

Wofür Notizbücher?

Notizbücher sind Allroundtalente. Nicht umsonst heißt es, Papier sei geduldig. Ob Tagebuch, Skizzen, schnell hingekritzelte (eMail-)Adressen, Buchtitel, Öffnungszeiten – nichts geht mehr verloren. Nie ist der Akku leer (höchstens die Tintenpatrone) und Informationen lassen sich schnell und gezielt aufspüren.

Da ich – wie die meisten Menschen – viel digital arbeite, ist es eine angenehme Abwechslung zwischenzeitlich zu Stift und Papier zu wechseln. Der Kreativität und freien Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt – ohne jegliche Einschränkungen eines Textverarbeitungs- oder Bildbearbeitungsprogramm. Für eine Mindmap muss keine extra App installiert werden und das Umblättern der Seiten, das Rascheln, das Gefühl von Papier und dem Schreiben per Hand kann durchaus ein sinnliches Erlebnis werden.

Dennoch war ich lange mit meiner Art der Notizbuchführung unzufrieden. Vor einigen Monaten habe ich mit dem Traveler’s Notebook endlich die perfekte Lösung für mich gefunden.

Was ist ein Traveler’s Notebook?

Das Prinzip ist so simpel wie genial. Beim Traveler’s Notebook handelt es sich um ein schlichtes Ledercover, in dem die gewünschten Hefte mit einem Elastikband befestigt werden. Verschlossen wird es ebenfalls mit einem Gummi (wobei es da mittlerweile  verschiedene Varianten gibt, z.B. mit Lasche, Druckknöpfen o. ä.) Dieses Prinzip macht das TN sehr flexibel, da man selbst entscheiden kann, wie viele Hefte man braucht und einfügen will.

Midori vs. Fauxdori

Das originale Midori Traveler’s Notebook stammt ursprünglich aus Japan und wird in Thailand gefertigt. Es wird in zwei Größen (Regular: ca. 22 x 13cm, Passport: ca. 15 x 11 cm) und zwei Farben (schwarz, dunkelbraun) angeboten. Daneben gibt es zahlreiche andere Hersteller, die die Ledercover nach Midori-Vorbild ebenfalls herstellen. Diese werden Fauxdoris oder nur Doris (mit langem i) genannt und werden zumeist nach eigenen Vorstellungen gefertigt: Ledertyp, Farbe, Größe, ein oder mehrere Elastikbänder, Verschlussart, Trifold, Trifold plus, Quadfold, mit oder ohne Stiftschlaufe … Die Möglichkeiten sind schier endlos.

Mein Favorit: Die Pedoris

Zuerst wollte ich mir auch ein Midori Traveler’s Notebook bestellen, doch dann bin ich auf Pedori Vienna aufmerksam geworden. Diese Variante wird von der großartigen Petra Matzinger mit viel Leidenschaft für das Produkt und Liebe zum Detail gefertigt. Das Schöne und auch Besondere daran ist, dass ich genau weiß, woher das Produkt kommt. Aufgrund der Herstellung nach meinen eigenen Wünschen habe ich eine viel persönlichere Beziehung zu dem Buch und nehme es gerne zur Hand. Außerdem liebe ich handgefertigte Stücke. Ich besitze mittlerweile sechs der wundervollen Pedoris in den Größen A5, Moleskine Cahier, Regular und A6. Jeder hat seine eigene Funktion und sein eigenes Einsatzgebiet, z. B. als Auftragsbuch, Kalender, Reisetagebuch usw.

Mein Schreibjournal

SchreibjournalFür meine schriftstellerische Tätigkeit nutze ich einen Pedori in Moleskine Cahier Größe. Und diesen möchte ich euch hier nun ein wenig genauer vorstellen:
Vier Hefte habe ich eingefügt, die ich wie folgt verwende:

1. Heft für aktuelle Projekte (Charakterentwicklung, Klappentexte, Ideen, Plot, Szenenskizzierung, Überarbeitungsnotizen, To do’s …)

2. Schreibhandwerk (Schreibtipps und -regeln, Theorien zu Figuren und Plot, Kreativitätstechniken …)

3. Inspirations- und Ideenheft für spätere Projekte (inspirierende Zitate, Zeitungsartikel, Postkarten, Materialsammlung, Fotos, Bilder …)

4. Rechercheheft New York im 19. Jahrhundert (Recherche speziell zu Geschichte, Orten, Menschen usw. in New York um die Jahrhundertwende)

Es macht unwahrscheinlich viel Spaß, die Seiten zu gestalten und zu füllen, der Lern- und Nachschlageffekt ist enorm. Das Besondere daran ist, dass man eine Themengliederung schnell und einfach vornehmen, und auch einzelne Hefte mitnehmen oder schnell neue hinzufügen kann.

Selbstverständlich lässt sich eine solche Notizbuchführung auch mit einem „normalen“ Büchlein erreichen. Diese sind jedoch nicht nur Informationsträger, sondern auch Augen- und Handschmeichler und riechen unwahrscheinlich gut. Ich möchte keinen einzigen meiner Pedoris mehr missen und sicherlich wird noch der ein oder andere dazukommen.

Zum Schluss dieses doch recht lang gewordenen Artikels möchte ich euch noch ein paar Links mitgeben, die euch weiterhelfen, solltet ihr euch ebenfalls für das Führen eines Notizbuchs interessieren:

Und nun gibt’s noch ein paar Bilder und ein paar Fragen zum Schluss: Führt ihr ein Notizbuch oder gar mehrere? Habt ihr eine Lieblingsmarke? Wofür nutzt ihr es?

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16 Kommentare

Verfasst von - Januar 17, 2015 in Autorenleben

 

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16 Antworten zu “Notizbuchliebe

  1. jenniferlebenseinblicke

    Januar 17, 2015 at 7:50 pm

    Hi,
    ich besitze auch viele Notizbücher, aber wie du selber bereits erwähnt hast, habe ich viele angefangen und nun liegen sie hier. Dieses Jahr habe als Kalender ein ganz ähnliches Buch, den x17. Die Kalender werden ebenfalls mit Gummibänder eingesetzt. Neben den Kalender habe ich Notizen und ein Haushaltsbuch darin. Ich hatte mich nur leider für einen sehr festen Einband entscheiden und nun klappt das Buch immer zu. Ich werde mir wohl noch einen anderen Einband kaufen.
    Die Bilder der Dia Show sind wirklich sehr schön.
    Viele Grüße
    Jennifer

     
    • Nina C. Hasse

      Januar 17, 2015 at 9:10 pm

      Hallo Jennifer,
      dankeschön für deinen netten Kommentar!
      Das x17-System kenne ich auch, ist dem Traveler’s Notebook ja wirklich sehr ähnlich.
      Zuklappende Notizbücher, die ich beim Schreiben immer aufhalten muss, nerven mich auch fürchterlich. Mit etwas größeren Foldback Aktenklammern kann man sie aber ganz gut offen halten.

      Alles Liebe & viele Grüße
      deine Nina

       
  2. nelografie

    Januar 17, 2015 at 7:55 pm

    Ein ganz toller Artikel zu den Doris! Ich liebe meine Pedoris auch sehr!

    GLG Natascha

     
    • Nina C. Hasse

      Januar 17, 2015 at 9:05 pm

      Danke dir, liebe Natascha! Sie sind ja auch einfach wunderschön! 🙂

      Liebe Grüße!

       
  3. Bettina´s Welt

    Januar 18, 2015 at 8:17 am

    Liebste Nina, ich besitze sehr viele Notizbücher. Allerdings nutze ich sie nicht auf die wunderbare, krative und gestalterische Weise wie du. Ich kritzel rein, schnell weil mir ein Gedanke kommt, damit er nicht verschwindet. Meine Schrift ist meist fast unleserlich. Wenn ich ein Buch das ich in einer Kladde niedergeschrieben abgetippt habe, wandert das voll gekritzelte Notizbuch in den Ofen meiner Eltern. Bei mir sind es also eher Nutzbücher. Deine Weise mit den Notizbüchern umzugehen ist so außergewöhnlich und nehme ich mir zum Vorbild. Mal sehen ob ich in den nächsten Monaten auch so fantastische Büchlein erschaffen kann. Ich zweifele jedoch daran. Die Notizbücher die hübsch und wundervoll verziert sind, teilen dieses Ofen – Schicksal nicht. Sie nutze ich für Gedichte, Gedanken usw. Danke für diesen tollen Bericht! 🙂

     
    • Nina C. Hasse

      Januar 25, 2015 at 8:23 pm

      Hallo liebe Bettina!
      Vielen Dank für deine lieben Worte! Mit der gestalterischen Art und Weise, Notizbücher zu führen, habe ich auch gerade erst begonnen. Das ist also auch Neuland für mich.
      Ich finde es beeindruckend, dass du deine gefüllten Notizbücher verbrennen kannst. Ich glaube, das kann auch etwas sehr befreiendes haben. Schöne Notizbücher könnte ich auch nicht vernichten. Meistens traue ich mich nicht einmal, etwas in sie hineinzuschreiben 😉
      Liebste Grüße
      Nina

       
  4. Bettina´s Welt

    Januar 18, 2015 at 8:20 am

    Hat dies auf Bettina´s Welt rebloggt und kommentierte:
    Nina Hasse, ist eine wahre Künstlerin. Nicht nur schreibt sie wunderbare Bücher, nein sie besitzt auch die Gabe herrlich kunstvoll Notizbücher zu gestalten. Sie notiert ihre Gedanken und wissenswertes zu ihren Projekten darin. Ich bin wirklich schwer beeindruckt! ❤

     
  5. Isa Schikorsky

    Januar 19, 2015 at 4:30 pm

    Ein sehr schöner Beitrag und die Beispiele sehen auch toll aus. Ich habe bestimmt schon tausendmal ein Notizbuch begonnen, aber nie lange durchgehalten. Schade eigentlich.

