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Faszination Dampfkraft: Autorin Jessica Weichhold

09 Okt

Heute gibt es – passend zum Start der Frankfurter Buchmesse – die erste Autorenvorstellung auf meinem Blog! Ab jetzt hat Jessica Weichhold selbst das Wort:

***

Jessica WeichholdHallo Ihr Lieben!

Zuerst einmal möchte ich mich herzlich bei Nina dafür bedanken, dass ich hier einen Gastbeitrag leisten darf. Ich freue mich wirklich sehr darüber!

Mein Name ist Jessica Weichhold, ich komme aus dem Ruhrgebiet und schreibe und lese für mein Leben gerne. Am liebsten mag ich Fantasy und Steampunk, aber ich lese auch gerne Krimis, historische Romane und Thriller.

Mein erster Roman „Dragonwolf –  Die tödlichste Kreuzung“ ist Fantasy für Jugendliche und Erwachsene und mein neues Projekt (momentan trägt es den Titel „Mein totes Herz ist Dein“) ist Steampunk-Fantasy. Mein erster Versuch in dieser Richtung. Dieses Mal möchte ich es aber keinem Verlag zusenden, sondern einfach mal versuchen es selber zu vermarkten (als ebook), wenn es fertig ist.

Vor ein paar Monaten habe ich zum ersten Mal (eher aus Zufall) einen Steampunk-Roman in die Finger bekommen und war total begeistert. Spannende Geschichten vor einer hinreißenden Kulisse. Etwas, das einen sehr anspricht, vor allem das Moderne mit der Vergangenheit zu kombinieren, finde ich äußerst interessant. So wird praktisch etwas völlig Neues erschaffen, eine Welt die es so nicht gegeben hat.

Ich versuche u.a. einige mechanische Tiere einzubringen und diese so ausführlich zu beschreiben (evtl. mit ein paar Zeichnungen noch verdeutlichen), dass der Leser sie sich möglichst so vorstellen kann, wie ich sie im Kopf habe. Habe mir zwei Hauptcharaktere ausgewählt, einen männlichen und einen weiblichen, die ich beide schon jetzt ziemlich lieb gewonnen habe. Ich mag es, wenn die Hauptcharaktere einem als Leser und auch als Schreiber sympathisch sind. Wie ist das bei Euch? Manch einer findet ja auch Gefallen an einem Bösewicht, oder!? Natürlich gibt es auch noch weitere Charaktere, gute wie böse. Und auch einen riesen Feigling. *grins* Dampfmaschinen und „mechanische Männer“ dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen.

Spaß macht es mir auch immer wieder die handelnden Personen einzukleiden. Eine wunderbare Mode … Korsetts, Gehröcke, Zylinder, prächtige Kleider und vieles mehr. Da wird es einem nie langweilig. Nicht dem Schreiberling und hoffentlich auch nicht dem Leser. Wer weiß, vielleicht wird der ein oder andere von Euch ja sogar eines Tages mein Buch als interessant einstufen und es lesen. Ein schöner Gedanke. Jedenfalls würde mich das sehr freuen.

Zum Abschluss gibt es eine kurze Leseprobe für Euch:

Von Jessica Weichhold aus „Mein totes Herz ist Dein“

Inhaltsangabe

Herbst 1895.

Der Gentleman Sir Shane Matthews und die Vampirin Rebekka Brooks sind auf der Suche nach einem vermissten Professor, dem Erfinder eines heiß begehrten Elixiers, das vor allem den nach Macht strebenden Vampiren von Nutzen sein könnte.

Seitens der Krone haben sie keine Hilfe zu erwarten, darf doch die Königin keinesfalls mit dem Skandal in Verbindung gebracht werden.

Auf sich allein gestellt macht sich eine kleine Gruppe auf, ihr Land zu retten.

Werden Sir Shane und seine Mitstreiter ihn rechtzeitig finden und die Katastrophe abwenden können, die sie erahnen?

Leseprobe

Abgelenkt durch ihre zugegebenermaßen unhöflichen Gedanken, bemerkte sie viel zu spät wie nah sie der Straße gekommen war, auf der eine Pferdekutsche, mit rasendem Tempo, an ihr vorbei schoss. Ein Schwall schlammigen Regenwassers spritze aus einer riesigen Pfütze in ihre Richtung. Oh nein, ihr wunderschönes Kleid war restlos ruiniert. Schlamm und Unrat zierten den gesamten Rock, diese Flecken würden nie wieder rausgehen. Das Kleid war aus bordeauxrotem Samt, mit Blumen aus Seide und Garn verziert. Und dazwischen gab es nun einige große Flecken von unschönem Dreck. Sie war wütend. Aber nicht auf den Fahrer der Kutsche, sondern ihr Zorn galt ganz allein diesem missratenen Vampir. Mit vor Wut verzehrtem Gesicht drehte sie sich zu ihm um … und er war weg. Einfach abgehauen. Was für eine Nacht. Rebekka ließ sich auf den Gehweg plumpsen und anstatt vor entrüsten zu schimpfen, lachte sie laut und aus vollem Halse. Das war einfach zu absurd, sie konnte nicht anders. Nicht weit vom Geschehen entfernt musste die Kutsche angehalten haben, denn Rebekka konnte so eben noch erkennen wie jemand mit geschwungener Leichtigkeit aus Ihrem Inneren sprang und sich suchend umsah. Sie lachte noch immer, als dieser Jemand über die Straße auf sie zueilte und schlitternd vor ihr zum Stehen kam. Auf die Unterlippe beißend versuchte sie ihren drohenden Lachanfall unter Kontrolle zu bekommen, während sie verstohlen zu dem Mann hinaufsah, der ihr galant seine Hand anbot um ihr aufzuhelfen. „Geht es ihnen gut, Miss!? Sind sie verletzt?“, seine Stimme klang besorgt und etwas belegt. Sie war wunderschön! Noch nie hatte sie eine auch nur im Ansatz vergleichbare Stimme gehört. Als sie den Mann, der da vor ihr stand, etwas genauer in Augenschein nahm, blieb ihr die eigene jedoch versagt. Genau wie seine Stimme, war dieser Mann wunderschön. Seine braunen Augen waren so dunkel und tief, dass man sich Stundenlang darin verlieren könnte. Sein Haar war schwarz und leicht gewellt und schaute ein Stück weit unter einem schwarzen Zylinder hervor. Sein Gesicht war glatt rasiert und seine makellosen Züge spiegelten seine aufrichtige Besorgnis wieder. Er war eindeutig kein Vampir und trotzdem verschlug seine Anwesenheit ihr den Atem. „Miss?“, er beugte sich tief zu ihr herab und berührte beinahe ihre Nasenspitze mit seiner eigenen und sah sie fragend an. Sie sollte ihm wohl besser antworten, sonst würde er sie noch für Geistesgestört halten oder etwas in der Art. Sie räusperte sich: „Ähm, machen sie sich um mich keine Sorgen! Mich bringt so schnell nichts aus der Fassung … mein schönes Kleid!“ Gedankenverloren strich sie sanft über den Stoff. Seine Stimme zog sie erneut in ihren Bann als er sprach: „Ihr Kleid werde ich ihnen selbstverständlich ersetzen! Ich fürchte ich habe zu sehr zur Eile gedrängt und Sebastian war etwas zu eifrig bei der Sache.“ Er zeigte entschuldigend auf sein Gefährt. Sebastian musste sein Kutscher sein. „Aber die Schuld liegt ganz eindeutig bei mir! Ich hoffe sie können mir verzeihen!?“ Verzeihen? Herrje, diesem Mann würde sie alles verzeihen, vergeben und vergessen. Das waren natürlich ihre Gedanken, sagen tat sie jedoch: „Ich denke, dass ließe sich einrichten!“ und lächelte ihn verschmitzt an. In seinen Augen blitzte es vergnügt, doch bevor er etwas erwidern konnte, hallte die eher Kindliche Stimme seines Kutschers zu ihnen herüber. Er klang ungeduldig und etwas aufgeregt. „Ich will ja nicht drängeln, Sir Shane! Trotzdem muss ich sie daran erinnern, dass wir etwas in Eile sind!“ Er winkte wild mit den Armen um seine Worte noch deutlicher wirken zu lassen. „So ein Mist!“ fluchend ergriff der Fremde ihre Hand und zog Rebekka mit ungeheurer Kraft auf die Füße. Sein Blick spiegelte eindeutiges bedauern wieder. Noch ehe sie sich versah, hauchte er ihr einen Kuss auf die Cremefarbenen Handschuhe, verbeugte sich tief und rief während er schon im Laufschritt zu Sebastian eilte „Sir Shane Matthews zu ihren Diensten! Die meisten wissen wo sie mich finden!“ Er sprang mit wehendem Gehrock in die Kutsche und war verschwunden.

***

DANKE, liebe Jessica für diesen Einblick in deine Arbeit!

Ihr findet Jessica Weichhold hier:

Web: Dragonwolf

Facebook: Dragonwolf Fantasy

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6 Kommentare

Verfasst von - Oktober 9, 2013 in Faszination Dampfkraft, Steampunk

 

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6 Antworten zu “Faszination Dampfkraft: Autorin Jessica Weichhold

  1. Carolin Grotjahn

    Oktober 10, 2013 at 10:28 am

    Die Leseprobe finde ich super 🙂 Rebekka und Sir Shane kommen schön sympathisch rüber und ich musste grinsen, als Rebekka über ihr schmutziges Kleid lacht:)

     
    • Nina C. Hasse

      Oktober 10, 2013 at 8:00 pm

      Danke, liebe Carolin, für deinen Kommentar – ich leite ihn an Jessica weiter 🙂

       
    • Jessica W.

      Oktober 13, 2013 at 9:57 am

      Das freut mich wirklich total! Vielen Dank! Auch finde ich es schön, dass die Beiden dir symphatisch rüber kommen, dann bin ich meinem Ziel schon etwas näher gekommen! LG Jess

       
  2. Trollmama

    Oktober 11, 2013 at 10:28 am

    Liest sich echt super, liebe Jessie!!! Ich bin gespannt auf mehr 🙂 !!!

     
    • Nina C. Hasse

      Oktober 11, 2013 at 12:51 pm

      Danke für den netten Kommentar! Ich leite ihn weiter! 🙂

       
    • Jessica W.

      Oktober 13, 2013 at 9:59 am

      Huhu Trollmama!
      Das sich jemand auf mehr freut, dass hört oder liest man sooooo gerne! Vielen Dank! LG Jess

       

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