RSS

Ein kleiner Zwischenbericht

19 Mrz

Fast die Hälfte unserer Zeit in Portugal ist um und wir befinden uns in Porto Covo, einem 1000-Seelen-Ort an der Westküste Portugals, wo es sich herrlich entspannen und natürlich auch gut arbeiten lässt. An den Strand begleitet mich zumeist Sachliteratur zu den Themen New York, Kriminalistik, Körpersprache und allen voran natürlich: Schach.

Momentan bin ich damit beschäftigt Ersticktes Matt auszubauen, den Figuren Leben einzuhauchen und Fährten innerhalb der Handlung zu legen – richtige und falsche.

Zudem musste ich einige schwierige Entscheidungen treffen, u. a. habe ich mich von meinem Detective Remy Lafayette als Ich-Erzähler verabschiedet. Es wird mir sicherlich fehlen aus seiner Perspektive als »Ich« zu schreiben, aber der Story tut ein personaler Erzähler mit Einschüben einer auktorialen Erzählperspektive gut – soweit ich das bisher beurteilen kann. So kann ich zwischen den verschiedenen Figuren hin- und herspringen und das Legen von richtigen und falschen Spuren wird mir leichter fallen als bisher.

So wie die Story sich derzeit entwickelt, werde ich wohl oder übel demnächst über einen anderen Titel nachdenken müssen. Es scheint, als wäre sie nun aus ihren Kinderschuhen herausgewachsen und Ersticktes Matt drückt nun an so mancher Stelle. Als Arbeitstitel soll er mir aber vorerst noch genügen.

Ich hatte ganz vergessen, wie inspirierend eine Reise sein kann. Aber wie könnte es das nicht, wenn ich nur einen Blick aus meinem »Arbeitszimmer« zu werfen brauche, um den Atlantik und die dramatischen Steilklippen der portugiesischen Westküste betrachten zu dürfen.

Nennt mich makaber, aber auch ein Besuch der Capela dos Ossos – der Knochenkapelle – in Évora ist ungemein kreativitätsfördernd. Die Gebeine von etwa 5000 Menschen wurden hier im 17. Jahrhundert aufgeschichtet und zu Säulen und Mustern zusammengefügt. Diese ungewöhnliche Bestattungsart ersannen Franziskanermönche, weil die Friedhöfe zu dieser Zeit hoffnungslos überfüllt waren. Humor hatten sie jedenfalls, denn über der Tür dieser Reliquienhalle befindet sich eine Inschrift, die sinngemäß übersetzt wie folgt lautet: Unsere Knochen erwarten die euren. Wer fühlt sich hier nicht zu einer Schauergeschichte inspiriert?

Nun verabschiede ich mich erstmal wieder in die Offline-Welt, bald habe ich neues Textmaterial für euch!

Advertisements
 

Schlagwörter: , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: