RSS

Faszination Dampfkraft: Autorin Nadine Kühnemann

27 Okt

Hallo zusammen! Heute geht wieder ein Artikel der Blogreihe „Faszination Dampfkraft“ online. Ich freue mich besonders über die Zusage der Steampunk-Fantasy-Autorin Nadine Kühnemann, die extra einen Text geschrieben und eine kleine Leseprobe zur Verfügung gestellt hat. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen – und ab jetzt hat Nadine das Wort:

Nadine_steampunk_antik

Hallo liebe Gehrockträger, Korsettliebhaber, Maschinenbastler, Phantasten und Retrofuturisten – kurz: Steampunker 🙂

Herzlichen Dank erst einmal an Nina, die mir erlaubt hat, mich und meine Arbeit in einem Gastbeitrag für ihre „Faszination Dampfkraft“ vorzustellen.

Manche werden mich kennen, die meisten aber wahrscheinlich noch nicht, weshalb ich euch kurz erzählen möchte, wer ich bin.

Mein Name ist Nadine Kühnemann, ich habe inzwischen mein drittes Lebensjahrzehnt überschritten und komme vom schönen Niederrhein. Ich arbeite neben meinem Job als Laborantin seit einigen Jahren auch als Autorin. Ich habe inzwischen einige Romane bei unterschiedlichen Verlagen veröffentlicht, unter anderem auch eine Novelle für Egmont Lyx. Im September 2013 erschien mein Steampunk Fantasy Roman „Fyn – Erben des Lichts“ im Bookshouse Verlag. Diesen Roman möchte ich euch heute etwas näher vorstellen.

Schon vor „Fyn -Erben des Lichts“ habe ich mich dem Thema Steampunk gewidmet, sogar meine erste Veröffentlichung „Lichtfänger“ (Romantic Fantasy) spielte  bereits im viktorianischen Zeitalter und beinhaltete Steampunkelemente.

Durch ein Interview mit dem Lektor eines Verlags, das mir vor einigen Jahren in die Hände fiel, bin ich auf das Thema Steampunk aufmerksam geworden. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch nicht viel mit dem Begriff anfangen können, habe mich jedoch erkundigt und bin nach und nach immer tiefer in die Materie eingedrungen. Steampunk verbindet das Phantastische mit dem Historischen – beides Aspekte, die mich schon immer faszinierten. Rostige Maschinen und ratternde Zahnräder, gepaart mit ausladenden Kleidern und eleganten Gentlemen: der Stoff, der mich zum träumen einlud. Es lag nahe, dass ich das Thema auch in meinen Romanen umsetzen wollte. So entstand zunächst „Lichtfänger“, den ich allerdings noch relativ naiv in einem Miniverlag hatte verlegen lassen. Danach folgten diverse andere phantastische Veröffentlichungen, erst Jahre später bin ich zum Steampunk zurückgekehrt, und zwar mit „Fyn – Erben des Lichts“. Mich hat die Thematik einfach doch nie ganz losgelassen 😉

Erben des LichtsDer Roman verbindet klassische Fantasy mit Steampunk zu etwa gleichen Teilen. Er spielt um 1890 in einer eigenen Welt mit eigenem Wertemodell, aber dieses ist stark an das viktorianische Zeitalter angelehnt. Der Leser wird nicht nur Bekanntschaft mit retrofuristischen Waffen machen, sondern auch mit Technoiden, die eine Kreuzung aus Mensch und Roboter darstellen. Magie spielt natürlich auch eine Rolle – es ist nun einmal „Steampunk Fantasy“.

 Worum geht es im Roman?

Die Geschichte begleitet den Protagonisten Fyn, der als Ich-Erzähler seine Memoiren aufschreibt, auf seinem Lebensweg zwischen seinem siebten und fünfundzwanzigsten Lebensjahr. Fyn wächst in einer Monarchie auf, sein Lebensweg ist vorgezeichnet. Als Sohn eines Elitesoldaten soll er eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters treten, doch Fyn ist von Anfang an anders, als es die Gesellschaft von ihm verlangt. Er hat einen Hang zu schwarzer Magie, der ihm im Laufe der Geschichte noch das Genick brechen wird. Ihm wird durch einen Komplott ein Mord in die Schuhe geschoben und natürlich kann es nur einen Schuldigen geben: den verschrobenen Außenseiter Fyn. Nachdem er fliehen und dem Tod knapp entrinnen konnte, zerfressen ihn Rachegedanken, und mithilfe seines enormen technischen Geschicks und seinen schwarzmagischen Talenten wird er sich auf einen Rachefeldzug begeben – ohne über die Konsequenzen nachzudenken, denn am Ende wird alles ganz anders kommen …

Ich möchte nicht zu viel verraten, denn die Story erstreckt sich über zwei Bände. Im März 2014 erscheint der zweite Teil „Fyn – Die Saat der Dunkelheit“.