     
    • Nina C. Hasse

      Januar 25, 2015 at 8:24 pm

      Vielen Dank für die lieben Worte, liebe Isa! So ging es mir auch jahrelang: Notizbücher angefangen und nach ein paar Seiten aufgehört. Das soll sich nun ändern, sie sollen ein tagtäglicher Begleiter für mich werden. Mal schauen, ob ich das durchhalte 😉

       
  6. Kyralla

    Februar 26, 2015 at 2:36 pm

    Huhu!

    Der Artikel zu den Pedoris ist wirklich super. Ich habe mir erst vor zwei Tagen meinen ersten Pedori bestellt und bin schon total gespannt. Freue mich auch jetzt schon sehr aufs Einrichten.

    Du gestaltest deine Notizbücher wirklich sehr schön. Bin ganz verliebt! Vielleicht kann ich meinen Mann, ebenfalls Autor, auch zu einem Pedori für seine Schreibideen und Recherchen überreden ;-).

    Lieben Gruß

     
    • Nina C. Hasse

      Februar 26, 2015 at 3:42 pm

      Hallöchen!
      Dankeschön für deinen lieben Kommentar! Die Pedoris sind wirklich wunderschön und es macht wirklich Spaß, sie einzurichten und nach und nach mit Inhalten zu füllen! Für deinen Mann ist es sicherlich auch nicht die schlechteste Investition! 😉
      Was für einen hast du denn bestellt?
      Liebe Grüße!

       
      • Kyralla

        Februar 26, 2015 at 3:45 pm

        Ich habe mir den Pedori Trifold Plus in Heartbreaker Schoko (mit Druckknöpfen) bestellt.
        Bei meinem Mann bin noch nicht sicher, ob er sowas dauerhaft nutzt. Ich überlege nochmal, bis er im August Geburtstag hat ;-). Er soll sich erstmal meinen anschauen.
        Liebe Grüße zurück ❤

         
      • Nina C. Hasse

        Februar 26, 2015 at 3:48 pm

        Wunderschön! Der Heartbreaker schoko war auch mein erster und ist immernoch mein Liebling, der ausschließlich für’s Schreiben benutzt wird.
        Bin schon sehr gespannt auf deinen! Zeig ihn deinem Mann mal, vielleicht lässt er sich ja anfixen 😉

         
  7. Hati

    März 11, 2015 at 2:06 pm

    Liebe Nina, ich habe auch sehr viele Notizbücher/-hefte, die in einer Kiste vor sich her schlummern, aus den bereits von dir genannten Gründen 😉 Dasselbe Problem hatte ich ganz lange auch mit Terminplanern, bis ich vor ein paar Monaten endlich einen Filofax mein Eigen nennen durfte, den ich nach meinen Bedürfnissen gestalten und einrichten kann. Durch den Filofax habe ich dann immer häufiger auch über die Midori Traveler’s Notebooks gelesen…und das Konzept gefällt mir extrem gut! Ich werde mir auf jeden Fall die von dir vorgeschlagenen Pedoris mal ansehen! Dein Artikel gefällt mir total gut, außerdem habe ich gerade auf Twitter entdeckt, dass du Monas Buch „Schattentraum“ lektoriert hast und aus Münster kommst (wie ich auch). Daher musste ich natürlich sofort deinen Blog aufrufen, vor allem, weil ich mich auch fürs Schreiben interessiere, jedoch noch überhaupt keine Struktur in meinen Kopf bekomme und gleich weiter durch deine Artikel stöbern werde 🙂
    Liebe Grüße 🙂

     
    • Nina C. Hasse

      März 11, 2015 at 7:30 pm

      Hallo liebe Hati!
      Danke für deinen lieben Kommentar!
      Wie schön, auch eine Münsteranerin! :mrgreen: Ich bin auch über die Ringplaner zu den Traveler’s Notebooks gekommen und die Pedoris sind wirklich wunderschön!
      Wenn du Fragen zum Schreiben hast, schreib mich gerne an, vielleicht kann ich dir am Anfang ein wenig helfen 🙂
      Viele liebe Grüße
      Nina

       

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