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Das war die Frankfurter Buchmesse 2013

15 Okt

Eigentlich wollte ich euch schon gestern von meiner diesjährigen Messerfahrung berichten, aber ich war einfach zu erschöpft. Nachdem ich in der Nacht von Samstag auf Sonntag nur drei Stunden geschlafen hatte und mit Magenschmerzen aufgewacht bin, war der Start in den Tag nicht wirklich gut. Daher hab ich gestern einfach mal nichts gemacht und den halben Tag auf dem Sofa verbracht. Nun bin ich aber wieder fit und möchte euch meine Messeerrungenschaften zeigen.

Halle 3

Halle 3

Am Sonntagmorgen um halb sieben ging es vom Münsteraner Bahnhof aus los mit unserer Buchhandlung Poertgen Herder und vier angenehm gefüllten Bussen. Die Busfahrt dauerte dreieinhalb Stunden und war für mich wirklich kein Vergnügen, dabei hatte ich extra meinen iPod neu bespielt, in der Hoffnung, ein paar inspirierende Songs für die nächsten Romanszenen zu finden. Aber nichts da – Magenkrämpfe machten mir einen Strich durch die Rechnung. Keine Ahnung, was ich da wieder mal Falsches gegessen hatte. Jedenfalls verabschiedete ich mich gedanklich schon von dem schönen Tag, auf den ich mich schon so lange gefreut hatte. Glücklicherweise beruhigte mein Magen sich langsam wieder, nachdem wir das Messegelände erreicht hatten. Ich kann euch gar nicht sagen, wie erleichtert ich war, als er wieder mitmachte.

Also, direkt ins Getümmel! Getümmel? Nun ja, nicht wirklich. Irgendwie kam mir die diesjährige Buchmesse erstaunlich leer vor. Die Statistik spricht von einem Besucherrückgang um 2,2% – mir kam es viel mehr vor. Beschweren will ich mich aber nicht, denn so konnte ich gemütlich durch die Gänge spazieren, ohne zerquetscht zu werden.

Eric Standop, Face Reader

Nachdem ich mich ein wenig orientiert hatte (die Standplätze der Verlage wechseln ja oft von Jahr zu Jahr), ging es direkt zum ersten Termin. Diejenigen unter euch, die die Leseprobe meines Romans gelesen haben, wissen bereits, dass mein Protagonist Remy Lafayette ein Gesichtsanalytiker ist. Gesichtsanalyse? Was ist das? Es klingt ein wenig esoterisch angehaucht, aber in einem Gesicht lassen sich sowohl Krankheiten als auch Charakterzüge und Wesensarten ablesen. Und auf der Buchmesse wurde Gesichtslesen angeboten – natürlich ein Pflichttermin für mich! Eigentlich wollte ich dort schon letztes Jahr hin, aber das hat zeitlich leider nicht gepasst. Dieses Jahr wollte ich es mir auf gar keinen Fall entgehen lassen. Am Stand des Schirner Verlags war es einigermaßen voll, aber bevor es losging konnte ich noch das Buch »Gesichtlesen – Face Reading« ergattern und mir einen Platz am Tisch sichern, an dem Eric Standop, Autor und Gründer der Face Reading Academy seine Gesichtsanalyse anbot.

Eric erzählte zunächst aus seinem Leben und wie er zum Gesichtlesen kam. Eine sehr interessante Biographie, in die es sich rein zu schauen lohnt. Er war mit so viel Begeisterung bei der Sache! Bei ihm merkt man direkt: Der Mann hat seine Lebensaufgabe gefunden!

GesichtlesenObwohl ich recht weit vorne in der Gruppe stand, hatte ich eigentlich gar nicht vor, mein Gesicht lesen zu lassen. Aber Eric meinte, alle die zu Anfang der Veranstaltung da waren, sollten auch gelesen werden. Ein bisschen nervös war ich ja schon. Zwei Stunden lang ließen sich die Leute nun ihre Charakterzüge oder Krankheitsmerkmale im Gesicht ablesen. Es war wahnsinnig interessant zu sehen, wie Eric arbeitet und wie die Leute auf seine Feststellungen reagierten. Ich war als Letzte dran, daher ließ er sich viel Zeit. Ich kann gar nicht genau wiedergeben, was er in meinem Gesicht las, weil es so viel war, aber was er sah, stimmte zu 100%. Ich saß ungefähr zehn Minuten bei ihm und bin wahnsinnig beeindruckt von seinem Können und seiner Ausstrahlung. Irgendwann werde ich einmal zu einem seiner Seminare fahren und eine richtige Lesung bei ihm machen, denn in den wenigen Minuten, die auf der Messe Zeit blieben, war natürlich nur ein Kratzen an der Oberfläche möglich. Ich kann nur jedem empfehlen, der sich in einem Prozess der Veränderung befindet, sich weiterentwickeln möchte oder sich schlecht fühlt, so einen Gesichtslesetermin zu machen. Ihr werdet staunen, was ihr dort entdeckt. Zum Schluss bekam ich von Eric noch eine wunderbare Widmung ins Buch geschrieben und so zog ich beschwingt weiter.

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Self-Publishing – Alles Schrott?

Nächster Halt war die Self-Publishing-Area. Zwei Veranstaltungen hatte ich mir ausgesucht, die beide direkt hintereinander stattfanden: ein Vortrag zum Thema »Marketing für Selbstverleger« und eine Diskussionsrunde »Self-Publishing – alles Schrott?«, u. a. mit den erfolgreichen Autorinnen Nika Lubitsch und Emily Bold und Wolfgang Tischer von literaturcafe.de. Sowohl Vortrag als auch Diskussionsrunde waren sehr interessant und hätten meiner Meinung nach gerne noch länger dauern können, um die Themen noch ein wenig zu vertiefen. Den Eindruck, dass Self-Publishing mittlerweile aus seinen Kinderschuhen herausgewachsen ist, vermittelten beide Veranstaltungen. Natürlich trug auch die Tatsache dazu bei, dass Self-Publishing auf der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt Beachtung fand. In den nächsten Jahren dürften uns weitere spannende Entwicklungen erwarten.

Meine Errungenschaften

Meine Errungenschaften

Dann hatte ich noch knappe zwei Stunden Zeit, bis der Bus gen Heimat fuhr. Also bummelte ich durch Halle 3. Gerne hätte ich noch andere Hallen gesehen, auch das diesjährige Gastland Brasilien hätte mich interessiert. Aber dafür reichte die Zeit leider nicht aus. Dafür fand ich noch ein Bilderbuch (ich liebe Bilderbücher!), das ich schon lange haben wollte und konnte einige Kataloge, Postkarten und Lesezeichen mit nach Hause nehmen. Am Stand des Verlagshauses Jacoby & Stuart bekam ich ein wunderschönes Notizbuch geschenkt, das sehr elfenhaft daherkommt und meinen Geschmack absolut trifft!

book

Notizbuch

Erschöpft, aber ziemlich glücklich machte ich mich dann langsam auf den Weg zum Bus. Ein toller Tag, aber leider (wie gewohnt) viel zu kurz. Im nächsten Jahr werde ich mich wohl in Frankfurt einquartieren und die Messe an mehreren Tagen besuchen – dieses Mal habe ich viel zu wenig gesehen! Und wenn ich im nächsten Oktober mein Buch mit dabei habe, lohnt sich ein verlängerter Besuch erst recht. Ich hoffe, dass ich 2014 viele Leute aus den Sozialen Netzwerken treffen kann, die dieses Mal leider nicht mit dabei waren. Ich bin für ein Meet & Greet auf der #fbm14 – was meint ihr?

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8 Kommentare

Verfasst von - Oktober 15, 2013 in Bücher, Begegnungen, Buchmesse

 

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8 Antworten zu “Das war die Frankfurter Buchmesse 2013

  1. Xeniana

    Oktober 15, 2013 at 6:32 pm

    Ich will nächstes Jahr unbedingt hin. Ihr seid alle so begeistert. Übrigens wollte ich mich mal für den Tipp mit der Matrix bedanken. Das macht wirklich Spass und bringt auch Neues.LG Xeniana

     
    • Nina C. Hasse

      Oktober 15, 2013 at 6:43 pm

      Sehr gerne, liebe Xeniana! Die Matrix ist wirklich sehr hilfreich!
      Buchmesse ist mein Jahreshighlight, ich freu mich jedes Mal wie blöde 😉 Vielleicht sehen wir uns dann ja nächstes Jahr mal!? Ich würd mich freuen! 🙂

       
      • Xeniana

        Oktober 15, 2013 at 6:43 pm

        Ich mich auch:)

         
  2. Martina Bookaholic

    Oktober 16, 2013 at 8:34 am

    Hach, überall liest man, dass alle auf der Buchmesse waren, oder es kommt mir so vor. Schöner Bericht, wäre auch gerne dort gewesen. Hoffe, dass ich es nächstes Jahr ebenfalls mal dorthin schaffe! PS: Schöner Bericht, danke.
    LG

     
    • Nina C. Hasse

      Oktober 17, 2013 at 10:20 pm

      Hey Martina,
      danke für die lieben Worte! Auf die Buchmesse freue ich mich jedes Jahr! Wäre ja toll, wenn du nächstes Jahr auch dabei bist!
      Liebe Grüße! 🙂

       
      • Martina Bookaholic

        Oktober 18, 2013 at 7:13 am

        Hallo Nina,
        ja, das würde mir auch gefallen dort vorbei zu schauen, die ganzen Autoren zu sehen/ treffen und Kontakte knüpfen. Habe ja jetzt immerhin ein Jahr Zeit es zu planen! 🙂
        LG Tina

         
      • Nina C. Hasse

        Oktober 18, 2013 at 4:55 pm

        Ein Jahr ist so schnell vorbei! Also kannst du dich jetzt schon freuen! Vielleicht sehen wir uns dann ja auch dort auf einen Kaffee!? 😉

         
      • Martina Bookaholic

        Oktober 21, 2013 at 7:46 am

        jip, planen kann man jetzt schon, besonders da ja die Hotels so schnell ausgebucht sind. Ja, würde mich freuen – bin sowieso Kaffee süchtig 😀

         

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