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Steampunkfieber

12 Nov

Passend zum NaNoWriMo hat mich das Steampunkfieber gepackt. Das 19. Jahrhundert fasziniert mich schon seit geraumer Zeit und ich habe viele kleinere Geschichten geschrieben, die in dieser Epoche spielen. Immer wieder habe ich überlegt, ob ich Ersticktes Matt nicht im New York des ausgehenden 19. Jahrhunderts ansiedeln soll, habe jedoch immer wieder davor zurück geschreckt.

Dennoch fehlte mir bei der Story immer das gewisse Etwas, was auch der Grund war, warum ich mich häufig vor dem Schreiben gedrückt habe. Ich hatte immer das Gefühl nicht genug über die heutige Polizeiarbeit zu wissen, um ernsthaft darüber schreiben zu können. Doch so viel ich auch recherchierte, meine Schreibunlust überwand ich dadurch nicht. Es war eher so, dass ich einen Satz schrieb, um danach wieder eine halbe Stunde nachzulesen, ob das denn so auch alles Sinn macht. Ich weiß, dass das für das Verfassen eines ersten Entwurfs tödlich ist und wochenlang habe ich kaum ein einziges Wort zu Papier gebracht.

Nun ist es anders. Der Knoten ist geplatzt und das habe ich dem kleinen Wort Steampunkzu verdanken, das eine große sowie großartige Welt beschreibt. Doch was ist Steampunk eigentlich? Eine Definition fällt schwer, weil es sich um ein weit gefasstes Gebiet handelt, das alle möglichen Facetten des Lebens abdeckt. Ich persönlich verstehe unter Steampunk eine Welt auf der Grundlage des 19. Jahrhunderts, ín der Dampfkraft sich statt Elektrizität durchgesetzt hat und in der die Vorstellung einer Zukunft zur Realität geworden ist, die es so nie gegeben hat. Ein Stichwort, das in diesem Zusammenhang genannt werden kann, ist Retrofuturismus. Ich will gar nicht weiter darauf eingegen, im WWW finden sich dazu zahlreiche interessante Seiten, auf denen ihr euch schlau machen könnt, falls euch das Thema interessiert. Zum Beispiel hier oder hier.

Jedenfalls schöpfe ich nun aus den Vollen eines kreativen Steampunk-Universums, in dem ich auf historische Begebenheiten und den Fundus meiner eigenen Fantasie zurückgreifen kann. Es macht Spaß, eigene „Erfindungen“ auf dem Papier verwirklicht zu sehen. Die Recherche ist nun natürlich nicht weniger geworden – eher mehr – aber ich fühle mich nicht mehr so eingesperrt in der Realität. Nun kann ich Situationen, die mir zuvor Probleme bereiteten, häufig viel einfacher lösen. Leichter ist das Schreiben dadurch nicht geworden (überlegt ihr euch mal Namen für zahlreiche Gerätschaften, die statt Elektrizität mit Dampf betrieben werden und die es nicht einmal heute gibt…), aber es macht viel mehr Spaß als vorher.

So ist aus einem Schachkrimi plötzlich ein Steampunk-Thriller geworden und ich schreibe fleißig um und neu. Eine Leseprobe findet ihr dann bald hier.

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