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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 16

07 Aug

Frage 16 von 30

Schreibst du über romantische Beziehungen? Wie tust du das, und wie weit bist du beim Schreiben bereit zu gehen?

Ausschließlich über romantische Beziehungen zu schreiben, also Liebesgeschichten und -romane zu verfassen, ist überhaupt nicht mein Ding. Aber in meinen Geschichten kommen natürlich auch romantische Beziehungen vor, sonst wären sie ja ziemlich realitätsfern…

Meistens habe ich ein Pärchen, auf dem der Fokus liegt, aber das müssen nicht zwangsläufig die Protagonisten sein. Die Liebesbeziehung thematisiere ich meist nur am Rande, die Geschichte ist mir wichtiger als ständiger Beziehungskram wie Turtel, Knutschen, Streiten, Versöhnungssex usw. Es kommt aber natürlich auch immer auf die Story an. In Ersticktes Matt arbeite ich kaum mit Liebesbeziehungen. Sicherlich gibt es einige, die für die Geschichte wichtig sind, dennoch werden sie nicht übermäßig strapaziert. In meiner Vampir-Story Eisblumen sieht das anders aus, was zum Teil daran liegt, das es ein anderes Genre ist, das sich – meiner Meinung nach – besser für einen Ausbau von Liebesbeziehungen eignet. Was wäre Urban Fantasy ohne eine schöne Liebesgeschichte? Genau, nicht viel.

Wie weit bin ich dabei bereit zu gehen? Nun ja, soweit wie ich gehen muss, um die Story voran zu treiben. Wenn dafür ein wilder One-Night-Stand notwendig ist, schreibe ich eine Szene über einen wilden One-Night-Stand. Keine Pornografie und sicherlich auch nichts, was Shades of Grey von E. L. James gleichkommen würde. Ich schreibe so, dass für mich weder beim Schreiben, noch beim späteren Lesen peinlich wird. Ich finde es in Büchern eher lächerlich als erotisch, wenn irgendwer irgendwo dran herumsaugt, Namen geflüstert oder gar geschrien werden und sich eine Liebesszene über mehr als fünf Seiten erstreckt. Langweilig! Und was zur Hölle sind »feurige Lenden«? Wenn die Darstellung von Sex zum Selbstzweck wird, leidet die Geschichte darunter. Wer würde schon behaupten, dass man sämtliche »Nackenbeißer« lesen müsste, weil sie so eine gut durchdachte Story hätten? Genau.

Eine sehr schöne Liebesszene hat Kristin Cashore in Die Beschenkte geschrieben. Kein Kitsch und sehr realistisch, ohne dabei pornographisch zu werden. Sie beschreibt weniger den Akt an sich, als vielmehr die Empfindungen, die ihre Protagonistin dabei hat, was ich für eine sehr gelungene Umsetzung halte.

Liebe und ganz besonders die romantische Liebe sind natürlich starke Motive für einen Roman und deshalb so wichtig, weil es häufig die Liebe oder deren Verlust ist, der die Figuren zum Handeln zwingt. Aber mehr als eine starke Motivation ist es für mich beim Schreiben nicht. Einen Liebesroman werdet ihr von mir wohl nicht zu lesen bekommen.

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