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Mittwochs-Meeting mit Martin

18 Mai

In der letzten Woche hatte ich so viel Arbeit zu erledigen, dass ich erst jetzt dazu komme, einen Artikel zu einem besonderen Erlebnis zu schreiben: Am 9. Mai 2012 war Martin Walker zu Gast bei Thalia Münster und las aus seinem neuen Bruno-Roman »Delikatessen«.

Es war ein sehr schöner Abend mit zweisprachiger Lesung, bei der Walker bewies, dass er sehr gut Deutsch spricht. Er selbst las zwar auf Englisch, beantwortete die meisten Fragen aber auf Deutsch. Ihm zuzuhören, war ein Genuss, denn Walker liest und spricht nicht nur mit lebendiger und melodischer Stimme, sondern auch mit Leidenschaft. In jeder Minute der Lesung ist zu spüren, dass Walker liebt, was er tut: das Schreiben, das Präsentieren seiner Bücher vor Publikum und natürlich gutes Essen. Er schwärmt von Foie Gras und schreibt in seinen Bruno-Krimis mit solcher Lebendigkeit darüber, dass jedem Leser das Wasser im Mund zusammenlaufen muss.

Tatkräftig unterstützt wird er von Margarete von Schwartzkopf, mit der er häufiger auf Bruno-Lesungen in Deutschland unterwegs ist. Kein Wunder also, dass sie als eingespieltes Team auftreten, bei dem es wirklich Spaß macht, zuzuhören und -schauen.

Einen herrlichen Ausschnitt möchte ich euch nicht vorenthalten. Martin Walker beantwortet dort die Frage, ob seine Figuren von Zeit zu Zeit ein Eigenleben entwickeln:

Walker wirkt nicht nur sympathisch, er ist es auch. Er freut sich über jeden einzelnen Besucher seiner Lesung und zeigt diese Freude bei der anschließenden Signierstunde: Er bedankt sich bei jedem für sein Kommen – mal auf Englisch, mal auf Deutsch -und nimmt sich Zeit, auch wenn die Schlange natürlich lang ist.

Auch bei der anschließenden Weinverkostung ist Walker gesprächig, beantwortet gerne die Fragen seiner Leser und plaudert auch mal aus dem Nähkästchen: dass es für Bruno ein real existierendes Vorbild gibt – nämlich den Dorfpolizisten in dem französischen Örtchen im Périgord, in dem Walker gemeinsam mit seiner Familie lebt. Der sei allerdings ein wenig älter und ein wenig dicker ist als Bruno, habe aber eine genauso große Leidenschaft für Wein und Foie Gras wie der Romanheld. Oder dass er ein Gespräch zwischen seiner ältesten Tochter und seiner Frau belauschte, in dem die Tochter meinte: »Mama, du bist bestimmt das Vorbild für Pamela.« Woraufhin Walkers Frau sagte: »Nein, das hast du nicht richtig verstanden, ich bin das Vorbild für Isabelle.« Pamela oder Isabelle? Eine Frage, die sich auch Bruno immer wieder stellen muss.

Jedem Frankreich- und Krimifan und jedem Liebhaber von gutem Essen und Dorfalltag seien die bisher vier erschienenen Bücher um den Chef de Police des fiktiven Städtchens St. Denis ans Herz gelegt. Sie sind Krimi, Reiseführer, Kleinstadtroman, Liebesgeschichte und Kochbuch – all das gleichzeitig. Eine tolle Mischung mit zahlreichen sympathischen Figuren, die man immer wieder gerne besucht.

Bildquelle Gästebuch: Thalia Münster

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Verfasst von - Mai 18, 2012 in Bücher, Lesungen

 

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