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Montagsfrage: Lässt du deine Texte bereits während des Schreibens betalesen?

24 Feb

BildWährend ich schreibe, lasse ich niemanden betalesen. Ab und an poste ich mal einen kleinen Ausschnitt hier im Blog oder auf Facebook, aber das sind nur die Ausschnitte, die ich als gut gelungen empfinde. Ansonsten schreibe ich für mich allein, was ich als notwendig empfinde. Wenn ich während des Schreibprozesses ständig schon Rückmeldung zu vorigen Abschnitten bekommen würde, käme ich gar nicht mehr voran, weil ich ständig versuchen würde, die Anmerkungen einzuarbeiten.
Selbst die Rohfassung würde ich ungern aus der Hand geben, weil da noch so viel brach liegt. Ich habe das Gefühl, zuerst etwas Vorzeigbares haben zu müssen, bis ich Ratschlägen gegenüber offen bin.

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6 Kommentare

Verfasst von - Februar 24, 2014 in Schreiben

 

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6 Antworten zu “Montagsfrage: Lässt du deine Texte bereits während des Schreibens betalesen?

  1. melisendra

    Februar 25, 2014 at 2:06 pm

    Hallo Nina,
    bei mir würde der Schreibfluss bei verfrühten Rückmeldungen unterbrochen und der unsichere, verängstigte und verschüttete Schriftsteller in mir würde sich vollends die Decke über den wenig behaarten Kopf ziehen und möglicherweise nur noch vor sich hinstottern…
    Bei mir dauert es auch so seine Zeit, bis ich der Welt mein produktives Gesicht zeigen kann;-)
    Viele Schreibgrüße
    Katharina

     
    • Nina C. Hasse

      Februar 25, 2014 at 7:21 pm

      Hallo Katharina,
      das ist auch ein Problem von zu frühem Betalesen: Der Schreibfluss wird unterbrochen und man wendet sich den Kritikpunkten zu. Da die erste Fassung meistens sowieso Mist ist, verliert man dann schnell den Mut, wenn man sich schon in der Schreibphase mit Kritik konfrontiert sieht, die nicht vom eigenen inneren Kritiker kommt. Und der ist manchmal schon zu viel 😉

      Liebe Grüße
      Nina

       
      • melisendra

        Februar 26, 2014 at 7:23 pm

        Hallo Nina,
        da sagst du was 😉 Manchmal denke ich, der innere Kritiker hat mein Haus besetzt 😉
        Auf wenig Besuch von ihm – und wenn, dann nur auf Einladung,
        herzliche Grüße
        Katharina

         
      • Nina C. Hasse

        Februar 26, 2014 at 8:26 pm

        Hey Katharina!

        Jaja, wenn der Kerl erstmal in der Wohnung ist, wird man ihn nicht mehr wieder los. Dann fläzt er sich aufs Sofa, schmeißt seine dreckigen Schuhe auf den gerade gereinigten Teppich und fängt an, so richtig loszumäkeln… 😉
        Eine Einladung bekommt er von mir erst, wenn dir Rohfassung steht, Dann bewirte ich ihn aber gerne. Mit Anmeldung ist er ja schon ein ganz netter 😉

        Liebe Grüße!

         
  2. Texthase Online

    Februar 25, 2014 at 3:01 pm

    Hallo Nina,

    ich brauche auch erst eine solide Grundlage eines Textes, bevor ich jemanden auch nur ein Wort lesen lasse. Früher war das anders. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, wenn man gleich jedes Fitzelchen zur Begutachtung frei gibt, kommen sehr viele Anmerkungen und Kritikpunkte, die man bei den ersten eigenen Durchsichten ohnehin selbst findet. Oft sind andere Leser auch sehr ungeduldig und greifen Sachen vor, die später sinnvollerweise in den Text eingebunden werden. Und die Ungeduld überträgt sich immer auch auf einen selbst. Und Ungeduld ist wie Versagensangst, die ohnehin immer beim Schreiben dabei ist, kein guter Ratgeber.

    Liebe Grüße

    Christiane (Texthase Online)

     
    • Nina C. Hasse

      Februar 25, 2014 at 7:19 pm

      Hey Christiane,

      geht mir ebenso! Die zahlreichen Kritikpunkte würden mich nur im Schreibfluss hemmen und mich verunsichern. Außerdem hast du recht: Viele Fehler und Ungereimtheiten kann man in der ersten Überarbeitung selbst ausmerzen. Danach dürfen Testleser meinen Text komplett auseinander nehmen, aber nicht schon vorher 😉

      Liebe Grüße
      Nina

       

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