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Create & Inspire: Nora Bendzko

Create & Inspire: Nora Bendzko

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Nora Bendzko, Autorin, Sängerin & Lektorin

Mein Name ist Nora Bendzko, ich schreibe dunkelfantastische Geschichte und singe Metal, wenn ich neben dem Studium nicht lektoriere. Ich lebe dabei ganz nach dem Motto: Man braucht die Dunkelheit, um stärker leuchten zu können.

Beschreibe dich in drei Worten.
Autoren PorträtLeidenschaftlich, unabhängig, entdeckungsfreudig.

Woran arbeitest du gerade?
Derzeit überarbeite ich zwei große Buchprojekte, die insgesamt über 1.000 Seiten umfassen: Das High-Fantasy-Epos „Die Schönheit des Biests“ und der Cyberpunk-SciFi „Roboter Engel“. Beide möchte ich bei Verlagen einreichen. Danach steht das Schreiben meines vierten Galgenmärchens an, das ich wieder selbst veröffentlichen werde. Außerdem möchte ich nächstes Jahr am Kindle-Storyteller-Award mit einem selbst veröffentlichten Roman teilnehmen. Ich kann schon mal verraten, dass es ein dunkelfantastischer Thriller zu unserer Zeit mit dem Namen „Koma-Träume“ wird. Aber nicht nur schriftstellerisch, auch musikalisch gibt es einiges zu tun. Mit meiner Heavy-Metal-Band Nightmarcher schreibe ich derzeit an neuen Songs für die Wintersaison, während die Progressive-Metal-Band Avem Material für ein ganzes Album geschrieben hat. Nun geht es Richtung Album-Produktion.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Kreativ leben heißt für mich: Ohne Kreativität kann ich nicht. Das merke ich besonders in stressigeren Zeiten, wenn ich z. B. mehr in der Uni zu tun habe. Kommen dann Schreiben und Musik zu kurz, werde ich richtig unglücklich. Dagegen sind Tage, an denen viel geschrieben wurde, ein Glücksschub.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Der Flow ereilt mich sogar immer wieder. Für mich fühlt er sich wie ein Trance-Zustand an. Ich bin total ruhig, irgendwo zwischen totalem Wachsein und Schläfrigkeit, und die Kreativität sprudelt nur so aus mir heraus. Ich überlege dann nicht mehr, das Schreiben setzt sich einfach fort. Diesen Zustand habe ich bisher immer nachts erreicht, wenn schon alles um mich schlief. Er hat auch immer nur geklappt, wenn ich das Gefühl hatte, keinen Zeitdruck zu haben. Wenn ich weiß, ich muss den morgen danach früh aufstehen oder habe nur ein, zwei Stunden und danach einen Termin, bin ich automatisch verkrampfter.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… studiere ich Deutsche Philologie an der Uni Wien und verdinge mich mit Lektoraten. Man sieht mich in Wien auch öfter vor einer Bühne. Ansonsten liebe ich es, mich leserisch weiterzubilden – ob mit Romanen, Zeitungsartikeln, wissenschaftlicher Literatur, Comics, Blogeinträgen –, liebe das Kochen und gut zu essen, verliere mich ab und an in einem spannenden Fantasy-Game.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Ich möchte schöne Dinge erschaffen, sowohl für mich als auch für andere. Mit meinen Geschichten und Songtexten will ich nicht nur unterhalten, sondern auch bewegen. Persönlich glaube ich nicht, dass es nichts zwischen schnöder Unterhaltung und langatmiger „hoher Kunst“ gibt. Ich versuche, etwas dazwischen zu bedienen; etwas, das man aus Spaß an der Freude lesen oder hören kann. Doch wer mehr Interesse entwickelt, genauer hinschaut und zuhört, soll auch Tiefe und etwas zum Nachdenken finden. Dabei habe ich die leise Hoffnung, den einen oder anderen für Dinge zu öffnen, denen er sonst skeptisch gegenübersteht, wie andere Kulturen oder alternative Lebensmodelle. Ich schreibe da für eine offenere Welt mit größeren Horizonten.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Jeder Mensch hat Fantasie. Ich bin überzeugt, dass sie Teil von unserem Menschsein ist. Du glaubst, du hast nicht genug Fantasie, in Wirklichkeit hast du sie nur noch nicht entdeckt! Entsprechend musst du dich auf die Suche machen verlasse deine gewohnte Umgebung, beobachte Menschen und versuche mit welchen in Kontakt zu kommen, mit denen du sonst nichts zu tun hast. Dafür musst du gar nicht weit reisen, es reicht schon, in eine dir unbekannte Ecke deines Dorfes/ deiner Stadt zu gehen. Wenn du dann anfängst, deine neuen Eindrücke aufzuschreiben, wird eins zum anderen kommen – glaub mir!

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft! Jeder neue Tag ist doch ein neues Abenteuer.
Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium! Zumindest liebe ich es, mysteriöse Dinge zu schreiben.
Stille oder Trubel? – Da kann ich mich nicht entscheiden J Ich finde, es muss ausgewogen sein. Trubel den einen Tag, und Stille den anderen, um sich vom Trubel zu erholen.
Morgen oder Abend? – Abend! Das ist einfach meine Tageszeit, ich bin eine eindeutige Nachteule.
Utopie oder Dystopie? – Dystopie! Aber auch nur, weil ich die spannender zum Lesen und Schreiben finde als Utopien.
Zeit oder Geld? – Zeit! Man kann damit Zeit so viel mehr erreichen als mit Geld. Zeit braucht man, um Beziehungen aufzubauen, langwierige Dinge zu unternehmen (und man kann aus ihr auch Geld machen, wenn der Job stimmt und man sich die entsprechende Zeit nimmt). Geld dagegen ist kurzlebig.
Chaos oder Ordnung? – Beides! Ohne mein kreatives Chaos kann ich nicht. Aber ich bin doch froh, dass der Putzfimmel einsetzt, wenn es zu chaotisch wird.
Routine oder Abenteuer? – Abenteuer, eindeutig! Wenn die Tage in zu gleichem Rhythmus dahinlaufen, werde ich immer unruhig.
Luxus oder Minimalismus? – Mittelmaß: Ab und zu gönne ich mir was, wie ein schönes Kleid oder ein gutes Essen, das ist aber auch schon alles. Totaler Luxus würde mich wahrscheinlich überfordern.
Fiktion oder Realität? – Fiktion! Ich bin ja nicht grundlos phantastische Autorin. Ich glaube fest daran, dass wir Menschen ohne Fantasie, ohne Geschichten, die unsere Vorstellungskraft überschreiten, ganz arm dran wären. Die trockene Realität kann sehr deprimierend sein – wie verloren müssten wir sein, könnten wir nicht von neuen Welten träumen? Nur, wer träumt, kann überhaupt auf die Idee kommen, für etwas Besseres zu streiten.

Hier findet ihr Nora:

Homepage: norabendzko.com
Facebook: facebook.com/norabendzkooffiziell
Twitter: twitter.com/NoraBendzko

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Nora! 🙂

~~~
*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

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Verfasst von - Dezember 10, 2017 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Katherina Ushachov

Create & Inspire: Katherina Ushachov

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Katherina Ushachov, Autorin

Katherina Ushachov sieht sich selbst als Europäerin – wenn man als Einwandererkind nach Deutschland kommt, das Bundesland wechselt und dann nach Österreich auswandert, ist das die einzige sinnvolle Identität. Eigentlich will sie Fantasy schreiben, landet aber zwischendurch andauernd bei dystopischen Stoffen.

Beschreibe dich in drei Worten.
Chaotisch, widerstandsfähig, loyal.

Woran arbeitest du gerade?
Nachdem ich bei meinem Selfpublishing-Debüt nur noch den Knopf fürs Veröffentlichen drücken muss, arbeite ich wieder an meinem neunbändigen Vampirzyklus. Im Social Media nenne ich die Romanreihe #Unparallel.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Ein kreatives Leben bedeutet, all die kreativen Impulse mit Disziplin in produktive Bahnen zu lenken. Dabei wird die gesamte Lebensplanung um die kreative Beschäftigung herumgebogen. Zumindest ist das meine Art, das Kreative zu leben – ich habe meine Studienwahl beispielsweise davon bestimmen lassen, ob sie mir bei der Romanrecherche hilft oder inspirierend auf meine Werke einwirken kann. Auch als Lektorin lerne ich beim Arbeiten mit fremden Büchern und dem Suchen nach fremden Fehlern viel über das eigene Schreiben, das ist mir wichtig. Und die eiserne Disziplin ist nötig, um auch dann weiterzumachen, wenn ich am liebsten alles hinschmeißen würde. Solche Anfälle habe ich besonders gerne dann, wenn ich eigentlich fast fertig wäre. Da muss ich mich dann selbst durchboxen.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Oft. Ich bezeichne den Zustand als „es schreibt mich“ und das sind diese Momente, in denen ich selbst ganz überrascht bin, was meine Finger da für Worte schreibe und wo die jetzt herkommen. Ein bisschen fühle ich mich, als würde ich neben mir stehen und mich beobachten. Und staunen. Schwer zu sagen, wie ich ihn erreiche, er fällt mir meist dann auf, wenn er da ist und dauert oft nicht länger als zehn Minuten (in denen ich aber drei mal so viel schreibe wie sonst in einer Stunde). Herbeizwingen kann ich ihn erstaunlicherweise durch Druck (Wordsprints sind z.B. gut geeignet), aber eben für 10 Minuten. Bei 15 wird es schwierig, länger ist völlig unmöglich. Dann lasse ich meine Charaktere machen und oft lösen sich Probleme von selbst.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… dann habe ich Entzugserscheinungen. In jedem Raum, in dem kein Computer ist, habe ich Schreibzeug deponiert. Nicht kreativ zu sein, kann ich auf Dauer nicht, ohne dass es mich kaputtmacht.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken? Ich bin ein sehr politischer Mensch und je nachdem, was in meinen Fokus gerät, drückt sich das auch im Roman aus. In „MV“ verarbeitete ich den Neonazismus in Osteuropa, in „Zarin Saltan“ geht es am Rande auch Parallelkulturen in Deutschland (da ich selbst in einer aufgewachsen bin, habe ich einiges dazu zu sagen) und in meiner Vampirsaga setze ich mich mit Gleichberechtigung, der Utopie des Matriarchats und männlichen Opfern häuslicher Gewalt auseinander. Außerdem sind meine Charaktere oft (nicht immer) queer. Ich sehe mich selbst also als politische Autorin und, auch wenn das oft ein böses Wort ist, auch als Feministin.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Niemand hat ‚nicht genug Fantasie‘, jeder Mensch ist kreativ. Man muss es nur herauskitzeln. Nicht immer äußert sich Kreativität im Schreiben von Büchern, im Malen von Gemälden oder anderen klassischen Dingen. Vielleicht ist deine kreative Stärke ja das Kochen und Backen. Oder Bastelarbeiten. Oder Außendekorationen. Wenn der Impuls da ist, irgendwas zu machen, aber die Richtung fehlt: Antesten. Irgendwann kommt genau die kreative Betätigung, bei der es funkt.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft
Erkenntnis oder Mysterium? – Erkenntnis
Stille oder Trubel? – Stille
Morgen oder Abend? – Abend
Utopie oder Dystopie? – Dystopie
Zeit oder Geld? – Geld (hätte ich mehr Geld, hätte ich auch mehr Zeit)
Chaos oder Ordnung? – Chaos
Routine oder Abenteuer? – 50/50. Ich brauche beides, um zu funktionieren.
Luxus oder Minimalismus? – Luxus.
Fiktion oder Realität? – Realität. Ohne sie gäbe es keine Fiktion.

Hier findet ihr Katherina:

Webseite: https://feuerblut.wordpress.com
Twitter: https://twitter.com/evanesca
Facebook: https://www.facebook.com/katherina.ushachov.autorin/

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Katherina! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
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Verfasst von - Dezember 3, 2017 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Torsten Heinz

Create & Inspire: Torsten Heinz

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Torsten Heinz, Autor

Kurzvita

Autor, Diplom-Geograf, Marketingexperte, Zwillingsvater, Musiksuchti, Volleyballer, Schlagzeugschüler, Weinliebhaber, Stier und groß! Seit Juni 2017 eigener Blog sahneplatten.de und ab Oktober 2017 selbstständiger Texter und Redakteur.

Heinz-Torsten-Portrait_frontal_kompBeschreibe dich in drei Worten.
Aufmerksam, witzig und atemberaubend…;)

Woran arbeitest du gerade?
Permanent an meinem Blog sahneplatten.de sowie an meiner Zertifizierung zum Online-Redakteur (Abschluss im Oktober).

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich? Kreativität bedeutet für mich die Freiheit, mir meinen eigenen Kopf machen zu können und dies mit der Welt zu teilen.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Irgendwie schon, ja, ich würde das aber nicht mit einem bestimmten Moment in Verbindung bringen. Wenn mir etwas am Herzen liegt, bin ich schnell im „Flow“.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… bin ich aufmerksam und beobachte.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken? Herzblut, Wortwitz, Emotion

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Nimm dir Zeit und Raum, um zu beobachten und für dich Worte zu finden.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

 – Vergangenheit (Was macht uns zu dem was wir sind? Zukunft kann motivieren aber auch ängstigen)
Erkenntnis oder Mysterium? – Erkenntnis (ich möchte stets verstehen)
Stille oder Trubel? – Beides zu seiner Zeit
Morgen oder Abend? – Abend (eher Eule als Nachtigall))
Utopie oder Dystopie? – Utopie (ermöglicht Träume. Dystopie ist mir oft zu „schwarz“)
Zeit oder Geld? – Zeit (definitiv. Geld gibt allerdings Sicherheit)
Chaos oder Ordnung? – Ordnung (meine Frau schenkt mir Chaos, ich ihr Ordnung)
Routine oder Abenteuer? – Routine (gibt mir Sicherheit)
Luxus oder Minimalismus? – Luxus (vielleicht etwas übertrieben, aber ich mag es zu genießen und zu gönnen)
Fiktion oder Realität? – Fiktion für den Kopf, Realität für die Augen

Hier findet ihr Torsten und sahneplatten.de :

Website: sahneplatten.de
Facebook:
https://www.facebook.com/profile.php?id=100017197239236&ref=bookmarks
Twitter:
https://twitter.com/torsten_heinz
Instagram:
https://www.instagram.com/sahneplatten/
about.me: https://about.me/torstenheinz

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Torsten! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
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Verfasst von - November 25, 2017 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Farina de Waard

Create & Inspire: Farina de Waard

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Farina de Waard, Schriftstellerin

Kurzvita

26 Jahre alt und Studentin im Umweltschutzbereich =) Ich schreibe seit 10 Jahren und habe 2015 mit meinem Debütroman den Indie-Autor-Preis auf der Leipziger Buchmesse gewonnen.

Beschreibe dich in drei Worten.
Einfühlsam – fantasievoll – wolfsverliebt

Farina de Waard - FotoWoran arbeitest du gerade?
Am Prequel „Zayda“ zu meiner großen Fantasyreihe „Das Vermächtnis der Wölfe“. In dem Vorbuch werde ich den Werdegang meiner dunklen Tyrannin erzählen =D

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Kreativität ist für mich, meinen Gedanken freien Lauf lassen zu können und mich fantasievoll auszutoben. So ein Leben ist für mich ein absolutes Geschenk und ein Luxus, für den ich sehr dankbar bin. Nicht jeder hat die Zeit und Freiheit, so kreativ zu leben wie ich es kann und das erfüllt mich mit Dankbarkeit, aber auch Demut. Ich glaube deshalb möchte ich auch etwas an die Welt zurückgeben.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Ich glaube, solche Flows erreiche ich ziemlich oft, wenn ich mich in eine Szene hineinversetze und schreibe. Allerdings brauche ich dafür Zeit und innere Ruhe und gute Musik =D Es ist ein wunderbares gefühl, wenn die Sätze und Ideen einfach aus einem heraussprudeln und die Charaktere zum Leben erwachen, manchmal sogar auf Art nud Weisen, die man überhaupt nicht geplant hatte.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… arbeite ich für mein Studium und versuche mich in Marketing.
… gehe ich raus an die frische Luft – sobald ich im Wald bin, werde ich auch wieder kreativ =D

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Ich glaube, es ist eine Mischung aus Selbstverwirklichung und dem Wunsch, meine Leser zu entführen und zum Nachdenken anzuregen. Es macht mir unglaubliche Freude, Charaktere zu erschaffen und Welten zu erdenken, aber ich möchte auch Kritik an Problemen in der echten Welt äußern.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Ich glaube, Fantasie ist ein sehr weiter Begriff. Man kann sich Inspirationen holen, zum Beispiel wenn man Kunst machen möchte – und wenn man seine Fantasie trainieren will, rate ich immer folgendes: Stelle dir „Was wäre wenn?“-Fragen. Wenn ich einen interessanten Gedanken habe, nutze ich diese Frage, um Ideen weiterzuspinnen und verschiedene Möglichkeiten durchzuspielen. Manchmal tauchen auf diese Weise die witzigsten Ideen auf. Außerdem: Setzt euch nicht unter Druck, das ist kontraproduktiv.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Vergangenheit, wenn es um Bücher geht – Zukunft, wenn es um mein Glück geht =)
Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium
Stille oder Trubel? – Stille
Morgen oder Abend? – Abend
Utopie oder Dystopie? – Dystopie!
Zeit oder Geld? – Zeit. Definitiv, obwohl ich von beidem mehr brauchen könnte, haha
Chaos oder Ordnung? – Chaos ^^
Routine oder Abenteuer? – Abenteuer! Ich liebe das Ungewisse
Luxus oder Minimalismus? – Minimalismus, ich glaube deshalb mag ich auch historische Zeiten, in denen das Leben noch einfacher war (zumindest was den Materialismus angeht)
Fiktion oder Realität? – Das ist schwierig! Ich liebe Fiktion zum Lesen und Schreiben, aber die reale Welt liegt mir sehr am Herzen.

Hier findet ihr …:

meine Webseite: www.fanowa.de
meine Buchreihe: https://www.facebook.com/VermaechtnisDerWoelfe/
mich: https://www.facebook.com/farina.dewaard/

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Farina! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
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Verfasst von - November 18, 2017 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Eosphora

Create & Inspire: Eosphora

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Eosphora, Self-Publisherin

Beschreibe dich in drei Worten.
Hobbit (oder auenländisch), reiselustig, sehnsüchtig

Woran arbeitest du gerade?
Dank einer Twitter-Umfrage arbeite ich gerade an einem High Fantasy-Projekt namens „Kinder des Lichts“, nebenbei versuche ich mich aber auch noch am Zeichnen 🙂

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Unter einem kreativen Leben verstehe ich, von vielen Dingen auch eine andere Seite zu sehen. Walter Moers hat es in „Stadt der Träumenden Bücher“ recht treffend ausgedrückt, als der Schattenkönig von seiner Kindheit erzählt und wie eine Wiese für ihn zwei verfeindete Armeen von Grashalmen waren.
Es ist eine andere, aber wichtige Sichtweise, die für mich bedeutet, mehr als nur eine Dimension zu sehen. Man geht einfach mit offeneren Augen durch das Leben.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Ja, mehrmals – und es war toll. Erreicht habe ich ihn einfach durch schreiben, vor allem während des NaNoWriMo. Nicht nachdenken, einfach schreiben. Zumindest war das meine Erfahrung, um reinzukommen.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
Gärtnere ich. Oder spiele das Pokemon TCG. Oder arbeite.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Meine Gedanken. Das, was mir wichtig ist oder mir gerade im Kopf rumgeht. Mehr eigentlich nicht.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Ich glaube, ich halte es wie Stephen King: Kreativ sein kann man lernen, indem man sich einfach hinsetzt und macht. Und zwar immer wieder. Die Muse muss schließlich wissen, wann und wo sie jemanden findet.