Zum Abschluss präsentiere ich euch noch eine kleine Leseprobe, allerdings nicht vom Anfang des Romans 😉 :

Myrius führte uns durch ein kleines Tor auf das Amovium, eine etwa fünf mal fünf Yards große metallene Plattform, die zwischen den gegenüberliegenden Ufern über ein Rollsystem an zwei straff gespannten parallel verlaufenden Ketten befestigt war. Ein hüfthohes Geländer verhinderte, dass jemand hinabfiel. Ich hatte seinerzeit an der Entwicklung des Gefährts mitgewirkt, obwohl ich es seitdem nie im Einsatz sah. In den frühen Jahren der Akademie brachte man die Schüler noch über eine wacklige Brücke auf die Insel.

Als Myrius den Motor startete, knarrte und zischte das Amovium, eine kleine Dampfwolke stieg empor und verlor sich in der kühlen Herbstluft. Die anderen Schüler starrten mit bangen Blicken in den Abgrund, sogar Per hatte es die Sprache verschlagen. Die Wellen warfen sich unter uns gegen die felsige Küste.

Als wir auf der anderen Seite an Land gingen, bemerkte ich die Trostlosigkeit dieses Ortes. Hier würde es definitiv nichts geben, das einen Schüler vom Lernen abhalten konnte, nicht einmal Bäume oder andere Pflanzen, nur nackter Felsen.

Myrius führte uns ins Innere des Hauptgebäudes, das wie erwartet spartanisch und zweckmäßig eingerichtet war. Im unteren Stockwerk befanden sich die Küche und der Speisesaal, im oberen gab es drei große Klassenräume sowie die Privatgemächer der Lehrer. Alles wirkte steril und aufgeräumt. Ich atmete auf. Hier konnte ich mich wohlfühlen.

Als wir die Kellerräume betraten, entzündete Myrius eine magische blaue Flamme in seiner Handfläche, vermutlich eine weitere Demonstration seiner Macht. Ich wollte ihm seine Autorität nicht aberkennen, immerhin war er ein erprobter Magier, der sein Können vielfach unter Beweis gestellt hatte und sich durch zahlreiche ehrenvolle Taten auszeichnete. Dennoch kam mir sein Gehabe bisweilen albern vor.

Während er uns durch das Gewölbe führte, erzählte er fortwährend von der Bedeutung der Magie, wobei er den Fortschritt der Technik als störend und schädlich darstellte. Mehr als einmal warf er mir dabei einen strengen Blick zu, als wäre es meine Schuld, dass Luxus heutzutage nicht mehr nur den Magiern vorbehalten war.

Der größte Raum im Untergeschoss glich einer Halle, in der jedes Wort von den nackten Steinwänden widerhallte. In regelmäßigen Abständen hatte man Halterungen für Fackeln befestigt, denn Tageslicht gab es nicht. Myrius bevorzugte es jedoch, den Raum mithilfe seines magischen Lichts zu erleuchten. Er sagte, Fackeln seien nur etwas für Nichtskönner. Niemand kommentierte seine Worte, aber aus dem Augenwinkel sah ich, wie Per eifrig nickte.

Nachdem Myrius noch einen Vortrag darüber gehalten hatte, dass eine tadellose Abstammung und frühe Ausbildung die besten Voraussetzungen für eine Laufbahn als Elitesoldat seien, verließ er mit uns die große Halle im Untergeschoss und trat wieder hinaus ins Freie, wo er sich fürs Erste verabschiedete. Es hatte zu nieseln begonnen, typisch für den Herbst in West-Calanien.

Hier findet ihr die Autorin:

Web: http://www.nadine-kuehnemann.de

Facebook: Nadine Kühnemann – Autorin

amazon: Nadine Kühnemanns Autorenseite

Advertisements
 

Schlagwörter: , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: