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30 Tage über das Schreiben bloggen – Tag 4

13 Jun

Frage 4 von 30

Erzähl uns von einer deiner ersten Geschichten/Figuren! 

Ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich Lilith geschrieben habe, ich glaube, da war ich in der neunten oder zehnten Klasse… Ist also schon eine ganze Weile her. Ich habe mal in den Tiefen meines PCs gewühlt und die Datei noch gefunden plus Klappentext, den ich euch ja nun schlecht vorenthalten kann:

Miriam ‚Mira‘ Canves ist ein ganz normales Mädchen – eigentlich. Alles läuft seinen gewohnten Gang, bis einer ihrer Freunde sich plötzlich äußerst merkwürdig verhält.

Damit fängt alles an. Zunächst glaubt Mira an Zufälle, doch die mysteriösen Ereignisse häufen sich. Bald ist ihr und ihren Freunden klar, dass in Salem etwas Unheimliches vorgeht.

Als Miras Freund tot im Wald aufgefunden wird, nimmt sie die Ermittlungen selbst in die Hand und entdeckt Tatsachen, die den meisten Menschen bisher verborgen blieben. Auf Mira warten ein großes Geheimnis und eine schwere Prüfung…

Nun ja… Was soll ich sagen… Eine der ersten Geschichten, die ich zu Papier und auch zu Ende gebracht habe. Im Mystery-Genre angesiedelt, das zu damaligen Zeiten sogar noch unter Fantasy lief, bezieht sich diese Geschichte auf die Hexenverfolgung in Salem. Lilith war die erste Story, für die ich recherchiert habe. Die Figurenzeichnung ist so ziemliches Groschenroman-Niveau, damals habe ich mir über solche Dinge überhaupt keine Gedanken gemacht. Ich wollte schreiben, die Figuren kamen wie benötigt. Das läuft heute ganz anders. Notizen, Biografien, Steckbriefe wollen erdacht und ausgefüllt werden, damit die Motivation der Figuren deutlich wird. Motivation? Habe ich früher keinen Gedanken dran verschwendet. Es war naives, aber auch ballastfreies Schreiben ohne Figurenausarbeitung, ohne Plotten und ohne große Vorarbeit. Klar, Recherche zur Geschichte der amerikanischen Hexenverfolgung, die habe ich gerne gemacht. Alles andere, das für mich heute untrennbar mit dem Schreiben verbunden ist, gar nicht. Ich habe mich hingesetzt und geschrieben. Oft stundenlang und bis in den frühen Morgen hinein. Mehr nicht.

Wenn ich Lilith heute lese, fasse ich mir häufig an den Kopf und denke: Die Grundidee an sich ist ja nicht schlecht, aber was hast du da teilweise für sprachlichen Schrott produziert!? Naja, es ist ja auch schon lange her. Damals war ich jedenfalls wahnsinnig stolz, habe die Geschichte meiner Deutsch-Lehrerin zu Lesen gegeben und durfte damals einen Auszug bei unseren schulischen Literaturtagen vorstellen und lesen. Das war schon toll und hat viel Spaß gemacht. Allein dadurch ist mir die Geschichte ans Herz gewachsen. Dennoch bin ich immer etwas peinlich berührt, wenn ich Texte lese, die ich vor vielen Jahren geschrieben habe Aber immerhin weiß ich so, dass ich mich weiterentwickelt habe.

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