Beim Zeichnen ist es zum Beispiel kritzeln oder abzeichnen. Für den Anfang kann man ja auch etwas Bekanntes nehmen, abzeichnen und es irgendwie mit etwas erweitern, was nicht da ist. Das kann auch einfach ein Baum auf freier Fläche sein. Zack, schon war man kreativ.
Man sollte vor allem auch keine Angst haben. Wovor auch? Richtig und falsch gibt es beim kreativ sein ja nicht.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Vergangenheit
Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium
Stille oder Trubel? – Stille
Morgen oder Abend? – Morgen
Utopie oder Dystopie? – Dystopie
Zeit oder Geld? – Geld
Chaos oder Ordnung? – Chaos
Routine oder Abenteuer? – Abenteuer
Luxus oder Minimalismus? – Luxus
Fiktion oder Realität? – Das ist schwer. Beides hat seine Berechtigung und seine Vor- und Nachteile … Realität.

Hier findet ihr Eosphora:
Blog: https://brombeerengel.wordpress.com/
Twitter: @Brombeerengel

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Eosphora! 🙂

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Verfasst von - November 11, 2017 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Sina Bennhardt

Create & Inspire: Sina Bennhardt

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Sina Bennhardt, Autorin & Bloggerin

Beschreibe dich in drei Worten.
Storyteller. Verloren. Entschlossen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWoran arbeitest du gerade?
An vielen Dingen. Mein Blog ist ein fortlaufendes Projekt, an dem ich am liebsten Tag und Nacht feilen würde. Daneben arbeite ich an meinem ersten Buch (High Fantasy), das hoffentlich dieses Jahr fertig wird und auch an meinem zweiten Computerspiel. Und an ganz vielen anderen kleinen Dingen nebenbei.

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Ein kreatives Leben ist, wenn man … seinem Herzen folgt, glaube ich. Wenn man etwas Unkonventionelles macht. Ich denke, dass man konventionell zwar zufrieden, aber nicht glücklich sein kann.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Ja, der Flow ist etwas tolles. 🙂 Das waren dann Stunden, in denen ich vergessen habe zu essen und zu trinken oder aufs Klo zu gehen. Da bin ich komplett in meiner Arbeit versunken.
Die wichtigste Voraussetzung war mentale Ruhe: kein Stress, kein Social Media und keine Menschen um mich rum. Dann brauche ich gute Musik, einen bequemen Stuhl, einen Schreibtisch und einen Laptop und ich bin weg.
Das schwierigste ist allerdings der ‚kein Stress‘ Teil, denn darauf hat man leider selten Einfluss.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
…dann bin ich eigentlich Studentin, aber eben nur ‚zufrieden‘ und nicht glücklich damit.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Ich möchte Geschichten erzählen. Und das in jeder Form, in der ich kann. Deswegen habe ich auch ein Computerspiel programmiert. Ich wollte andere Arten des Erzählens erforschen.
Ich will die Grenzen finden.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Bullshit. Jeder Mensch ist kreativ. Man muss es nur üben wie alles andere auch. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und das stimmt auch für Kreativität.
Also: Üben, üben, üben.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

  • Zukunft oder Vergangenheit? – Zukunft
  • Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium
  • Stille oder Trubel? – Stille
  • Morgen oder Abend? – Abend
  • Utopie oder Dystopie? – Dystopie
  • Zeit oder Geld? – Zeit
  • Chaos oder Ordnung? – Chaos
  • Routine oder Abenteuer? – Beides. Routine bei der Arbeit. Abenteuer beim Denken.
  • Luxus oder Minimalismus? – Minimalismus
  • Fiktion oder Realität? – Fiktion!!

Hier findet ihr Sina:

Blog: sinas-geschichten.de
Twitter: @SinaGeschichten

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, liebe Sina! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - November 4, 2017 in Create & Inspire

 

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Create & Inspire: Stefan Barth

Create & Inspire: Stefan Barth

In meiner Blogreihe Create & Inspire stelle ich Autoren, Künstlern und Kreativen Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Ansichten über ein kreatives Leben. Heute freue ich mich auf:

Stefan Barth, Drehbuchautor & Autor

Kurzvita:
Im Ruhrpott geboren, Film/Fernsehen studiert, mit Glück und Naivität hauptberuflicher Drehbuchautor geworden. Geschichten, echt oder fiktional, sind das Leben.

Stefan BarthBeschreibe dich in drei Worten.
Autor, Kumpel, Vater.

Woran arbeitest du gerade?
Kurzgeschichten-Sammlung, vierter Roman, diverse Drehbücher

Was verstehst du unter einem kreativen Leben? Und was bedeutet es für dich?
Sich vom Leben und der Kreativität anderer zu eigener Kreativität inspirieren zu lassen und im besten Falle davon leben zu können.

Hast du dich schon einmal (oder mehrmals) im Zustand des Flow* befunden? Falls ja: Wie war das für dich? Und wie, glaubst du, hast du ihn erreicht?
Diesen Flow habe ich öfter und nenne ihn selbst „in the zone“. Passiert mir meistens beim Schreiben, wenn ich die schmerzvolle Plotarbeit überwunden habe und die Figuren und Geschichte sich auf einmal wie von selbst schreiben. Ich glaube, dass ich diesen Zustand erreiche, wenn ich die Blockaden der Geschichte und meinen eigenen inneren Schweinehund überwunden habe.

Wenn ich nicht kreativ tätig bin …
… dann füttere ich meine eigene Kreativität mit der kreativen Arbeit anderer, seien es Bücher, Filme, Serien, Comics, Fotos, Gemälde oder was auch immer. Und mit dem was um mich herum geschieht: dem Alltag und den Menschen, die ihn bevölkern.

Was treibt dich um? Was möchtest du mit deiner kreativen Tätigkeit ausdrücken?
Ich glaube nicht, dass ich etwas ausdrücken will, zumindest nicht bewusst. Ich will nur Geschichten erzählen, die mir Spaß machen und etwas bedeuten, in der Hoffnung, dass sie den Lesern/Zuschauern auch Spaß machen oder etwas bedeuten.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der von sich sagt: »Ich wäre auch gerne kreativ, aber ich habe leider nicht genug Fantasie«?
Mein erster Rat wäre es, diesen beschissenen Satz nie wieder in den Mund zu nehmen. Dann zu forschen, welche kreative Arbeit anderer einen anspricht und versuchen sie selbst in Angriff zu nehmen. Und mit der Gewissheit zu leben, dass man zunächst mal scheitern wird. Dann, um mal Rocky zu zitieren, steht man wieder auf und macht weiter. Entweder das oder man gibt auf, was auch keine Schande ist.

Entscheidungsfragen – verlasse dich auf dein Bauchgefühl!

Zukunft oder Vergangenheit? – Vergangenheit.
Erkenntnis oder Mysterium? – Mysterium
Stille oder Trubel? – Stille
Morgen oder Abend? – beides
Utopie oder Dystopie? – Dystopie
Zeit oder Geld? – Zeit
Chaos oder Ordnung? – beides
Routine oder Abenteuer? – beides
Luxus oder Minimalismus? – Minimalismus
Fiktion oder Realität? – fiktionale Realität

Hier findet ihr Stefan:

Website: http://stefan-barth.works
Twitter: @Braetzman

Vielen Dank für deine Teilnahme und deine Zeit, lieber Stefan! 🙂

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*Flow: Phase, in der man völlig in seiner (kreativen) Tätigkeit versinkt und seine Umgebung nicht/kaum mehr wahrnimmt.

 
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Verfasst von - Oktober 28, 2017 in Create & Inspire

 

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