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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 9

02 Jul

Frage 9 von 30

Wie kommst du an die Ideen für deine Figuren? Beschreibe den Erschaffungsprozess!

Meine Protagonisten finde ich oft durch Filme oder Serien, die ich schaue. Ich sehe eine Figur, einen Schauspieler oder eine Schauspielerin und irgendetwas an ihrem Äußeren, ihrer Mimik und Gestik fasziniert mich so sehr, dass ich eine Geschichte über eine Figur erzählen möchte, die so aussieht. Das war z.B. bei der Krimi-Serie »The Mentalist« so. Patrick Jane bzw. Simon Baker war das Vorbild für meinen Detective Remy Lafayette. Die Schauspielerin Ashley Greene, die in den Twilight-Filmen Edwards Schwester Alice verkörpert, stand Pate für die Hauptfigur einer Vampirgeschichte, schon erwähnter »Eisblumen«. Interessant finde ich, dass ich zumeist in dem Genre schreibe, aus dem ich das Aussehen bzw. den Schauspieler entlehne.

Bei vielen meiner Figuren ist es aber auch so, dass ich die Figur bereits habe, mir das passende Äußere aber noch fehlt. Dann mache ich es umgekehrt und suche in Filmdatenbanken nach dem passenden Gesicht. Meine Figuren werden wie beim Film gecastet.

Habe ich die Frage nach dem Aussehen geklärt, fülle ich einen Charakterbogen aus. Ein Steckbrief, der den Charakter genau beschreibt, wie und wo er lebt und mit wem, was seine Wünsche und Hoffnungen sind, sein Job, seine Hobbies, Freunde, Exfreunde(innen). Also alles, was ich wissen muss, um ihm ein Leben zu geben. Danach geht’s meistens an die Biografie. Wo ist er aufgewachsen, wie war seine Kindheit, welche Schule hat er besucht, was hat er erlebt usw.

Im nächsten Schritt lasse ich ihn dann selbst zu Wort kommen. Ich führe Interviews, lasse ihn von sich erzählen. Meistens muss ich einige Punkte in Steckbrief und Biografie ändern, weil sie nicht mehr zu dem passen, was der Charakter mir erzählt hat… Es kam auch schon vor, dass ich einen Charakter fertiggestellt hatte und mir plötzlich sein Aussehen nicht mehr passte. Dann musste ich ihn neu besetzen. Oder dass mir ein Name  nicht mehr zusagte. Der wird dann natürlich nochmal geändert.

Es sind viele Dinge, die bei der Erschaffung einer neuen Figur zusammen kommen. Meine Anregungen dafür finde ich überall. Auf der Straße, in Büchern, in Filmen und Serien oder auch im Internet. Das kann eine Äußerung sein, die eine Figur in dem Roman macht, den ich gerade lese. Oder eine Statusmeldung bei Facebook. Oder ein kurzer Artikel in einer Zeitung.

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten eine Figur dreidimensional und ambivalent zu gestalten und es macht Spaß, möglichst viele davon auszuschöpfen.

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